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Claudia Webers Blog Nr. 6: Etappe Eins vor dem Ironman 70.3 Wiesbaden: Geschafft!

Das erste kleine Etappenziel zum Ironman Wiesbaden 70.3 ist geschafft. Am Wochenende habe ich meine erste kleine Mitteldistanz mit der Titanhüfte gefinisht, bis dahin war es aber ein hartes Stück Arbeit die letzten Wochen.

Erste Mitteldistanz mit Titanhüfte

Thomas Wenning, einmaligNach einer aus gesundheitlichen Gründen einwöchigen Trainingspause  lief in der Woche vor dem Triathlon in Lindau alles nach Plan. Na ja, das Schwimmen ist immer noch nicht so wirklich mein Element, trotz vieler Schwimmeinheiten, bekomme ich die Umsetzung der langen Schwimmeinheiten im Training, zum Wettkampf noch nicht hin. Zwischen den Kraul Phasen muss ich immer noch ein wenig Brustschwimmen. Jetzt in Lindau war dazu noch die Schwierigkeit, zum ersten mal im Freigewässer die Strecke von zwei Kilometern zu kraulen.

Nach der Anreise am Freitagabend, ging es am Samstag in der Frühe zur Streckenbesichtigung. Der Bodensee hatte 17.2° Grad und es herrschte an diesem Morgen ein kräftiger Wind, so hatte ich mir das natürlich nicht gewünscht. Nach einer kleinen Laufeinheit von 30 Minuten, war mein Training für den Tag beendet, aber ich wollte am Nachmittag mal mit Neo in den See. Also wieder zurück zum Hotel und noch ein wenig ausruhen, doch dann kam der Schock. Mein Fahrrad, das ich am Anreisetag mit auf das Hotelzimmer genommen hatte, war nicht mehr da!

Wo ist das Fahrrad?

Die Rückfrage bei der Hotelchefin ergab, dass sie mein Rad einfach in den Fahrradkeller gebracht hatte. Darüber war ich natürlich nicht erfreut, so drehte ich schnell mal eine Proberunden, um zu checken, ob noch alles richtig eingestellt war. Das Wasser beim anschließenden Probeschwimmen im Bodensee war ok und der Wind hatte schon nachgelassen, dem Wettkampf stand nichts im Wege. Gegen Abend holte ich die Startunterlagen beim örtlichen BMW Händler, dem Hauptsponsor der Veranstaltung ab.

Der kleine Test

Thomas Wenning, einmalig

Für mich galt es jetzt, zwei Kilometer zu schwimmen mit zwei Runden à einem Kilometer im Bodensee, sowie neun Runden auf einer Wendepunktstrecke von 5,6 Kilometern (50,4 Kilometer gesamt) zu radeln, sowie 15 Kilometer in sechs Laufrunden à 2,5 Kilometern zu absolvieren.

Ich sage nur: die zwei Kilometer Schwimmen waren echt harte Arbeit für mich, die Wassertemperatur von 16 Grad machten mir nichts aus, außer, dass ich beim Landgang meine Füsse nicht mehr gespürt habe, und während des Neoausziehens einen blöden Krampf in der Wade bekam. Dann aber auf das Rad und los ging es zur nächsten Disziplin, die ich ohne Schwierigkeiten absolvierte. Auf der Laufstrecke sagte ich mir immer wieder, nicht zu schnell laufen, sonst rächt es sich ganz schnell. Da man pro Laufrunde ein Gummiband bekam, war mein ständiger Gedanke: jetzt hole ich mir Band Eins, jetzt hole ich mir Band Zwei usw. Man braucht halt immer ein Ziel vor Augen und wenn es das Naheliegendste ist, an diese Bänder zu denken, auch egal, die Hauptsache ist, durchzuhalten und nicht aufzugeben, die Zeit ist dabei erst einmal sekundär.

Thomas Wenning, einmalig

Glückliches Finish

Als ich ins Ziel lief viel der ganze Stress von mir ab und ich musste erst einmal vor Ergriffenheit weinen, dass ich es geschafft und durchgehalten hatte, denn während es Schwimmens war es für mich ehrlich gesagt noch nicht so ganz klar, ob ich wirklich finishen würde.

Bis zum Ironman 70.3 Wiesbaden sind es nun noch zwölf Wochen…

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Fotos: Thomas Wenning

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