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-   -   Radintervalle-wann und wie ? (https://www.triathlon.de/community/radfahren/43988-radintervalle-wann-und-wie.html)

12.04.2008 22:19

Radintervalle-wann und wie ?
 
Ich möchte gerne wissen ob Ich in Hinsicht auf eine Langdistanz (mitte July) jetzt schon Radintervalle machen sollte ? Eigentlich befinde ich mich noch in der Grundlage Phase. Wenn ja, wie würdet ihr diese Intervalle in das Radtraining im Wochenverlauf einbauen ?

13.04.2008 19:52

Re: Radintervalle-wann und wie ?
 
Hallo,
ich hab meinen Grundlagenblock schon abgeschlossen und fange jetzt mit den Intervallen an. D.h. 1-2 min und am Anfang 3 Wdhg. Dann steigere ich langsam die Dauer und die Wiederholungen.
Grundsätzlich versuche ich Intervalle ausgeruht zu machen, also nach dem Ruhetag. Für mich heisst das, dass ich nur 2x in der Woche Intervalle machen kann.
Ausserdem versuche ich noch zu variieren, also Intervalle an der Schwelle und Intervalle im Kraftausdauerbereich so genannte K3. Die letzten sind leicht unterhalb der Schwelle (5 Schläge) und werden mit 40-60 Umdrehungen ausgeführt. Das kann man z.B. gut am Berg fahren.
Wenn du noch in deinem Grundlagenblock bist, würde ich dir aber auf jeden Fall empfehlen, die Methode von Dr. Langdistanz (Tomato oder so) anzuwenden. D.h., du machst kurz und maximale Beschleunigungen (ca. 10-30s, bis zu 30 Wiederholungen). Damit hab ich dieses Jahr super Erfahrungen gemacht. Versuchs mal...
S.

PeterMuc 13.04.2008 20:10

Re: Radintervalle-wann und wie ?
 
Ta-Ba-Ta !!!

6x30sec mit 10sec Pause, vorher 10-15min warmmachen, hinter ausfahren, nach 45-60min (wenns schnell gehen muss auch 30 min, ist man fertig).
Nach den Erfahrungen auf der Rolle (Sternchen sehend), würde ich das aber nie im öffentlichen Strassenverkehr machen.

23.04.2008 09:22

Re: Radintervalle-wann und wie ?
 
leck m...a...A..., hab am Montag mal die Tomato-Methode ausprobiert: 11x30s, nach 15s denkst du WAS!!!! erst 15s rum und am Ende wird's dann echt hart. Ich glaub, das war die härteste Einheit, die ich bisher auf dem Spinning-Rad gefahren bin. Mal schaun, ob's was bringt. Wenn der Dr. Recht hat, müsst ich am Wochenende ja abgehen wie Schmitts-Katze.
S.

Thilo69 23.04.2008 10:17

Re: Radintervalle-wann und wie ?
 
Zitat:

Zitat von speedy
leck m...a...A..., hab am Montag mal die Tomato-Methode ausprobiert: 11x30s, nach 15s denkst du WAS!!!! erst 15s rum und am Ende wird's dann echt hart. Ich glaub, das war die härteste Einheit, die ich bisher auf dem Spinning-Rad gefahren bin. Mal schaun, ob's was bringt. Wenn der Dr. Recht hat, müsst ich am Wochenende ja abgehen wie Schmitts-Katze.
S.

Kann mir die Methode mal bitte einer genau erklären und vorallem auch, wozu die gut ist?

PeterMuc 23.04.2008 10:41

Re: Radintervalle-wann und wie ?
 
Folgende Grundprinzipien stecken hinter Ta-Ba-Ta:
1. Kurze Pausen: Deine Speicher an aktivierten Phosphaten in den Muskeln, die dafür zuständig sind, dich aus dem Stand mal eben schnell zu beschleunigen, sind bereits nach der ersten belastung, sofern volle Pulle ausgeführt, leer, und können in der kurzen Pause nicht wieder (vollständig) aufgefüllt werden. Dadurch wird der Stoffwechsel insofern verstärkt gefordert, dass die Mitochondrien (die kleinen Kraftwerke in den Zellen) effektiver arbeiten müssen.

2. Höchste Belastung: I.d.R. benutzt man als Jogger/Radfahrer ca. 50% der muskulären Kapazität, d.h. 50% der Muskelfasern sind für die Bewegung im Ga bis maximal EB-Bereich verantwortlich, der rest ist Reserve. Theroretisch sollten über die Maximalmethode die reserven angezapft aktivierte werden u.a. durch das

3.Prinzip: Neuromuskuläre Aktivierung. So wie das Hirn lernt, sich bestimmte begriffe zu merken und Erinnerungen zu speichern, in dem es vermehrt die Nerven miteinandnern verknüpft, wird über die Maximal-Intervall-Methode wohl auch die Versorgung der Muskeln mit Nervenfasern und die Verknüfung (Synapsenbildung) zwischen Muskeln und Nerven verbessert.

In der Summe soll dadurch erreicht werden, dass der SToffwechsel im Muskel besser abläuft und zum zweiten die Rekrutierung des Muskels besser funktioniert.

Tabata beschränkt sein protokoll aber auf 4-8 Wiederholungen, die von Speedy durchgeführten 11 (viel hilft viel :shock: ) können schon wieder kontraproduktiv sein, da sich da der Einfluss des Laktats zu sehr bemerkbar macht, es hemmt den Stoffwechsel in den Zellen und behindert die neuromuskulären AKtivitäten, da Laktat ein sehr starkes Stoffwechselgift ist. Man darf da nie vergessen, dass die Laktatkonzentration im Muskel selber um ein vielfaches höher ist als das, was man evtl. im Ohrläppchen messen kann.

Thilo69 23.04.2008 18:09

Re: Radintervalle-wann und wie ?
 
Danke! Das probiere ich mal! Aber besser, wenn jemand daheim ist. Nicht, daß ich vom Rad kippe! ;)


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