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Radfahren Druck wie Hellriegel, Stadler und Zäck gewünscht? Hier gibt es Tipps.

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Alt 25.08.2011, 23:24   #11
loomster
Rettungsschwimmer können doch gar nicht richtig...
 
Registriert seit: 30.08.2009
Ort: kopenhagen
Alter: 39
Beiträge: 924
AW: Pbp

respekt!!!!
loomster no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2011, 07:52   #12
Milorz
Inaktiv oder gelöscht
 
Registriert seit: 07.08.2006
Beiträge: 1.209
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Weis gar nicht so recht wie man dieses kommentieren soll. Ich finds einfach nur klasse
LG,
Michael
Milorz no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2011, 08:05   #13
schmiddi_LL
Inaktiv oder gelöscht
 
Registriert seit: 03.06.2009
Beiträge: 516
AW: Pbp

Krasse Aktion Sven! Glückwunsch!!

Gibts nen kleinen Bericht? Wie war die zweite Nacht??

Grüße
schmiddi
schmiddi_LL no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2011, 08:57   #14
Roady
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
Registriert seit: 28.07.2011
Ort: München
Alter: 32
Beiträge: 536
AW: Pbp

two thumbs up!!!
Riesen Respekt.
Jetzt wünsch ich dir erst mal ne gute Regeneration, und bin auf nen Bericht gespannt

Greez
Roady
Roady no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2011, 12:08   #15
einzelstueck
Tieftauchen ist fast so wie schnelles Schwimmen
 
Registriert seit: 21.12.2007
Ort: münchen
Beiträge: 420
AW: Pbp

Chapeau....
einzelstueck no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2011, 08:06   #16
sven31415
Mit-Socken-im-Schuh-Läufer
 
Registriert seit: 21.07.2008
Ort: Hilden
Alter: 48
Beiträge: 731
AW: Pbp

Hallo Leute kurzer Bericht:

Meine Anreise war am Samstag morgen. Ich hatte 536 km von Düsseldorf bis Paris Saint-Quentin-en-Yvelines.

Ich hatte mir von Samstag auf Sonntag und von Mittwoch auf Donnerstag ein Hotel gebucht. Dazwischen sollte ja gefahren werden.
Im Hotel war schon alles voller Radsportler. Alle Nationen schienen vertreten zu sein. Ich hab auf derm Event Franzosen, Italiener, Deutsche, Spanier, Dänen, Holländer, Schweden, Amerikaner, Canadier, Phillipinos, Brasilianer, Japaner usw gesehen.

Es war total aufregent. Am Samstag war Startunterlagen Ausgabe mit Bike Check.

Danach treffen der deutschen Teilnehmer. Der Ara Präsident bat den ältesten detuschen Teilnehmer ein paar Worte zu sagen. Er war 80 Jahre und meinte nur:"Die Entfernung ist ja lächerlich. Beim RAAM fahren die die 3 fache Entfernung. Also wir sollten keine Angst haben."

Ich hatte trotzdem mächtig Schiss. Abends wurde nochmal gut gegessen. Leider hab ich dann sehr unruhig und schlecht geschlafen, wegen der Aufregung.

Sonntag um 16 Uhr war dann der Start. Wir mussten uns schon gegen 14 Uhr aufstellen und standen dann 2 h in der Sonne rum. Erste Kriese da ich nur 1 1/2 Lieter Wasser am Rad hatte und die mussten ja fürs Fahren sein und bis zur ersten Kontrolle reichen.

Der gesamte weg war durch Kontrollen unterteilt. Sie waren ca alle 80 Km . Dort musste man sich einen Stempel holen und konnte essen trinken oder schlafen/duschen.

Der Start wurde dann in 3 Gruppen unterteilt. Wir waren die Letzte Gruppe um 16:40 Uhr. Es gab dann noch einen Start um 18:00 Uhr und Montag morgen um 5 Uhr.

Ich wollte unbedingt mit den ersten um 16 Uhr starten, weil ich finde es ist schöner vor der grossen Masse zu fahren. Dann hat man nicht soviel Gedränge an dern Kontrollen.

Für den 16 Uhr Start musste man sich aber auf ein 80 h Zeilimit festlegen und hatte damit 10 h weniger Zeit als die normalen 90 h.

Dann kam der Countdown auf französisch. 10 , 9 , 8 , .... , 3 , 2 , 1 los ...

Wir starteten mit einer Gruppe von geschätzten 500 Fahrern. Vorneweg fuhr ein Pacecar um uns um die Gefährlichen Stellen in der Stadt zu lotzen. Als das Pacecar weg war gig das Tempo voll ab. Ich dachte nur fahren wir jetzt 1230 km oder sind wir gleich da so wie die am ballern sind?

Es fühlte sich an wie bei der Tour de France. Mit einem riesen Peleton mit 35-40 km/h durch die Dörfer. Ich war elektrisiert. Dazwischen immer wieder die Rufe : "à gauche", "à droite", "attention" und "atür" oder so.

Es waren 140 km bis zum ersten Wasserstop. Ich war mit zwei Freunden unterwegs und das Wasser ging uns vorher aus, da es sehr heiss war. Die Franzosen am Strassenrand jubelten uns zu:"Courage", "Allez, allez!". Ausserdem riefen sie noch"Eau" und meinten damit dass sie gür uns kostenlos Wsser hatten. Wir füllen dann vor der Kontrolle auf und weiter ging es.

Bis km 450 fuhr ich wieter mit den Gruppen mit. Ich war viel zu schnell und weit vor meinem Zeitplan unterwegs. Das war nicht gut. Wie sollte es dann später werden ? Mein kleiner Zeh fins sich an wundzuscheuern. Warum jetzt ? Ich zog Socken drüber und das Problem war erstmal weg. Mein rechtes Knie meldete sich. Warum das jetzt nur ? Sonst macht das doch gar nix ? Es war einfach viel zu schnell. Ich verabschiedete mich von meinen Kollegen und wollte lieber alleine weiterfahren. Ich fuhr kleinere Gänge um das mit dem Knie weiter rauszuzögern. Die erste Nacht war schnelle geschafft. wir fuhren die ganze nacht und den ganzen tag durch. Richtung Brest wurde es immer hügeliger und die Anstiege stärker. Mein Umwerfer streikte. Ich konnte nicht mehr vorne umschalten. An der nächsten Kontrolle hab ich den Techniker bemüht, der hat es dann wieder halbwegs hingebogen. Weiter ging es. Es fing an zu regnen aber nur leicht. Richtung Brest wurde es auch immer kühler, was gut war, denn die Hitze vom Anfang war übel. Mein kleiner Zeh meldete sich wieder. Wieder scheuern. In der Kontrolle ging ich zum Doc. Der schmierte war drauf und es wurde besser. Die Müdigkeit machte sich breit. Die zweite Nacht find an. Ich war völlig fertig. Ich dachte nur: "Du fährst noch bis Brest und dann nimmste den Zug." Ich hatte ein Gespräch mit einem Amerikaner. der meinte nur. "Du schaffst das. Du redest doch mit mir und bist noch guten mutes. Kein Problem.".

Montag gegen 10 Uhr abends war Brest erreicht und 629 km waren vernichtet. So dachte ich jetzt ne Dusche, essen, dann 6 h schlafen dann wieder essen und dann schauen wir mal.

Nach 5 1/2 Stunden schlaf war ich hellwach. Ok dachte ich, also los. Ich holte mir Frühstück, doch wo war meine Leuchtweste ?? Weg. Ich hab sie beim Abenbrot liegen lassen. Scheisse... Ohne darf man nicht fahren. Also zum Technikstand: "Leuchtwesten ? Nein haben wir nicht. ... ...aaargg." "Aber 1km entfernt haben wir nen Radladen. Da sind welche. können wir holen." Also 10 min warten. Mit neuer Leuchtweste ging es dann um 4:30 Uhr wieder Richtung Paris. Es war nebelig und sehr dunkel. Meine Lupine leutete gut bis sie auf einmal zu spinnen anfing. Sie liess sich nicht mehr umschalten oder ausschalten. Der Schalter war undicht und hatte Wasser gezogen. Scheisse! Das teure Ding!

Also den Schalter nicht mehr anpacken und einfach bis zum morgen weiterfahren. Es wurde und wurde nicht hell... 6:30 .... 7:00 Uhr immer noch dunkel. Dann kurz nach 7 Sonnenaufgang. Ahhhhh. Endlich.
Also los. Mein Hintern fing an weh zu tun. Es wurde immer schlimmer. Ich dachte. Ok besorg Dir einfach mal Sitzcreme. Sitzcreme half nix. weiterfahren. Bei km 800 dann die Lösung. 2x Radhosen übereinander brachte erstemal Linderung. Bei km 900 wurde es wieder schlimmer. Ich fühlte mich gut und bis auf die Knieprobleme waren die Beine stark. Ich sagte zum Knie:" Du musste jetzt powern sonst explodiert mir der Hintern." und fing an Gas zu geben. Ich dachte: Es sind ja nur noch 300 km also hau rein. Die dritte Nacht fing an. Ich überholte nur noch erschöpfte Fahrer. Total motiviert gab ich richtig Gas. Nachts um 1 Uhr war ich dann an der Kontrolle total fertig und musste erstmal schlafen. Nach 1 1/2 h Schlaf und wieder Essen ging es dann weiter.

Mit dem Essen war das so. Man ass soviel bis man grade nicht kotzte und nach ner Stunde fing es dann an zu schieben.

Gegen 3:30 h ging es dann weiter. Wieder Sonnenaufgang. Auf einmal war ich unter 200 km. Mensch es ist nicht mehr weit. Plötzlich prang beim schalten die Kette zur kurbel hin ab und verdrehte sich. Ich drehe sie wieder richtig aber sie war verbogen und ich konnte nur noch 1, 2, 3, krack treten. 23 km bis zur nächsten Kontrolle. Mir tat alles weh und jetzt noch so ne Scheisse.

An der Kontrolle: "Wo ist der Techiker ?? Der Techniker schläft .... wir holen den. Kette wecheln, schnell schnell."

Wärend der Reperatur noch essen. Die Kesse war ok Schaltung neu eingestellet, weiter.

Leuchtweste NR 2 vergessen. Scheisse. Egal ich bin fast da.

Km 140 bis km 65 nur noch schlechte Strassen, Krokant Asphalt. Was für eine Quälerei. Es ist wieder heiss. Ich schlafe in der Hitze fast ein. Da kommt ne Gruppe vorbei. Ich hänge mich dran und wir fangen an zu ballern. 35-40 km/h bis zur nächsten Kontrolle. Unglaublich nach der Distanz.

In Dreux dann Applaus an der Kontrolle. Wir sind fast da. Ich ess nix mehr. Mir reichts. Jetzt die letzten 65 km nur noch vollgas. Das Knie macht keine Problem emehr aber die Füsse. Sobald ich vom Gas gehe schmerzen sie wie Sau. Der Hintern ist nicht mehr auszuhalten. Also Vollgas. Wir erreichen den Stadtrand von Paris. Die letzten Anstiege, Franzosen jubeln uns zu und machen am Strassenrand Party.

Geschafft um kurz vor 15 Uhr nach 70 h 38 min sind 1230 km vernichtet. Was für ein Abenteuer!

LG

Sven
sven31415 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2011, 09:37   #17
Coelningo
Mit Stirnlampe auf dem Kopf Renner
 
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Beiträge: 470
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Hallo Sven,

ich war ja schon neugierig zu erfahren, wie so eine 1230 km lange Monstertour abläuft. Deshalb vielen Dank für den erlebnisreichen Bericht und meinen Glückwunsch zu deiner starken Leistung.

Gruß
Ingo
Coelningo no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2011, 09:45   #18
fahnder68
Rettungsschwimmer können doch gar nicht richtig...
 
Benutzerbild von fahnder68
 
Registriert seit: 25.09.2005
Beiträge: 1.102
AW: Pbp

Sven, du bist nen Tier !! Geiler Bericht !

RIESEN RESPEKT !!!
fahnder68 no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2011, 10:52   #19
Roady
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
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Beiträge: 536
AW: Pbp

Also am besten hat mir der Satz gefallen:
Zitat:
Zitat von sven31415 Beitrag anzeigen
Ich dachte: Es sind ja nur noch 300 km also hau rein.
Riesen Respekt und cooler Bericht


Gruß
Roady
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