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-   -   Gewöhnung an Triathlonlenker (https://www.triathlon.de/community/radfahren/51990-gewoehnung-triathlonlenker.html)

gkbiker 09.08.2011 08:35

Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Hallo zusammen,

bin ganz neu hier und habe gerade mal drei Volkstriathlons absolviert. In drei Wochen ist der erste Kurzdistanz Wettkampf auf dem Plan.

Ich spiele mit dem Gedanken mir ein Triathlonrad zuzulegen. Zugegeben ist dieser Gedanke vorwiegend aus Spass an der Technik motiviert. Während man unendlich viele Beiträge über Material, Sitzposition und Konfiguration findet, habe ich noch keinen Hinweis wie lange/ wie wiele km man zur Eingewöhnung an die Lenkerposition benötigt um halbwegs sicher in einem Wettkampf zu fahren. Klar ist das sehr unterschiedlich, aber einige Hinweise wären doch diesbezüglich nicht schlecht. Über Techniken findet man in der Fachliteratur auch nichts, obwohl man auch immer wieder hört dass selbst (Rad-)Profis teilweise unsicher auf einem TT Rad sind.

Vielleicht eine blöde und unnötige Frage - oder doch nicht?

ender 09.08.2011 09:22

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
naja, das radprofis darauf unsicher sind, mag ich nicht glauben. vll sind sie nicht so eins wie mit ihrem rennrad, aber direkte probleme wird dort keiner auf einem zeitfahrrad haben. schließlich wird darauf auch trainiert.
und das ist schon das ganze geheimnis. sicherlich muss mans ich erst einmal daran gewöhnen, aber zb das lenkverhalten hat man relativ schnell drauf. es wird halt mehr mit gewichtsverlagerungen gelenkt, als am lenker rumgezerrt.
womit viele viel größere probleme haben, ist die eingeschränkte atmung durch den abgeknickten oberkörper.
und man muss halt vorausschauender fahren, da durch das nötige umgreifen der weg zu den bremsen etwas weiter ist. weswegen man das liegelenkerfahren nicht unbedingt in der innenstadt probieren sollte :-)

schwimon 09.08.2011 09:57

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Bei mir hat die Umstellung nach dem Montieren eines Aufliegers am normalen Rennrad ein paar Trainingsausfahrten gedauert, dann war es kein Problem mehr. Da gibts die schon angesprochene Atmung, an die man sich gewöhnen muss, und natürlich auch noch im Nackenbereich eine Änderung, weil man flacher liegt und trotzdem nach vorn schauen muss.

Aber das ist sicherlich auch von Fahrer zu Fahrer verschieden. Plan einfach einige Ausfahrten vorher ein. Du wirst dann selbst schnell merken, wie es besser wird. Am Anfang die Aero-Haltung einfach auch gerade und idealerweise nicht stark befahrenen Straßen testen.

modoufall 09.08.2011 11:02

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Wie bereits beschrieben: keine Hexerei. An Klickpedale gewöhnen ist wesentlich schwieriger!
Mach mal ein paar Ausfahrten, um das Gefühl zu kriegen. Am Anfang ist vor allem bergab und um die Kurve ungewohnt.
Pass auf, dass du nach vorne schaust, auch gegen Ende der Ausfahrt!
Probleme mit der Atmung hatte ich erst, als ich mir die Armauflagen aus Jux deutlich enger gestellt habe.

Dodger 09.08.2011 15:30

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Übung macht den Meister. Meine ersten Ausfahrten waren anfangs holprig und ich bin vielleicht 10 bis 20% in Aero Position gefahren. Das Rad reagierte einfach anders als mein Rennrad. Das Umgreifen fiel schwer.

Am Wochenende stand bei mir der erste richtige Wettkampf mit dem Tria-Rad an. Das erste mal unter Stress und Wettkampfbedingungen. Die ersten zwei Kilometer war es etwas hakelig. Dann aber hatte ich den Bogen raus und konnte bequem fahren. Von der Atmung her konnte ich keine großen Unterschiede feststellen.

So früh wie möglich in dieser Position trainieren. Dann klappt das von alleine ;-)

Viele Grüße,
Peter

gkbiker 10.08.2011 08:00

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Vielen Dank für Eure schnellen und ermutigenden Antworten. Dann wollen wir es mal angehen.
http://www.danasoft.com/sig/3signature.jpg

Mr.Faker 10.08.2011 21:18

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
reine TTs fahren sich sicherer als Rennräder, meine meinung.

Noiram 11.08.2011 09:03

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Zitat:

Zitat von chrisRM6 (Beitrag 624207)
reine TTs fahren sich sicherer als Rennräder, meine meinung.

Und warum?

Mr.Faker 11.08.2011 09:44

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
begründe ich wie folgt:

TTs

-sind in der regel etwas schwerer als RR, deswegen spürt man nicht jeden kleinen steinschlag (bei mir liegen zwischen RR und TT etwa um die 2kg - macht extrem viel aus, ich fahre teilweise lieber in aero auf dem TT abfahrten, als in unterlenker auf dem RR - fühle mich auf dem TT viel sicherer)

-in basislenkerposition ist man direkt an den bremshebeln (am rennrad benötigt man unterlenker um richtig druck auszuüben)

-von aeroposi zur bremse komme ich am TT schneller als von der oberlenkergriffposi zu den bremsen am rennrad.

-durch das aerofahren habe ich eine fast gleichmässige gewichtsverteilung, dass beim bremsen hilfreich ist.

-am rennrad hingegen sitzt man weit hinten oder im wiegetritt weit vorne.

-des weiteren sollte bei zwei gleichen angepassten größen das TT etwas mehr reach (wegen dem draufliegen) haben und kommt der fahrsicherheit zugute, es wird lediglich in kurven weniger agil und reagiert nicht so "wild".

deirflu 11.08.2011 10:01

AW: Gewöhnung an Triathlonlenker
 
Zitat:

Zitat von chrisRM6 (Beitrag 624240)
begründe ich wie folgt:

TTs

-sind in der regel etwas schwerer als RR, deswegen spürt man nicht jeden kleinen steinschlag (bei mir liegen zwischen RR und TT etwa um die 2kg - macht extrem viel aus, ich fahre teilweise lieber in aero auf dem TT abfahrten, als in unterlenker auf dem RR - fühle mich auf dem TT viel sicherer)

-in basislenkerposition ist man direkt an den bremshebeln (am rennrad benötigt man unterlenker um richtig druck auszuüben)

-von aeroposi zur bremse komme ich am TT schneller als von der oberlenkergriffposi zu den bremsen am rennrad.

-durch das aerofahren habe ich eine fast gleichmässige gewichtsverteilung, dass beim bremsen hilfreich ist.

-am rennrad hingegen sitzt man weit hinten oder im wiegetritt weit vorne.

-des weiteren sollte bei zwei gleichen angepassten größen das TT etwas mehr reach (wegen dem draufliegen) haben und kommt der fahrsicherheit zugute, es wird lediglich in kurven weniger agil und reagiert nicht so "wild".

Du vergisst da aber einige Sachen die gegen das TT sprechen.

Durch spezielle Bremskonstruktionen und kleine Bremshebel schlechtere Bremsleistung und Dosierbarkeit.

Am TT liegt der Schwerpunkt weiter vorne, was die Bremsleistung und Steuerung verschlechtert.

In Aeroposition gar keine Bremsen in der Hand.

Windanfälligkeit durch breiteren Rahmen und Aerolaufräder.

...

Wenn du dich auf einem TT sicherer fühlst dann ist das halt so, ich würde das aber nicht Unterschreiben.
Solange man voraussichtig und passiv fährt sollte es mit keinem von beiden Varianten Probleme geben.


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