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Langdistanz und halbe Sachen Alles zur Ironman- und Ironman 70.3 Weltserie, den Hawaii-Qualifikationsrennen in Frankfurt am Main, Österreich, Schweiz und Europa, sowie der Half-Challenge und Challenge Serie mit den Rennen in Roth und Co.

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Alt 05.07.2011, 13:46   #1
schneck-attack
Nordic Walker-Hinterherhechler
 
Registriert seit: 15.11.2006
Ort: Dachau
Beiträge: 15
Strecken-Doping der Veranstalter

Hallo Zusammen,

normalerweise schreib ich eher selten in Foren aber jetzt würde mich doch mal Eure Meinung/ Erfahrung interssieren. Nachdem ich jetzt doch schon einige verschiede Langdistanzen und auch andere Wettbewerbe gemacht habe stelle ich immer wieder fest, dass die Streckenlängen seltenst mit den eigentlich vorgegebenen oder ausgeschriebenen Längen übereinstimmen und ich glaube nicht, dass ich meinen Tacho bzw. Garmin komplett falsche einstelle bzw. die Geräte so falsch messen.

Es wird oft über Doping gesprochen. Aber ist das nicht auch in gewisser Weise Betrug am Sportler und an der Öffentlichkeit?

Ich rede nicht von ein paar Metern hin oder her aber nehmen wir mal z.B.
Roth:
Dort ist die Radstrecke definitiv keine 180km lang sondern eher 2-4km kürzer. Vom Marathon weiss ich es nicht.
Klagenfurt:
Ich bin dort noch nicht gestartet aber lt. Angaben mehrerer Starter hat keine einzige der Teilstrecken die richtige Länge. Radstrecke angeblich 176km und der Marathon soll nicht mal auf 41km kommen.

Was zählt da dann bitte eine Weltbestzeit, wenn sich die Veranstalter darin überbieten die Strecken immer wieder mal ändern, nur um diese wieder mal kürzer zu machen???
Ich selbst war in Roth letztes deutlich unter 9 Std. und wäre das auch bei korrekter Radstrecke geblieben. Wenn sichs aber nur um ein paar Minuten gehandelt hätte, hätte ich mir vermutlich anhören müssen: "auf einer anderen Strecke hätte es nicht gereicht"! Will man das?

Ein weiteres Beispiel, der Ötztaler Radmarathon. Der hat ca. 10km weniger und 300 Höhenmeter weniger als ausgeschrieben. So falsch können die Tachos und Höhenmesser der Teilnehmer gar nicht messen.

Als positives Beispiel fällt mir da nur Frankfurt ein. Da wird auch mal ohne Neo geschwommen und die Strecken (wenn auch zwangsweise) verlängert anstatt verkürzt.

Klar, bei machen Strecken fehlen vielleicht die verkehrstechnischen Alternativen aber dann sollten die Kilometerangaben halt angepasst werden.

Seh ich das zu eng? Wenn man sauberen Sport will, solls auch da sauber sein und die Strecken nicht auf der "längstmöglichen" sondern der Ideallinie vermessen werden.
schneck-attack no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 15:02   #2
ender
Mod, die rechte und linke Hand vom Chef
 
Benutzerbild von ender
 
Registriert seit: 21.05.2002
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Alter: 48
Beiträge: 6.873
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Zitat:
Zitat von schneck-attack Beitrag anzeigen
Als positives Beispiel fällt mir da nur Frankfurt ein. Da wird auch mal ohne Neo geschwommen und die Strecken (wenn auch zwangsweise) verlängert anstatt verkürzt....
war es nicht in franfurt, wo vor ein paar jahren viele das schwimmen wandernderweise am nur hüfttiefen uferrand absolvierten?

Zitat:
Zitat von schneck-attack Beitrag anzeigen
Klar, bei machen Strecken fehlen vielleicht die verkehrstechnischen Alternativen aber dann sollten die Kilometerangaben halt angepasst werden.
das sehe ich ähnlich. wenn zb in roth 2-4 radkilometer fehlen, hätte ich eigentlich keine lust noch in ne nebenstraße abzubiegen, 1km hochzufahren, umzudrehen und wieder 1km zurück, nur um die fehlenden 2 kilometer zu machen. die veranstalter würden sich aber keinen zacken aus der krone brechen, dann auch von 3,8 - 178 - 42,195 zu reden. allerdings sehe ich auch ein, das es vermarktungstechnisch gerade für roth der supergau wäre, denn damit würden sie ale ansprüche auf weltbestzeiten abgeben....

Zitat:
Zitat von schneck-attack Beitrag anzeigen
....Seh ich das zu eng? Wenn man sauberen Sport will, solls auch da sauber sein und die Strecken nicht auf der "längstmöglichen" sondern der Ideallinie vermessen werden.
das siehst du ein bischen eng. jedes rennen für sich läuft sauber ab, da ja alle dieselbe strecke zu absolvieren haben. die exakte streckenlänge spielt eigentlich nur eine rolle, wenn man anfängt, rennen untereinander zu vergleichen. und das ist, auch mal unabhängig von der streckenlänge, sowieso unsinn, da man vll noch die streckenlängen anpassen kann, aber nie die höhenprofile, wetterverhältnisse usw........
ender no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 15:19   #3
druski
Mit Stirnlampe auf dem Kopf Renner
 
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Beiträge: 461
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Ich glaube, die Veranstalter eines Dot-M Berwerbes müssen 3,8-180-42km auschreiben, weils von der Marke "Ironman" so vorgeschrieben wird!

Und auf einer solchen Strecke punktgenau 180km hin zu kriegen ist ohne kurze Pendelstrecke ohnehin nicht möglich.
Beim Ironman Austria wurde heuer so eine Pendelstrecke eingefügt, weil die Wechselzone versetzt wurde. Dafür war aber auch der Weg vom Schwimmaustieg bis zur T1 sehr sehr lang... würd mal sagen so um die 500m. - War zwar für uns Zuschauer genial, aber für die Athleten sicher hart.

Von den Zeiten her spielen aber viel mehr Faktoren eine große Rolle. Einer der Größten ist sicher das Wetter! So ein absolut perfektes Rennwetter, wie heuer beim IM Austria wirds so schnell nirgends mehr geben. Kaum Wind auf der Strecke (und der leichte Hauch kam sogar von der günstigeren Seite) und Temperaturen um 20°C. Außerdem auch Höhenmeter, Asphalt-Zustand, Höhenlage und die Anzahl der Race-Marshalls um Windschattenfahren zu verhindern.

Generell bin ich der Meinung, das man die Zeiten verschiedener Wettkämpfe nie miteinander vergleichen kann/darf!
druski no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 17:05   #4
Fetti
Leihfahrradfahrer lass ich links liegen
 
Registriert seit: 04.02.2011
Ort: München
Beiträge: 203
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Ist doch völlig wurscht. Letztlich vergleicht man sich im Wettkampf, und da müssen alle über die gleiche Strecke. Verliert/gewinnt ja keiner was weil einer 8:58 in Klagenfurt braucht und Jemand anderer 9:05 in Frankfurt.

Ob's dann lächerlich ist wenn Leute die auf 'ner "halbwegs sauberen" MD z.B. eine 4:33 haben und dann Klagenfurt in 8:51 finishen ist eine andere Frage. Es wird aber wohl kaum Jemand selbst einen Extre-Umweg fahren um die 180 bzw. 42 vollzumachen und das ist auch nur zu verständlich...
Fetti no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 17:34   #5
schneck-attack
Nordic Walker-Hinterherhechler
 
Registriert seit: 15.11.2006
Ort: Dachau
Beiträge: 15
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Klar, da geb ich Euch schon Recht.
Vergleichen kann man sowieso nie wg. Streckenprofil, Witterung usw. und natürlich vergleicht man sich eh nur innerhalb eines Rennens.
Und klar, wenn ich eine neue Bestzeit haben will startet man natürlich nicht auf Lanzarote o.ä.

Mir gehts auch mehr um die Ehrlichkeit der Vermarktung. Jeder will die schnellste, tollste, schwerste oder sonst was Strecke haben und prahlt dann damit aber dann stimmen die Angaben halt hinten und vorne nicht! Klar darf man das nicht überbewerten und bisserl Toleranz ist auch o.k. aber gewisse Grenzen sollte man einhalten.

Trotzdem:
Ein Usain Bolt läuft halt auch immer genau 100m und nicht 95m und ein Phelps schwimmt auch 200m und nicht 196m. Auch da sind die Bedingungen (Bahnbelag, Wasser, Wetter, Schwimmanzüge) nicht immer die Gleichen aber zumindest die Strecke stimmt.

Wenn das "hochpushen" so weiter geht, schwimmt man irgenwann zusätzlich auch noch in Flüssen mit Rückenströmung und fährt Rad und läuft ab abschüssigen Strecken usw.
schneck-attack no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 18:11   #6
Fetti
Leihfahrradfahrer lass ich links liegen
 
Registriert seit: 04.02.2011
Ort: München
Beiträge: 203
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Zitat:
Zitat von schneck-attack Beitrag anzeigen
Wenn das "hochpushen" so weiter geht, schwimmt man irgenwann zusätzlich auch noch in Flüssen mit Rückenströmung und fährt Rad und läuft ab abschüssigen Strecken usw.
Selbst wenn - um was geht es dir? Darum, dass du einem tollen Wettkampf teilnimmst, das Beste aus dir herausholst und stolz auf deine Leistung und ggf. Platzierung bist (egal unter welchen Bedingungen und egal wie lang die Strecke ist) oder weil du deinen Kumpels von deinen Leistungen erzählen willst und Sorge hast, dass sie dich nicht ernst nehmen?
Fetti no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 18:33   #7
X S 1 C H T
'Norminator' und 'HellOnWheels' Terminierer
 
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Alter: 32
Beiträge: 4.148
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Frankfurt positiv ? Da muss ich ja lachen. Nur weil es 1x ne längere Radstrecke war. Ansonsten ist es dort genauso wenig genau wie in Roth, Klafu, usw.
X S 1 C H T no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 22:54   #8
lotusbleu
Leihfahrradfahrer lass ich links liegen
 
Registriert seit: 29.07.2005
Beiträge: 217
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Zitat:
Zitat von schneck-attack Beitrag anzeigen
Klar, da geb ich Euch schon Recht.
Vergleichen kann man sowieso nie wg. Streckenprofil, Witterung usw. und natürlich vergleicht man sich eh nur innerhalb eines Rennens.
Und klar, wenn ich eine neue Bestzeit haben will startet man natürlich nicht auf Lanzarote o.ä.
Doch, dann hast du eben ne Lanza Bestzeit und ne Frankfurt Bestzeit etc...

Aber du hast schon Recht in deinen Gedankengängen, besser wär es wenn die tatsächliche Streckenlänge angegeben wird - eben um zu vergleichen.

Ich finde zu kurze Strecken einfach Mist - bezahlt habe ich für die Ganze und die will ich auch.
lotusbleu no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 23:16   #9
Houellebecq
Jedermännchen
 
Benutzerbild von Houellebecq
 
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Beiträge: 301
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Zitat:
Zitat von Fetti Beitrag anzeigen
Ist doch völlig wurscht. Letztlich vergleicht man sich im Wettkampf, und da müssen alle über die gleiche Strecke. Verliert/gewinnt ja keiner was weil einer 8:58 in Klagenfurt braucht und Jemand anderer 9:05 in Frankfurt.

Ob's dann lächerlich ist wenn Leute die auf 'ner "halbwegs sauberen" MD z.B. eine 4:33 haben und dann Klagenfurt in 8:51 finishen ist eine andere Frage. Es wird aber wohl kaum Jemand selbst einen Extre-Umweg fahren um die 180 bzw. 42 vollzumachen und das ist auch nur zu verständlich...
Schön gesagt!

Man sollte diese "KM-Problematiken" wirklich nicht zu ernst nehmen, deshalb schon gar kein Riesen Theater inszenieren.

Diese hoch nervige und apodiktische ICH-WILL-PEINLICH-GENAU-VERMESSENE-WETTKÄMPFE Gehabe ist doch völlig entbehrlich.

Geht es allerdings um Weltbestzeiten und Rekorde, sollten sich Veranstalter mit ihrem WELTREKORD Geschrei ebenfalls nobel zurückhalten.
Houellebecq no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2011, 23:57   #10
sailorck
Jedermännchen
 
Registriert seit: 17.09.2008
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Beiträge: 239
AW: Strecken-Doping der Veranstalter

Zitat:
Zitat von schneck-attack;
schwimmt man irgenwann zusätzlich auch noch in Flüssen mit Rückenströmung
Gibt es beim Bonn Triathlon im Rhein
sailorck no ha iniciado sesión   Mit Zitat antworten
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Klagenfurt, Roth, streckenlänge

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