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Will kein „Papierprofi“ sein

Clemens Coenen:
Will kein „Papierprofi“ sein

20. Mai 2009 von Christian Friedrich

hawaii-2008Als Amateur ist er schon Europa- und Weltmeister auf der Langdistanz, jetzt will es Clemens Coenen als Profi probieren und wissen. Was ihm wichtig ist und was er noch erreichen will erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


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Kurze Vita vorab:
Name: Clemens Coenen
Wohnort: Lemgo
Geburtstag: 22. Juni 1978
Größe/ Gewicht: 182 cm/ 72-78 kg

Du warst 2008 der beste Amateur beim Ironman Hawaii. Dieses Jahr startest Du als Profi, allerdings nicht in Hawaii. Wie kommt´s?

Zum einen erlischt das Startrecht, welches man als Amateurweltmeister hat automatisch bei einem Wechsel in die Profiklasse. Ich müsste mich also dieses Jahr erneut als Profi qualifizieren. Das geht im Sommer bei meinem Start bei der Challenge in Roth ja nicht.

Zum anderen habe ich den Anspruch, meine Platzierung von 2008 auf Hawaii deutlich zu verbessern. Der dafür nötige Leitungssprung ist für mich realistisch gesehen nicht innerhalb eines Jahres zu schaffen. 2010 bin ich wieder am Alii Drive!

Darüber hinaus erwarten meine Frau und ich im September unser erstes Kind und da will ich mich nicht gleich in den Pazifik absetzen. Bei allem Profitum – Familie geht vor.

Du warst bereits mal als Profi gestartet und startest dieses Jahr wieder als Profi. Liebst Du die Abwechselung?

Nein, ich wäre nach 2005 schon gerne „Profi“ geblieben. Leider hat sich in dem Jahr gar nichts zu meinen Gunsten verändert. Ein 7. Platz auf Lanzarote ist doch keine Eintrittskarte für die Pro-Klasse.

Für meinen Start auf Hawaii hatte ich kein vernünftiges Material und anstatt viel zu trainieren musste ich jobben um den Trip zu finanzieren. Das war amateurhaft und ich wollte kein „Papierprofi“ mehr sein. Das Geld für den nötigen Elitepass investierte ich im Frühjahr 2006 dann lieber in einen Flug nach Mallorca…

Dieses Jahr versuche ich es erneut – die Ausgangssituation ist jetzt eine ganz andere und gerade im Ausrüsterbereich hat sich enorm was getan. Außerdem – das klingt vielleicht blöd – aber bei den Amateuren kann ich nichts mehr gewinnen. Ich war dort Ironman Europa- und Weltmeister. Mal gucken ob da bei den Profis noch was geht!


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