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Radfahren Druck wie Hellriegel, Stadler und Zäck gewünscht? Hier gibt es Tipps.

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Alt 29.08.2010, 22:58   #1
Noiram
Seepferdchen-Schreck
 
Registriert seit: 19.04.2010
Ort: Harz
Alter: 48
Beiträge: 90
Tipps fürs Kurvenfahren...

Hi Leute,

nachdem ich seit einigen Monaten Spaß am Triathlontraining habe (war laufverletzt und hab durchs Alternativtraining neue Inspiration bekommen) brauche ich mal Eure Tipps.
Natürlich habe ich durch die Laufverletzung diesen Sommer etliche Radkilometer gemacht (unter anderem bis zu 100km, aber auch mal 30km im 30er Schnitt). Nun war ich 10 Tage im Tramuntana-Gebirge auf Mallorca und habe mit großer Freude den Puig Major (höchsten Berg) und den Coll de Sollér bezwungen.
Schlimmer aber als die Bergaufpassagen empfand ich die krassen Serpentinen bergab.
Irgendwie packe ich keine Rechtskurven. Generell schleiche ich schon peinlich langsam bergab, aber wenn es rechtsrum geht und die Kurve weniger als 80 Grad hat, muss ich echt aufpassen die Kurve überhaupt zu kriegen und nicht darüber hinab zu schießen.
Bin auch 1x vom Rad gefallen -wenn auch (weil langsam) nicht schlimm...

Wie habt ihr das Kurvenfahren (vor allem nicht so grottenlangsam) geschafft?
Ich war richtig betrübt, mein Freund als ab-und-an-Freitzeitfahrer hat sie mit dem normalen Trekkingrad viel besser gepackt als ich mit schon 3000km dieses Jahr + Renner.

Freue mich über Tipps.

Liebe Grüße
Noiram
Noiram no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2010, 23:26   #2
ender
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
Benutzerbild von ender
 
Registriert seit: 21.05.2002
Ort: Neubrandenburg
Alter: 49
Beiträge: 6.873
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

pedale auf der kurveninnenseite hoch dürfte klar sein. dann versuchen viel mitm oberkörper zu "lenken", also das gewicht mitm oberkörper richtung kurve verlagern, das zieht das rad um die kurve ohne viel den lenker bewegen zu müssen. hat außerdem den vorteil, dass das rad relativ gerade durch die kurve geht und man relativ weit noch treten kann ohne mit der pedale den boden zu berühren (jetzt nicht unbedingt in abfahrten, aber bei normalen kurven). ist ne übungssache, also einfach mal probieren. und der tipp, der mir in abfahrten am meisten gebracht hat....nie direkt vors rad schauen, sondern immer so weit nach vorn in die kurve schauen wie möglich, also immer zum kurvenausgang schauen. damit gings bei mir gleich viel besser.
ender no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2010, 23:51   #3
Betty Boo
Mit-Socken-im-Schuh-Läufer
 
Registriert seit: 07.10.2009
Ort: Köln
Beiträge: 603
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Ich habe eine ähnliches Problem - bergauf immer ein Ass, beragb ein Depp, aber ich habe eher dadurch Sicherheit gewonnen, dass ich mich GEGEN die Kurve gelehnt habe, also ein bisschen mehr mit dem Oberkörper aufrecht als das Rad. Mein Problem sind Linkskurven ... Ein bisschen Gefühl und üben, dann geht's ...

Aaaaber - vielleicht kriege ich hier bei dieser Gelegenheit noch Tipps, wie man bergab ohne Kurven sicherer wird, z.B. wenn man bei einem Triarad mit erhöhten Felgen Seitenwind hat. Ich musste mich gerad bei einem Wettkampf von einer Schnecke überholen lassen, die ich am Berg weit hinter mir gelassen habe. OK, hab sie mir wieder am Berg geholt, aber das hätte ich mit guter Bergabtechnik vermeiden können.

(Muss dazu sagen, dass ich in diesem Jahr mit dem Rad einmal arg gecrasht bin und Schiss habe ...)
Betty Boo no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 00:09   #4
Hawaii Boy
Mit-Socken-im-Schuh-Läufer
 
Registriert seit: 05.11.2006
Ort: Bayrische Triathlonhochburg Franken!
Beiträge: 620
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

ich würde sagen das liegt generell an der risikobereitschaft. wir sind mal im tl den brocken im hartz rauf gefahren. da war ich auch erster oben aber letzter unten. die offroad serpentinen sind die vereinskameraden mit über 70,80 sachen runtergedüst wo bei mir mit 60 schluss war! falls du wirklich schnell sein willst musst du einfach aggressiver fahren, ich denke das hat weniger mit technik zu tun. du musst nur schauen, dass du die kurve ordentlich anfährst, dann im richtigen moment anbremst und ordentlich rumkommst. außerdem unter-oberarm winkel auf 0° anwinckeln und oberkörper drastisch richtung lenker. wenns mit dem tt hobel bergab geht bin ich sogar mit dem kinn auf höhe der armpads. dadurch hast du den schwerpunkt weiter vorne und kommst schneller um die kurven und du hast wie ender schon meinte die direkte sicht nach vorne und kannst gut in die kurve schauen anstatt das rasende vorderrad zu betrachten, dass dir nur noch mehr angst macht (;
Hawaii Boy no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 08:58   #5
modoufall
Tri-Oger: What a man!?
 
Registriert seit: 17.08.2008
Ort: Ludwigsburg Württ.
Alter: 60
Beiträge: 1.196
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Mein Senf dazu:
Tiefer Schwerpunkt hilft immer, also beim RR auf den Unterlenker.
Im Gegensatz zu Hawaii Boy halt ich aber den Schwerpunkt hinten, im Extremfall hinterm Sattel, um bei einer eventuellen Bremsung nicht nach vorn abzusteigen.
Alte Biker-Weisheit: das Rad folgt dem Blick, bzw. du fährst, wohin du schaust.
Die Linie: von außen nach innen nach außen, also vor der Rechtskurve ausholen bis zur Mittellinie, im Scheitelpunkt der Kurve fast am Straßenrand, kurvenausgangs wieder rausziehen.
Am besten mal auf nem abschüssigen Parkplatz üben!
modoufall no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 09:10   #6
su.pa
Mit-Socken-im-Schuh-Läufer
 
Benutzerbild von su.pa
 
Registriert seit: 17.03.2006
Ort: Süd-Ost-Bayern
Beiträge: 520
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Vor der Kurve bremsen und in der Kurve die Bremsen aufmachen würde mir noch einfallen, somit vermeidest Du, dass Du in der Kurve die Haftung verlierst.

Außerdem würde ich versuchen die Kurve außen anzufahren und dann zum Scheitelpunkt nach innen reinziehen. Wobei das außen anfahren auf der Straße bei der Straßenmitte liegt zwecks Gegenverkehr! Nach dem Scheitelpunkt das Rad wieder leicht nach außen driften lassen, wie ein Formel 1 Fahrer halt.

Ob man sich mit dem Rad in die Kurve legt oder das Rad nach außen legt hängt von der Kurve und der Geschwindigkeit ab. Generell stabilisiert auch das tiefe äußere Bein das Rad.
su.pa no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 09:42   #7
Volksbänkler
Tri-Oger: What a man!?
 
Registriert seit: 29.03.2008
Ort: München
Beiträge: 1.432
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Gegen die Kurve lehnen ist jetzt nicht so der ultimative Tipp. Denn du bist die träge Masse und nicht dein Rad. Wenn sich Newton nicht geirrt hat, dann macht es Sinn sich aktiv in die Kurve zu legen und das Rad aufrechter zu halten.

Ich weiß, dass ist ein bescheidenes Gefühl am Anfang, aber wenn mann merkt, wie das Rad gar nicht anders kann, als mitzukommen, dann gewinnt man schnell Sicherheit.

Also nochmals am Beispiel der Linkskurve:
-Anfahren (im Unterlenker, auch wenn Andy Schleck ein Verfechter der Bremsgriffhaltungsabfahrt ist) ganz am rechten Straßenrand, nicht ins Bankett kommen, da bremst es sich schlecht
-auf dem Sattel nach hinten rutschen
-Pedal rechts runter und links hoch
-hart Bremsen am Kurveneingang (beide Bremsen)
-linken Arm beugen, rechten Arm strecken, Blick ins Kurveninnere, mir hilft auch das linke Knie auszustellen wie ein Motorradfahrer
-sobald man spürt wie das Rad kommt, Vorderradbremse los lassen oder nur noch leicht Bremsen (hat den Sinn das die Trägheit vom Vorderrad genommen wird), sonst wird man noch außen getragen
-ab dem Kurvenscheitel (falls richtige Geschwindigkeit gewählt wurde), man ist jetzt an der gestrichelten Linie, Bremse loslassen
-nach außen treiben lassen aus dem Sattel gehen und antreten

In der nächst folgenden Linkskurve das ganze seitenverkehrt.

Und sonst würde ich jedem raten sich mit einem Teamkollegen zusammenzutun und am Anfang in einer Rechtskurve (nicht zu steil ca. 4%) zu üben. Kollege steht außen und schaut, dass kein Auto kommt. Ihr fahrt die Kurve so, als wäre die Mittellinie das Ende der Fahrbahn. Weil ja kein Auto kommt (Kollege!) habt ihr immer noch die andere Spur als Reserve.

Was auch hilft ist hinter einem erfahrenen Abfahrer herzufahren. SO bekommt ihr ein Gefühl für den richtigen Bremspunkt usw. oder ihn hinterherfahren lassen.
Auch Bremsen will gelernt sein. Leicht abfallende (2-3%) ruhige Straße suchen beschleunigen und bremsen. Aber richtig. So dass das Hinterrad hochkommt. Lernen wie scharf man bremsen kann.
Volksbänkler no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 10:32   #8
Hannes
Jedermännchen
 
Registriert seit: 12.09.2009
Ort: Mittelfranken
Alter: 57
Beiträge: 251
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Blicktechnik üben wie ein Motorradfahrer,
wenn du in die Kurve rei fährst nicht stur geradeaus schauen sondern
dorthin schauen wo du hin willst.

Ist allerdings einfacher gesagt als getan, selbst
für mich als Motorradfahrer erwische ich mich selbst dabei wie ich es falsch mache

Aber wie gesagt, kann man das in langsamen Kurven üben.
Hannes no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 10:49   #9
chozen
Nach dem Freischwimmer darf ich allein in den See
 
Registriert seit: 06.06.2009
Ort: Rodgau
Alter: 37
Beiträge: 118
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Ich würde vor allem bisschen vorsichtig sein bei den "an die Mittellinie ranfahren"-Tipps. Im Wettkampf geht das.. im Training ist da schneller der Kopf am Scheinwerfer des entgegenkommenden Fahrzeugs hängen geblieben als euch lieb ist...
chozen no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2010, 11:30   #10
Noiram
Seepferdchen-Schreck
 
Registriert seit: 19.04.2010
Ort: Harz
Alter: 48
Beiträge: 90
AW: Tipps fürs Kurvenfahren...

Das sind ja schon richtig gute Tipps, vielen Dank!
Ich glaube ich muss noch richtig viel üben. Hier im Harz ist es irgendwie bisher weniger ein Problem gewesen -auch wenn ich von Euren Geschwindigkeiten noch meilenweit weg bin.
Bisher habe ich mich nur so bis 55km/h getraut.
Allerdings ging es hier halt kurvenmäßig besser als im Urlaub.
Runter vom "Coll de Sollér" fand ich voll hart, weil es ungefähr 8-9 Prozent bergab ging und die Serpentinen immer fast 180 Grad in die Gegenrichtung gingen.

Einer meiner Hauptfehler war wohl, dass ich wirklich auch in die falsche Richtung geschaut habe.
Mein Kopf sagte "Angst dass ich über die Brüstung gen Abhang hinausschieße" und so habe ich voll verkrampft dorthin geschaut.
Auf dem Unterlenker war ich -hatte ein gemietetes Specialized Rennrad und fahre auch zuhause noch ein normale Cube-Rennrad.
Frage mich wie das mein Freund auf einem Trekkingrad hinbekommen hat, wo er ja viel aufrechter saß.
Glücklicherweise hatten wir kaum Autoverkehr, daher bin ich immer auf der Gegenspur gefahren.
Zudem die Spanier eine A...ruhe haben wenn Radfahrer die Straße blockieren. Das kenne ich von Deutschland gar nicht.
Gewicht hatte ich auch eher hinterm Sattel. Hab bei starken Abfahrten immer ein sichereres Gefühl wenn ich das Rad richtig zwischen die Knie klemme.
Nur wollte mein Rad irgendwie nicht rum -wohl weil mein Kopp nicht wollte...
Allerdings ist das wohl ein manifestiertes Problem. Schon als Kind bin ich in Kurven abgestiegen -ob freiwillig oder unfreiwillig.

Vorerst muss ich das wohl mal auf einem Parkplatz üben (auf gerader Fläche), dann Stück für Stück Kurven suchen.
Dabei werde ich wohl noch öfter in diesen Thread schauen und mir Eure Tipps verinnerlichen.

Lieben Dank!

Noiram
Noiram no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
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