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pointex 15.11.2011 11:11

Bier gegen Sekt
 
ich hatte letzte woche eine sehr interessante entdeckung gemacht.
meine frau hatte am samstag geburtstag, ab 14.00 uhr bis 02.00 durchgehend gäste und den dazugehörigen bedienungsstress. ich für meinen teil hab ganz gentlemenlike den größeren teil der bewirtung, sowie die logistik übernommen. wie gingen gleichzeitig ins bett und schliefen beide 8 stunden durch.
bei der feier trank ich 2 x o,5 lt radler und 2 x 0,25 lt rotwein und einen schluck sekt. meine frau nur sekt und etwas wein, in summe auch nicht mehr, wir waren beide nicht betrunken.
am folgenden tag waren wir auf unserer hausrunde laufen. 12 km mit etwa 90 hm bei 7 grad im grundlagentempo. wir sind beide langstrecken erprobt und laufen immer mit max. 1-2 beats/min differenz das gleiche tempo. an diesem tag jedoch musste ich gleich von anfang an bremsen da meine frau erhöhten puls hatte. sie 145 und ich gerade mal 130. bis zum ende wurde die differenz zwar etwas kleiner, aber die auswertung des trainings ergab einen durchschnittspuls für 142 für sie und 135 für mich. ein infekt oder krankheit kann auch ausgeschlossen werden.
meine vermutung wäre jetzt, bier und rotwein wirken sich auf das herz-kreislaufsystem günstiger aus als sekt. oder gibts etwas was ich übersehen habe? übrigens wir sein beide 43 jahre jung.

deirflu 15.11.2011 11:21

AW: Bier gegen Sekt
 
Es gibt so viele Einflussfaktoren die den Puls verändern können dass man das wohl kaum an einem bestimmten festmachen kann.

Ob jetzt Rotwein einen "positiven" Einfluss auf den Puls hat kann ich aber auch nicht beurteilen, würde mich aber aufgrund des Zeitunterschiedes zwischen Konsum und Sport aber eher verwundern.

ender 15.11.2011 11:25

AW: Bier gegen Sekt
 
ich denke mal das lag dann einfach am stress vom vortag, den ihr unterschiedlich gut weggesteckt habt.
das an einem oder 2 gläsern sekt oder wein festmachen zu wollen halte ich für abenteuerlich.

Ralph 15.11.2011 11:36

AW: Bier gegen Sekt
 
hmmm, interessante Theorie. Alkohol ist an sich ja ein sehr guter Energieträger. Vielleicht kannste noch mal ausrechnen, wer mehr Alkohol zu sich genommen hat.
Ein weiterer Effekt könnte sein, dass Alkohol entwässert. Falls du insgesamt mehr Flüssigkeit zu dir genommen hast (Sekt hat ja relativ viele Prozente), warst du vielleicht am nächsten Tag besser hydriert als deine Frau.
Den Aspekt mit der Infektion würde ich nicht ganz ausschließen. Oft sind die Verläufe nicht offensichtlich, d.h. das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, die Krankheit bricht aber nicht aus.
Last not Least, kann natürlich eine unterschiedliche Vorbelastung der Grund sein (Stress kann auch eine Vorbelastung sein).

Würd mich mal interessieren, wie allgemein die Erfahrungen mit Alkoholgenuss und sportlicher Belastung am nächsten Tag waren.
Früher hieß es ja immer, dass Athleten am Vorabend vor dem großen Wettkampf ein "rohes Steak", keinen Sex und kein Alkohol haben sollten. Die Theorie ist ja zumindestens teilweise wiederlegt.

pointex 15.11.2011 11:49

AW: Bier gegen Sekt
 
die vorbelastung war für mich eigentlich höher, da ich ihr die zeit bis zum eintreffen der gäste frei gegeben hatte und frühstück bzw mittagessen durch mich und die tochter gemacht wurden, während sie entspannt auf der couch ein buch las.
die menge in liter war bei mir etwas höher, aber bier hat ja bekanntlich weniger prozente und damit auch weniger cal denke ich.
der aspekt mit der entwässerung hat mein interesse geweckt.
vermutlich ist bier doch ein sportgetränk:prost::prost:

Milorz 15.11.2011 12:11

AW: Bier gegen Sekt
 
Zitat:

Zitat von Ralph Schick (Beitrag 631763)
Würd mich mal interessieren, wie allgemein die Erfahrungen mit Alkoholgenuss und sportlicher Belastung am nächsten Tag waren.
Früher hieß es ja immer, dass Athleten am Vorabend vor dem großen Wettkampf ein "rohes Steak", keinen Sex und kein Alkohol haben sollten. Die Theorie ist ja zumindestens teilweise wiederlegt.

Hi,

hab neulich ordentlich getrunken (750ml Wein) und war am nächsten Tag bei relativer Kälte am frühen morgen (so um Null Grad) lang und langsam radfahren. Leistungsniveau war normal, Puls leicht erhöht, was aber am Schlafmangel lag. Alkohol als Energieträger? Kalt war mir jedenfalls nicht;-).

Ich glaube, bitte nicht festnageln, der Steffney empfiehlt in seinem Buch "perfektes Marathontraining", kann auch woanders stehen, am Vorabend vor dem großen Tag (Hauptwettkampf) ein Bier oder ein kleines Glas Wein - nicht mehr(!). Damit kann ich selbst wenig anfangen, weil es die Fokussierung stört. Aber vllt. soll ja genau das damit bezweckt werden?

Gruss

brustschwimmer 15.11.2011 12:16

AW: Bier gegen Sekt
 
Zitat:

Zitat von Ralph Schick (Beitrag 631763)
...Früher hieß es ja immer, dass Athleten am Vorabend vor dem großen Wettkampf ein "rohes Steak", keinen Sex und kein Alkohol haben sollten. Die Theorie ist ja zumindestens teilweise wiederlegt.

Inwiefern? Isses schlimm, wenn ich nur alk-freies Bier trinke und statt des Steaks nur Mettbrötchen esse (die Zwiebeln jetzt mal außen vor gelassen)? ;-)

captain hook 15.11.2011 12:24

AW: Bier gegen Sekt
 
ein ehemaliger sehr guter DDR marathonläufer, der anschließend auch sehr erfolgreich als trainer arbeitete sagte mal zu mir:

trink mal ab und an nen bier, das hält die leber elastisch.

sowohl er als auch einige seiner doch sehr erfolgreichen athleten lebten nicht wirklich abstinent. :-) ihren leistungen hat das offensichtlich nicht dramatisch geschadet.

mir bekommt alc nicht besonders gut. mehr als ganz selten nen weizen zum essen haut mich um und es geht nichts mehr. beine schwer, kopf dick.

su.pa 15.11.2011 13:15

AW: Bier gegen Sekt
 
ui, das war aber eine enorme Vorbelastung mit Frühstück und Mittagessen machen, Respekt, dass Du das durchgestanden hast ;-)

Im Ernst, ich glaub, dass man nicht außer Acht lassen darf, dass Frauen weniger Alkohol vertragen als Männer. Sie wird wahr. auch weniger wiegen als Du?

Ich hab bei mir festgestellt, dass ich Bier besser vertrage als Wein und es darauf geschoben, dass beim Bier ja Mineralstoffe etc. mitgeliefert werden und man etwas mehr Flüssigkeit zu sich nimmt.

Das Viertel Wein am Abend vorm Wettkampf hab ich auch schonmal gehört, aber eher um die Nervosität zu bekämpfen, weniger weil´s irgendeine körperliche Wirkung hätte.

Und das mit dem Leber elastisch halten halte ich eher für so einen Mythos wie Alkohol rausschwitzen.

Hirschturbo 15.11.2011 13:23

AW: Bier gegen Sekt
 
Ist ein Vergleich Äpfel mit Birnen. Hängt auch von individueller Verstoffwechselung und dem Essen und den Essenszeitpunkten ab. Auch denen vom Tag vor dem Fest.

Kann auch sein dass sie am Morgen eine Tasse Kaffee mehr als du getrunken hat. Oder beide Kaffee, sie jedoch einen stärkeren.


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