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huegenbegger 06.11.2012 21:59

Leistungsmesser... und nu?!
 
Moin!
Der power2max ist bestellt und ich stecke in der mentalen Vorbereitung, die Wartezeit wird mit der Lektüre von
"Wattmessung im Radsport und Triathlon" überbrückt.
Nettes Buch, an uninteressanten Stellen etwas langgezogen und übererklärend, an relevanten Stellen knapp, naja.

Die eingehende Fragestellung für alles weitere scheint ja die FTP zu sein.

Also mein Plan:
Ich mache einen Test zur FTP Ermittlung.
Trainingsrolle ist vorhanden, Rad aufgebaut und eingespannt.
Der Plan sagt
20 min Aufwärmen im Ausdauertempo bei 65% FTP ...

wollte ich die nicht gerade ermitteln ?!

3x1min schnelles Treten mit 100 rpm ...
ich fahre im Mittel 95, ist 100 jetzt wirklich schnell für mich oder muss ich höher? für mich fängt schnell gefühlt bei 115-120 an
und so geht es bei jeder Teststufe weiter ...

Ich habe ein ähnliches Programm mal durchgefahren einfach um zu gucken welche Leistung / Geschwindigkeit ich auf der Rolle 20 min gerade so konstant treten kann. (meine Aufwärmphase war nur länger, sonst gleich)
Soll ich die km/h der Messung bei sonst identischen Parametern als Leistungsbasis nehmen? Also verhält sich auf einer Rolle die Geschwindigkeit linear zur Leistung?


Wenn jemand gute Tips für mich hat, wie ich nun am besten die relevanten Kenngrößen bestimmen kann, immer gern her damit.
Ich qäul mich auch gern 60 Minuten am Stück oder 120 min gesamt auf der Rolle, wenns sein muß fahr ich auch nochmal draußen (muss ich aber nicht unbedingt haben ...)
egal, ich möchte nur schnellst möglich eine gute Datenbasis haben auf der ich dann aufbauen kann.

Gruß, Basti

Volksbänkler 07.11.2012 12:28

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
Stehe gerade vor dem gleichen "Problem" (nur, dass ich kein Problem draus mache) und habe mich mal mit meinem Trainer kurzgeschlossen.
Wie stark wird deine Leistung über 20 min sich unterscheiden, wenn du nun 100 oder 115 rpm trittst. Du machst dieses ganze Vorgeplänkel ja nur, dass du das erste Leistungshoch nicht in den Test mit einrechnest, das du ausgeruht hast. Fahr doch dein Einfahrprogramm nach Puls, und zum 20 min Test nimmst du den machst du den Pulsmesser ab und trittst was die Beine hergeben. Ich denke mal, dass man beim ersten Mal wattgesteuert am Ende sowieso ziemlich eingeht.

Ich werde auch die Wattwerte abkleben und mir nachher nur die Auswertung ansehen. Dann habe ich schonmal eine ungefähre Datenbasis und mach den Test in 4 Wochen nochmal wenn ich ein Gefühl für die Watt bekommen habe.

Die Geschwindigkeitswerte dürfte eine sehr gute Datenbasis sein, an der du dich orientieren kannst. Und sofern du eine Wirbelstrombremse hast, verhält sich bei gleichem Abstand der Magnete (also gleiche Stufe) die Leistung linear zur Geschwindigkeit.

huegenbegger 07.11.2012 14:50

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
Danke!
ja, ist eine Wirbelstrombremse und ich lasse die Stufe konstant, steuer nur über die Geschwindigkeit / den Gang.
Sehr gut zu wissen, daß es linear ist, dann spiel ich da mal rum.

Klar, ob 100 oder 110, idee ist schnell und extrem heftig um die anaerobe Fähigkeiten zu verausgaben.
Aber ich kauf mir fürn Tausender ein Messgerät, wo ich sehr genau ermitteln kann und will wie meine Leistung ist.
Bei dem eingehenden und damit wichtigsten Test, welcher auch als Kontrollmaß dient, wird dann aber wiederum gesagt "mach das ca. so"
Sowas will mir einfach nicht in den Kopf!
Dafür bin ich dann wohl einfach viel zu sehr Maschinenbauer.
Für mich gehört zu einem reproduzierbaren Test die absolut gleiche Rahmenbedingung um Störfaktoren zu minimieren.
Und da versteh ich es absolut nicht, wenn jemand ein Buch, eine wahre Abhandlung zum Thema Leistungsmessung am Rad schreibt, aber dann beim Eingangstest die Parameter nicht klar definiert...

Weisste was ich meine? :mrgreen:

Ich probier das jetzt einfach ein paar mal aus und lege das für mich dann bindend fest. Somit ist es jedenfalls für mich bei jedem Test einheitlich.

Langfristig will ich eh eine Leistungsdiagnostik für Laufen und Rad beim Profi machen lassen, aber bis dahin will ich auch auf keinen Fall mit falschen Werten arbeiten.

Volksbänkler 07.11.2012 18:56

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
Geißel dich doch nicht so sehr. Du wirst allein schon wegen der Tagesform wohl keine 100% Reproduzierbarkeit bekommen. Die köperliche Leistungsfähigkeit ist nunmal keine Rechnung bei der immer A und B reinkommen und am Ende Ergebnis C steht.

Ich kenn's ja selbst auch und bin jetzt auch dem Charme der Zahlen erlegen, aber halten wir's doch ein wenig mehr wie die Afrikaner. Bei uns wird alles überanalysiert und am Ende weiß man genau warum's nicht geklappt hat, dabei fehlt einfach das befreite "drauf los machen"!

Ich bin mal gespannt wie sich die Wattwerte im Test zwischen draußen und drinnen unterscheiden...

bommel 08.11.2012 20:10

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
@ huegenbegger: mach dir nicht so viel nen kopf!!! fahr am besten einfach mal bisschen mit dem neuen spielzeug. spiele mit der geschwindigkeit und guck was machen die wattwerte. hör in deine beine und check das gegen die wattwerte. und dann mach den test einfach so wie er im buch beschrieben steht....wichtig sind diese 20min - baller die einfach runter, so gut es geht auf einer möglichst ebenen strecke. ich hab z.b. ne strecke wo ich 4 u-turns fahren muss, dass macht bei mir so viel nicht aus.....und ich fahre bisher sehr gut mit den "ergebnissen"
und wenn du den maschinenbauer nicht mal für ne kurze zeit in den schrank sperren kannst, dann musste zum test ins labor :grin:

ich hab das buch nach über einem halben jahr geholt und gelesen....und da hab ich mich einfach an den erfahrungswerten orientiert. gesammelt aus ausfahrten, rtf, sprintdistanzen, usw.

viel spass mit dem neuen spielzeug

biologist 10.11.2012 00:12

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
Also aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir sagen, dass sich Rolle bei gleicher Belastung wesentlich anstrengender anfühlt als Straße.
Spar dir das FTP-Geplänkel erstmal und geh draußen fahren. Dann lernst du die Leistungswerte auch einzuschätzen. So fürchterlich kalt ist es ja momentan nicht.

Mr.Faker 10.11.2012 22:25

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
mach bitte keine wissenschaft aus der ftp ermittlung. früher wurden rennen ohne wattmessung gewonnen.

Duamax 11.11.2012 16:16

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
Zitat:

Zitat von Mr.Faker (Beitrag 651176)
mach bitte keine wissenschaft aus der ftp ermittlung. früher wurden rennen ohne wattmessung gewonnen.

Nicht nur früher, heute schon auch noch!


@hugenbegger: Wenn du Maschinenbauer bist, dann weißt du auch wie Messtechnik funktioniert und auch was ein Messfehler ist. Bei einem Messfehler von +/-2% wie sie sowohl P2M, oder SRM haben, heißt das bei einem FTP-Wert von 240W ein Fehler von 4,8W (Anzeigegenauigkeit 5W). Das heißt mit Glück sind es genau die 240, mit etwas Pech aber auch 235-245W. Du siehst also, dass selbst die Messung einen Spielraum lässt, der nicht gerade klein ist.

Duamax 28.11.2012 21:42

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
Mich wundert eine Sache: Die untere Grafik zeigt das Pacing in einem Triathlon:

http://www.bikeraceinfo.com/images-a...r-meter-to.jpg

Wenn man sich ansieht, dass man auf der Kurzdistanz 95-100% der FTP fahren soll, wundert mich das schon, wie ich danach noch 10km laufen soll? Wenn ich 40km mit FTP-Leistung fahre falle ich danach halb tot vom Rad. Genau das sagt die FTP ja auch. Meine All-Out-Leistung über genau 1h. Ok, 40km gehen auf flacher Strecke in etwas weniger, aber egal ob 55min, 58min, oder 1h02min, es bleibt etwa 1h.

Rein gefühlsmäßig hätte ich jetzt gesagt etwa 85% der FTP sollte die Leistung auf der Kurzdistanz sein.

Was haltet ihr von der Tabelle?

huegenbegger 29.11.2012 07:55

AW: Leistungsmesser... und nu?!
 
erscheint mir in erster Betrachtung auch ziemlich unsinnig.
Hat vlt was mit der Dauer der Gesamtbelastung bei einer OD zu tun?
Vielleicht kann man sich da so einen Raubbau am Körper leisten?

Im Coggan Buch hab ich leider noch nichts zu dem Thema gefunden, aber das is ja auch nen hartes Stück trocken Brot ...


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