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-   -   Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das? (https://www.triathlon.de/community/mitteilungen-aus-den-triathlonverbaenden/54134-bayern-verklagt-die-dtu-wie-seht-ihr-das.html)

magicman 24.09.2012 19:58

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
mal nebenbei

sind die Athleten von TEAM ERDINGER nicht alle Startpassinhaber beim BTV , hier trifft es dann ja auch einige Profis ??

brustschwimmer 25.09.2012 00:18

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Scheint's geht der BTV jetzt auch zum Bundeskartellamt. Bleiben noch der EUGH und die UNO. Phantasie hat der Herr Pfaff ja, oder seine RAe, wohl sein Sohn oder der frühere DTU-Vorstand Dr. Eckert, Sozius von Frau Wisser, Vorgängerin von Dr. Engelhardt.

Klar ist es in meinen Augen alles andere als richtig, dass Björn Steinmetz Landesvorsitzender des Baden-Würtembergischen Tria-Verbandes ist, Sprecher der Landesverbände in der DTU und gleichzeitig Veranstalter des Kraichgau Triathlon. Seltsam, dass dann die Veranstalterabgaben im Zuge der Neuregelung der Startpaßgebühren runtergegangen sind und Glück für den Kraichgau Triathlon und seinen Veranstalter.

Nur, die Dinge, um die es jetzt geht, nämlich, ob die von den Landesverbänden zu zahlenden Beiträge auf der Basis der Mitgliederzahl berechnet wird, die an die Landessportbünde gemeldet werden oder auf der Grundlage der Meldungen Landesverband - DTU, sind schon lange so beschlossen worden. Und eben so, dass die LSB-Meldungen maßgeblich sein sollen. Bei dieser Regelung war der BTV mit beteiligt, gut oder schlecht, es ist ne demokratisch zustandegekommene Entscheidung, die zu akzeptieren ist. Zur Erläuterung: An den LSB werden üblicherweise wesentlich höhere Zahlen als an die DTU gemeldet. In Bayern (und in der Vergangenheit auch in anderen Landesverbänden) ca. Faktor 2.

Das Problem Steinmetz ist ein Baden-Würtembergisches und das muß auch dort gelöst werden. Es fragt sich allenfalls, ob jemand, der derartig "vernetzt" oder befangen ist, auch noch Sprecher der Landesverbände sein muß. Wohl nicht. Für die Vertreter der Landesverbände stellt sich da aber die ganz praktische Frage, ob sie von ihrer Freizeit, die sowieso durch das Ehrenamt zu nahezu 100 % aufgebraucht wird, noch den letzten Rest hergeben, oder das an jemand delegieren sollen, der sowieso Berufstriathlet ist. Das er andere Interessen hat, ist klar.

Letztlich: Kann mir irgendjemand mal ein Jahr nennen, in dem es den Verbänden mal um Sport gegangen ist?

Matthias75 25.09.2012 08:32

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Zitat:

Zitat von magicman (Beitrag 649807)
mal nebenbei

sind die Athleten von TEAM ERDINGER nicht alle Startpassinhaber beim BTV , hier trifft es dann ja auch einige Profis ??

Die Erdinger-Geschichte läuft meines Wissens über BaWü (siehe z.B. hier).

Zitat:

Zitat von brustschwimmer (Beitrag 649818)
Klar ist es in meinen Augen alles andere als richtig, dass Björn Steinmetz Landesvorsitzender des Baden-Würtembergischen Tria-Verbandes ist, Sprecher der Landesverbände in der DTU und gleichzeitig Veranstalter des Kraichgau Triathlon. Seltsam, dass dann die Veranstalterabgaben im Zuge der Neuregelung der Startpaßgebühren runtergegangen sind und Glück für den Kraichgau Triathlon und seinen Veranstalter.

Zum Thema Veranstalterabgaben gab's mal ein, wie ich finde lesenswertes Statement aus BaWü, siehe hier ab Seite 3.

Zitat:

Zitat von brustschwimmer (Beitrag 649818)
Nur, die Dinge, um die es jetzt geht, nämlich, ob die von den Landesverbänden zu zahlenden Beiträge auf der Basis der Mitgliederzahl berechnet wird, die an die Landessportbünde gemeldet werden oder auf der Grundlage der Meldungen Landesverband - DTU, sind schon lange so beschlossen worden. Und eben so, dass die LSB-Meldungen maßgeblich sein sollen. Bei dieser Regelung war der BTV mit beteiligt, gut oder schlecht, es ist ne demokratisch zustandegekommene Entscheidung, die zu akzeptieren ist. Zur Erläuterung: An den LSB werden üblicherweise wesentlich höhere Zahlen als an die DTU gemeldet. In Bayern (und in der Vergangenheit auch in anderen Landesverbänden) ca. Faktor 2.

Den Passus mit den Meldezahlen an den LSV hat auch Bayern in der Satzung, mit dem Zusatz, "soweit keine eigenen Erhebungen zur Verfügung stehen". Der BTV nimmt allerdings lediglich die Anzahl der Startpassinhaber als Berechnungsgrundlage für die Abgaben an die DTU, was ja voraussetzen würde, dass alle in Vereinen organisierte Triathleten einen Startpass haben. Auf der anderen Seite werden die höheren Zahlen gerne herangezogen, wenn's z.B. um öffentliche Förderungen geht.... Passt irgendwie nicht....

Matthias

brustschwimmer 25.09.2012 09:50

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 649822)
...Zum Thema Veranstalterabgaben gab's mal ein, wie ich finde lesenswertes Statement aus BaWü, siehe hier ab Seite 3.
...

Lesens- und bemerkenswert.
Bemerkenswert deshalb, weil Herr Steinmetz von Prämissen ausgeht, die ich nicht akzeptiere bzw. bei denen gegengesteuert werden muss. Und zu letzterem ist er aufgrund seiner Doppel- bzw. jetzt Dreifachposition nicht in der Lage, zumindest nicht ohne den Anschein der Befangenheit.

Warum sind die Abgaben für Großveranstaltungen zu hoch? Wenn wir als Verein mit Wettkämpfen mit 800 - 1000 Teilnehmern anteilmäßig unsere Abgaben entrichten, dann halte ich die natürlich auch für zu hoch. Ich sehe da jetzt nicht den großen Unterschied. Als Abteilungsleiter in einem dem Verband angeschlossenen Verein achte ich jedoch auch darauf, dass der Verband angemessen ausgestattet ist. Ich gehe aber davon aus, dass Herr Steinmetz als "Berufstirathlet" erst mal auf seine Kasse achtet. Ist kein Vorwurf, sondern menschlich. Und das steckt hinter der "Professionalisierung", nämlich, dass es "Berufstriathleten" gibt und die Masse der Triathleten dafür zahlen soll. Ich jedenfalls will den Sport auf ehrenamtliche Arbeit stützen.

Zum anderen: Die Veranstalterabgaben standen und stehen den Landesverbänden zu. Die DTU war also gar nicht berechtigt, über diese Abgaben zu verhandeln.

Und dann noch der Punkt
"Mittlerweile sind alle Großveranstalter in Deutschland in der Lage sich autark, ohne die Kooperation mit den LV´s bzw. der DTU, zu organisieren. Die Folge: Der Veranstalter in Hamburg zahlt keine Abgaben, weder an den Landesverband noch an die DTU. In Frankfurt gibt es LV- und DTU-unabhängige Kampfrichter und ein eigenes Dopingkontrollsystem. Auch hier führt der Veranstalter keine Abgaben an den Verband ab."
Genau da muss gegengesteuert werden. Da organisieren Vereine Jugendarbeit und Training, Verbände organisieren den Leistungssport, der Triathlon bekannt macht und private Veranstalter wollen sich die Knete unter den Nagel reißen. Da ist Herr Steinmetz in ner Zwickmühle.

Matthias75 26.09.2012 13:29

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Zitat:

Zitat von brustschwimmer (Beitrag 649824)

Warum sind die Abgaben für Großveranstaltungen zu hoch? Wenn wir als Verein mit Wettkämpfen mit 800 - 1000 Teilnehmern anteilmäßig unsere Abgaben entrichten, dann halte ich die natürlich auch für zu hoch. Ich sehe da jetzt nicht den großen Unterschied. Als Abteilungsleiter in einem dem Verband angeschlossenen Verein achte ich jedoch auch darauf, dass der Verband angemessen ausgestattet ist. Ich gehe aber davon aus, dass Herr Steinmetz als "Berufstirathlet" erst mal auf seine Kasse achtet. Ist kein Vorwurf, sondern menschlich. Und das steckt hinter der "Professionalisierung", nämlich, dass es "Berufstriathleten" gibt und die Masse der Triathleten dafür zahlen soll. Ich jedenfalls will den Sport auf ehrenamtliche Arbeit stützen.

Ich bin, was die Veranstalterabgaben angeht aus den oben genannten Gründen auch etwas zwiegespalten.

Ich kann die kommerziellen Anbieter aber auch verstehen. Im Prinzip bekommen sie die gleiche Leistung wie alle anderen, da die Anzahl Kampfrichter etc. wohl am ehesten von der Streckenlänge und der Teilnehmerzahl abhängt, zahlen aber für die gleiche Leistung mehr, da die Abgaben anhand der Höhe der Startgelder berechnet wurden. D.h. der Verband hat daran auch sehr gut verdient. Eigentlich wäre eine feste Abgabe pro Teilnehmer (abhängig von der Streckenlänge) fairer, würde aber wieder die kleinen Anbieter benachteiligen, da die Abgabe vermutlich im Verhältnis zum Startgeld sehr hoch ausfallen würde.

Dass man sich jetzt zusammengesetzt hat und einen Kompromiss ausgehandelt hat, finde ich eher gut, da man dadurch vermieden hat, den Streit auf dem Rücken der Sportler auszutragen (wie z.B. bei dem langen Hin-und-Her dieses Jahr in Köln).

Dass die Challenge Kraichgau diesen Weg gewählt hat, zeigt für mich, dass ihnen die Verbandsarbeit (inkl. Jugenarbeit etc.) nicht egal ist, sonst hätten sie, mit ihrer Challenge-Serie im Rücken sicher einen eigenen Weg beschreiten können.

Ob der Verband dem ganz freiwillig zugestimmt hat oder nur wenigstens einen Teil der Einnahmen sichern wollte, kann ich nicht beurteilen, finde aber, dass es zumindest ein Zeichen ist, dass man mit dem Verband über solche Dinge diskutieren kann und es möglich ist, eine gemeinsame Basis zu finden.

Matthias

brustschwimmer 26.09.2012 15:33

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Das Argument der hohen Startgelder und hohen Abgaben läßt sich doch auch gut anders herum betrachten. Warum soll unsere Abteilung darunter leiden, dass sämtliche Leistungen ehrenamtlich erbracht werden und deshalb der Verein den Wettkampf "billig" anbieten kann. Der Verband hat doch im Interesse der Sportler ein Interesse daran, dass die Startgelder niedrig sind. Warum soll z.B. der ATV Hückeswagen, bei dem die Halbdistanz 54 EUR Startgeld kostet, das gleiche zahlen, wie Uwe Jeschke, der für die Halbdistanz in Köln selbst bei der Early Bird Anmeldung 150 EUR nimmt.

Nebenbei: Die Startgelder bei Vereinsveranstalter kommen letztlich wieder dem Sport zugute, hinter den kommerziellen Veranstaltern stehen Firmen bzw. Personen. Nix gegen Gewinnoptimierung, das sind Firmen und deren Zweck ist es, Knete zu machen. Ich bin auch selbständig und wenn mir jemand nen Stundensatz von 500 EUR bieten würde, hätte ich keine Hemmungen, den zu zahlen.

Mich nervt nur dieses Rumgeheule, dass "das alles viel zu hoch" ist. Das machen die Unternehmer (also auch ich) schon seit Hunderten von Jahren, kennen wir. Dazu kommt, dass BS auf beiden Seiten steht und mit sich selbst verhandelt: Als Veranstalter und Unternehmer einerseits, als Verbandsvertreter, mithin als Vertreter der Kunden. Dass da vorsichtig formuliert, zumindest die Gefahr besteht, dass ihm das Hemd näher als die Jacke ist, liegt doch auf der Hand.

TriMartin 26.09.2012 15:47

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Bei den Verstalterabgaben handelt es sich nicht um die Bezahlung der vom Geschäftspartner erbrachten Leistungen. Die Frage, was bekomme ich als Veranstalter für meine Abgaben konkret für meine Veranstaltung ist somit nicht angebracht. So werden Kampfrichter etwa in NRW gesondert abgerechnet.
Mit den Veranstalterabgaben sollen die Veranstalter einen Beitrag zur Finanzierung des Triathlonsports in Deutschland leisten.
Da Triathlon eigentlich eine reine Wettkampfsportart bzw. Veranstaltungssportart ist (wer macht schon im Training einen privaten Triathlon?), werden auf diesem Wege alle Triathleten an der Finanzierung des Triathlonsports beteiligt (letztendlich zahlt der Athlet, nicht der Veranstalter die Abgaben über sein Startgeld!).
Große Veranstalter profitieren am Interesse des Triathlonsports stärker als kleine Veranstalter. Daher sollen und können sie einen höheren Beitrag zahlen.

Mehr zu schreiben, wäre ein anders Thema. Interessanter ist an dieser Stelle eher der Hinweis, dass im Jahr 2010 Pfaff und Steinmetz zusammen mit anderen eine eigenen, gegen die Regeln der DTU verstossende Regelung für Süddeutschland verabschiedet haben. Und heute kämpfen sie gegeneinander und der eine erzählt etwas vom Einhalten von Regeln. (Hat in 2011 der BWTV eigentlich Veranstalterabgaben an die DTU abgeführt, so wie es die DTU-Regeln vorsehen, oder sich am eigenen Vertrag mit BTV und Challenge orientiert?)

Die Triathlonverbandsarbeit in Deutschland hat schon länger ein selbstverschuldetes Glaubwürdigkeitsproblem, das durch die Arbeit dieser Protangonisten nicht kleiner wird.

ender 26.09.2012 17:03

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
bei dem streit dtu - btv geht es gar nicht um veranstalterabgaben, sondern um mitgliedsbeiträge.

TriMartin 26.09.2012 17:25

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Ja, formal geht es um Mitgliedsbeiträge.
Dass man aber nicht auf dem Rechtsweg diese einklagt (Kosten trägt der Verlierer), sondern den BTV aus der DTU ausschließt, zeigt, dass die ganze Angelegenheit auch eine andere Dimension hat.
Niemand, oder fast niemand kann daran interessiert sein, dass dauerhaft die Bayern keinen DTU-LV haben.
Also gibt es jetzt nur zwei Lösungen: Der BTV kehrt mit einer neuen Führung in die DTU zurück oder ein neuer LV (wie damals in NRW) tritt an die Stelle des BTV.
Es geht also nur vordergründig um Beiträge, Hauptziel ist aber eine Veränderung im Präsidium des BTV. Und der Ausschluß soll die Bayern wachrütteln.
Und dieser Zwist hat eine Vorgeschichte, und daran sind Personen beteiligt, und darum geht es in den obigen Beiträgen!

ender 26.09.2012 17:28

AW: Bayern verklagt die DTU. Wie seht ihr das?
 
Zitat:

Zitat von TriMartin (Beitrag 649871)
....Und dieser Zwist hat eine Vorgeschichte, und daran sind Personen beteiligt, und darum geht es in den obigen Beiträgen!

aus meiner sicht ging es auch bei der vorgeschichte nie wirklich um veranstalterabgaben, sondern nur um verletzte eitelkeiten.


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