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Radfahren Druck wie Hellriegel, Stadler und Zäck gewünscht? Hier gibt es Tipps.

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Alt 05.08.2011, 20:12   #1
Ironmike1978
Mit Stützrädern-Fahrer
 
Registriert seit: 06.07.2005
Ort: München
Alter: 43
Beiträge: 23
Atemprobleme in der Höhe !!!

HAllo

habe mir dieses Jahr vorgenommen an denm Radmarathon im Ötztal teilzunehmen.
War jetzt 5 Tage in Sölden auf 1350 Hm und bin ein paar Mal aufs Timmelsjoch auf 2700 Hm
raufgefahren . war schon zäh aber es ging schon
Ich hatte aber bei ein paar Steigung richtig Sauerstoffmangel und hatte ab und zu das Gefühl ich könnte
nicht alle Muskeln aktivieren.
Hatte aber das gleiche Problem bei ca. 8 % von Ötz nach Sölden (sind ca. 32 km auf 700 hm)

Ich hatte hier in Wien(bin aber Deutscher) bzw Wienerwald bei 12 % nie schwierigkeiten .
Hatte auch einen leicht erhöhten Ruhepuls von 5 Schlägen .
Jetzt zu Hause wieder Normalpuls

Nun meine Frage:
Kann es sein das ich das merke von 400 hm (zu Hause ) auf 1350 Hm in Sölden ,und meine Leistung abfällt.
Habe mit Höhentraining usw überhaupt keine Ahnung .

Vielleicht könnt ihr mich aufklären oder tipps geben wo ich nachschauen kann.

Danke
Michi
Ironmike1978 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 20:28   #2
modoufall
Tri-Oger: What a man!?
 
Registriert seit: 17.08.2008
Ort: Ludwigsburg Württ.
Alter: 60
Beiträge: 1.196
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

2700 sind für einen Flachlandtiroler schon recht hoch. Ich persönlich merke die dünne Luft ab 2000 aufwärts, ab 2500 wirds echt lästig. Man kann das trainieren: so oft wie möglich so lang wie möglich so hoch wie möglich gehen.
Am besten mal auf großer Höhe übernachten.
modoufall no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 22:46   #3
Ironmike1978
Mit Stützrädern-Fahrer
 
Registriert seit: 06.07.2005
Ort: München
Alter: 43
Beiträge: 23
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

ja wäre vielleicht mal ne Idee .
Habe aber noch 3 Wochen für den Marathon und mach mir ein bißl Sorgen .
Es sind ja 3 Berg ,aber das Timmeljoch ist der höchste

Werde meine Trainingsplanung ein bißchen umstellen und zusätzlich meime O2 sättigung ,ein bißchen
Steigern.
Danke
Ironmike1978 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 22:49   #4
wieczorek
'Norminator' und 'HellOnWheels' Terminierer
 
Benutzerbild von wieczorek
 
Registriert seit: 26.01.2002
Ort: nicht mehr bei Cervélo
Alter: 45
Beiträge: 4.125
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

ja nachdem wo man lebt, können sogar 1.500M.ü.N.N. schon deutlich leistungsschwächend wirken.
Ich wohne auf 700m und fahre mit dem Radl regelmässig im Sommer bis auf 1.700m Höhe. Das geht inzwischen recht gut.
Als ich noch auf Gran Canaria gewohnt habe, war die Wohnung auf nicht mal 100m und der höchste Berg war mit 1.920m immer wieder aufs Neue eine Herausforderung.

da hilft nur üben und dran gewöhnen
wieczorek no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 00:58   #5
reisetante
Selber Radfahren ist schon toll
 
Registriert seit: 16.11.2010
Ort: Köln
Beiträge: 46
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

Zitat:
Zitat von wieczorek Beitrag anzeigen
da hilft nur üben und dran gewöhnen
Akklimatisation ist keine Übungssache. Manche Menschen haben in der Höhe immer Probleme, andere haben meist keine, dann aber plötzlich schon, wenige Glückliche haben nie Probleme...

Akklimatisation wird langsam aufgebaut und der Akklimatisationseffekt (rote Blütkörperchen) hält maximal zwei Wochen an, danach ist wieder alles beim alten. Es hilft sicherlich, am Wochenende vor dem Radmarathon 2-3 Tage lang (verlängertes Wochenende) Hochtouren zu machen oder, wenn Du bergsteigerisch nicht so bewandelt bist, Wanderungen auf 3000er zu machen. Empfehlenswert ist z.B. die Martin-Busch-Hütte, von dort kann man auf die die Kreuzspitze (> 3400m) wandern und zur Similaunhütte (> 3000m) und zur Ötzi-Fundstelle. Eine leichte Hochtour ist der Similaun (> 3600m). Die Übernachtung in der Martin-Busch-Hütte auf ca. 2500m bringt sicherlich auch schon viel für die Akklimatisation.

Ich war diesen April auf einem 6000er und es hat enorm viel gebracht, eine Woche vor dem Abflug nach Nepal drei Tage lang Skitouren in der Schweiz zu machen und jeden Tag auf ca. 3500m Höhe zu gehen. Auch wenn drei Tage kurz sind, bringt es schon etwas! Aber es sollte nicht zulange vorher sein! Viel Erfolg -- hast ja richtig Glück gehabt, einen Startplatz zu bekommen
reisetante no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 06:46   #6
Fetti
Leihfahrradfahrer lass ich links liegen
 
Registriert seit: 04.02.2011
Ort: München
Beiträge: 203
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

Zitat:
Zitat von Ironmike1978 Beitrag anzeigen
Ich hatte aber bei ein paar Steigung richtig Sauerstoffmangel und hatte ab und zu das Gefühl ich könnte nicht alle Muskeln aktivieren
Entschuldige bitte falls du die Frage als provokant auffassen solltest, aber: Dir ist schon bekannt, dass in der Luft umso weniger Sauerstoff ist, je höher es geht? Und Sauerstoff brauchst du nun mal um die Muskeln "anzutreiben".

Sich ein bisschen daran zu gewöhnen, dass es in der Höhe einfach nicht so flutscht kann sicher nicht verkehrt sein. Aber einen Umstellungseffekt im Sinne von Höhentrainingslager bekommt man nicht innerhalb weniger Tage oder durch ein paar Wanderungen. Da muss man schon ein paar Wochen in der Höhe verbringen.

Ansonsten darauf achten, dass du genug trinkst. Das hilft um Übelkeit oder Kopfschmerzen in der Höhe entgegenzuwirken.

Viel Erfolg beim Ötztaler!
Fetti no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 12:51   #7
xeaser
Selber Radfahren ist schon toll
 
Registriert seit: 09.12.2010
Ort: Aachen
Beiträge: 53
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

Hi,
um da ein wenig Physiologie in den Beitrag zu packen.
Es gibt nicht weniger Sauerstoff in höheren Gegenden, jedoch ist der Sauerstoffpartialdruck, also der Druck der den Sauerstoff durch deine Zellmembranen ins Blut drückt/diffundieren lässt geringer.
Dadruch ändert sich erstmal natürlich deine Leistungsfähigkeit...
Das hat 2 Gründe.

1. (merkt man sofort) Dem Körper steht weniger O2 zur Verfügung. Deswegen erhöht sich auch der Ruhepuls, weil die O2 Sensoren im Körper das merken und den Sympathikus aktivieren.
2. (nach einigen Stunden) Dein Säure-Base-Haushalt verändert sich, weil dieser Masgeblich vom Bicarbonat-Puffer im Blut abhängt. Und der Verschiebt sich nunmal bei anderen Drücken.

nun reagiert der Körper auf beide Zustände.

zu 1.: Deine Niere Produziert Epo (kennt man vom Doping) um dem Knochenmark zu sagen, dass es mehr rote Blutkörperchen produzieren soll und somit die Sauerstoffmenge im Blut zu erhöhen. Ist also natürliches "Doping"; deswegen machen so viele Profisportler Höhentraining, denn rot Blutkörperchen leben in etwa 120 Tage und ein paar mehr sind da recht sinnvoll. Das dauert aber einige Wochen... so 2-3

zu 2.: Deine Niere merkt den veränderten Säure-Base Haushalt im Blut und pinkelt Bikarbonat aus. Das ist chemisch das Salz der Kohlensäure (hoffe das stimmt, in den Chemie Vorlesungen hab ich nicht so aufgepasst ). Das dauert dann so 1-2 d und die Kopfschmerzen gehen weg. Kannste mal prüfen in dem du (nach dem Pinkeln) mal Zitronensäure in das Klo gibst. Dann sollte es (nach 2-3d in der Höhe) sprudeln (nur ganz leicht) weil sich die Säure Protonen mit dem Bikarbonat verbinden und es entsteht Wasser und CO2

Gruß
Max
xeaser no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 23:28   #8
Ironmike1978
Mit Stützrädern-Fahrer
 
Registriert seit: 06.07.2005
Ort: München
Alter: 43
Beiträge: 23
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

Vielen Dank für die Kommentare ,werde sicherlich bis zum Marathon mich nur in den Bergen aufhalten bzw fahren .Für mich ist erstmal wichtig durchzukommen bzw das volle Leistungspotential abzurufen.
Ich mach da eigentlich nur mit ,da letztes Jahr ein Triathlet (Ironman) mit der Aussage kam ,der Marathon
wäre härter als ein Ironman . Ich wollte ihm nicht glauben,aber ich werde glaube ich eines besseren belehrt.
Ironmike1978 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2011, 10:35   #9
captain hook
Tri-Oger: What a man!?
 
Registriert seit: 21.09.2009
Beiträge: 1.435
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

Zitat:
Zitat von Ironmike1978 Beitrag anzeigen
Ich mach da eigentlich nur mit ,da letztes Jahr ein Triathlet (Ironman) mit der Aussage kam ,der Marathon
wäre härter als ein Ironman . Ich wollte ihm nicht glauben,aber ich werde glaube ich eines besseren belehrt.
auf garkeinen fall. da wirst du enttäuscht werden. bin als absoluter flachländer damals ohne ein einziges mal mit dem rr in den bergen gefahren zu sein den ötztaler gefahren und problemfrei durchgekommen. du musst es dir nur gut einteilen. und ausserdem geht die hälfte der strecke ja bergab, da kannst du dich auf der straße gut erholen. der brenner geht eigentlich garnicht als berg durch so flach ist das die meiste zeit. also schön in eine gruppe setzen, nicht nervös werden und abwarten. und an den bergen schön kontrolliert fahren und regelmäßig essen... ganz einfach. wenn du schonmal nen IM gemacht hast und auch dafür trainiert hast, kennst du dich mit solchen belastungszeiten ja ausserdem auch noch aus. die wahl einer ausreichenden übersetzung erleichtert das vorhaben übrigens ungemein.

das schlimmst am ötztaler ist die abfahrt von sölden nach ötz direkt nach dem start mit 5000 verrückten hobbyrennfahrern, die alle glauben sie wären bei der TdF. bei den ortsdurchfahrten dann ein paar mittelinseln und kreisverkehre... da ist jedes jahr ein bischen material- und gewebeschrott einzukalkulieren. bei rund 60-80kmh und vielen die nicht wissen wie das ist in einer gruppe zu fahren eigentlich auch kein wunder.

wenn du mal was wirklich richtig anstrengendes machen willst, dann geh nach bad goisern und fahr bei der salzkammerguttrophy die langstrecke. über 200km und 7000hm. ach so.... mtb und nichts mit ausruhen auf den abfahrten und kein in die gruppe setzen am brenner.
captain hook no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 00:55   #10
Ironmike1978
Mit Stützrädern-Fahrer
 
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Ort: München
Alter: 43
Beiträge: 23
AW: Atemprobleme in der Höhe !!!

OK captain cook

besser überschätzen als unterschätzen,
ich bin ein 10 - 11 Stunden IM finisher und finde eigentlich das Training schwieriger als den Wettkampftag
Ich weiß natürlich nicht wielange dieser Typ für seiner IM benötigt hat ,bei 16 -17 Stunden ,würde ich es vielleicht auch härter finden --- keine Ahnung.

Ich habe vor kurzen Auf ServusTV einen Ultraläufer gesehen ,der ist in der USA die alte Postroute abgelaufen ,waren weit über 1000 km ,
Da sagt er einen Spruch über den ich mir schon Gedanken gemacht habe ,gerade von so einem "Verrückten"
Er sagte er kann jeden Tag einen Marathon laufen ,aber einen Marathon schnell zu laufen ,ist schwieriger

Es liegt natürlcih daran das man gewisse Eigenschaften wie Schnelligkeit eher in der Jugend trainierbar ist als im Alter ,aber ich schweife ab.

Ich werde posten wie es mir ergangen ist ,
Gruß
MIchi
Ironmike1978 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
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