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Remis im Duell Böcherer gegen Kienle

CityTriathlon Heilbronn:
Remis im Duell Böcherer gegen Kienle

29. Mai 2011 von Meike Maurer

Vor drei Wochen hatte Sebastian Kienle noch die Nase in Buschhütten vorne, heute hieß der glückliche Sieger Andi Böcherer, nachdem der weitere große Favorit um die Krone beim CityTriathlon in Heilbronn, Michael Raelert, kurzfristig wegen eine Erkältung seinen Start zurückgezogen hatte.


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Als Revanche für Buschhütten sah Andi Böcherer seinen Sieg im Ziel allerdings nicht, „jedes Rennen, ist ein neues Rennen, aber es bedeutet mir natürlich viel – denn gegen Sebi gewinnt man natürlich nicht alle Tage“, äußert sich der 28-jährige mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht im Ziel. Er ließ es sich übrigens auch nicht nehmen, den Triumph mit seinem kleinen Töchterchen auf dem Arm im Zielbereich ausgiebig zu feiern.

Einfach die Nummer eins an diesem Tag

Bereits mit rund 1:40 Minuten Vorsprung war der Profitriathlet aus Freiburg nach 2 km Schwimmen aus dem circa 20,5 Grad warmen Neckar gestiegen. Auch auf der sehr anspruchsvollen 70 km Radrunde durch die „schwäbische Toskana“ konnte Böcherer den Vorsprung halten, nachdem Sebastian Kienle zwar bei Kilometer 50 den Abstand auf eine Minute verkürzen konnte, dann aber im weiteren Verlauf des Radkurses diese Zeit wieder einbüßte.

Vielleicht lag es daran, dass der 26-jährige Lokalmatador Kienle diese Mal nicht auf seine Zeitfahrmaschine gesetzt hatte, sondern mit einem normalen Straßenrad mit Aufsatz unterwegs war und das Wetter zwar sehr warm, aber extrem windig war. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass „ es einfach nicht ganz optimal“ bei Sebi lief. „Es war eben nur ein durchschnittlicher Tag bei mir, ohne den richtigen Bums in den Beinen – und wenn man das einmal merkt, ist es sehr schwer, alles zu geben, weil man sich die ganze Zeit die Frage stellt, woran das liegen könnte“, meinte der 26-jährige etwas erschöpft im Ziel.

Denn auch beim Laufen war gegen Andi Böcherer kein Kraut gewachsen, so dass der Vorsprung im Ziel noch auf 3:41 Minuten anstieg.

Kienle dazu: „Natürlich fuchst das einen auf der Strecke, aber Andi ist einer, von dem man sich schon einmal schlagen lassen kann – auch wenn ich weiß, dass ich für Roth langsam richtig fit werde und eigentlich mehr drauf habe.“

Überraschungsdritter wurde im Männerrennen Andreas Dreitz aus Lichtenfels, der noch vor dem zweiten Lokalmatadoren Felix Schumann ins Ziel auf dem Heilbronner Rathausplatz einlaufen konnte.

Der neue Baden-Württembergische Meister über die Mitteldistanz heißt Rainer Schniertshauer von der TV Dettingen/Iller. Er wurde in einer Zeit von 3:10:27 Fünfter gesamt.

„Richtiger Beinbrecher heute“

Dass die Radstrecke Richtung Zaberfeld mit ihren vielen Anstiegen, Kurven und Engstellen heute alles andere als ein Kinderspiel war, konnte auch der Sieger im Ziel bestätigen, „ durch den Wind war die Strecke ein richtiger Beinbrecher.“ Dennoch hatte Böcherer auch beim abschließenden Laufen richtig gute Beine und konnte mit langen Schritten noch einmal Dampf machen, was den 28-jährigen Familienvater für das 70.3-Rennen in Rapperswil am kommenden Wochenende vermutlich sehr zuversichtlich stimmen wird.

Und danach wird weitergeplant: Hawaii sollte es 2011 schon sein – und je nach WTC-Punktestand wird dann noch ein 70.3-Rennen oder ein Ironman folgen.

Schweizer Uhrwerk tickt unaufhaltsam

Das Rennen der Frauen war ein klarer Fall für die Schweizer Top-Favoritin Caroline Steffen. Bereits beim Schwimmen konnte ihr nur Mignon Vatlach vom Ejot Team Buschhütten an den Fersen bleiben. Meike Krebs und Katja Rabe mussten schon nach der ersten Disziplin einen gewaltigen Rückstand auf Steffen in Kauf nehmen, der auch auf dem Rad nicht mehr kleiner wurde.

Obwohl die Frankfurterin Meike Krebs eine super Rennen auf dem Rad machte, konnte sie Steffen zu keinem Zeitpunkt gefährden. Die Schweizerin stieg mit einem erheblichen Vorsprung vom Rad und konnte so quasi zu einer Art Testlauf über die abschließenden 15 Kilometer durch die Heilbronner City starten, ohne an ihre Grenzen gehen zu müssen.  Ebenso wie Böcherer wird auch Steffen am kommenden Wochenende schon wieder an der Startlinie des 70.3 in Rapperswil stehen, „für mich war es daher wichtig mein neues Rad ausgiebig im Wettkampf zu testen und zu sehen wie fit die Beine danach noch sind“, so die Schweizerin im Ziel.

Dafür wurde es um Platz zwei und drei noch einmal richtig spannend. Katja Rabe aus Koblenz, die letztes Jahr beim Ironman Regensburg Zweite geworden war, konnte beim Laufen noch einmal richtig auftrumpfen und Meter um Meter auf Krebs gut machen, die sich dann aber doch noch als Zweite mit einem Vorsprung von 30 Sekunden auf Rabe ins Ziel retten konnte.

Mignon Vatlach, die noch als Dritte vom Rad gestiegen war, finishte hinter Michaela Renner-Schneck, der neuen Baden-Württembergischen Meisterin über die Mitteldistanz, als Fünfte.

Bilderserie zur Siegerin Caroline Steffen und zum Sieger Andi Böcherer

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Top-Ten Männer

1. Böcherer, Andi (GER), 02:54:57
2. Kienle, Sebastian (GER), 02:58:48
3. Dreitz, Andreas (GER), 03:02:05
4. Schumann, Felix (GER), 03:06:46
5. Schniertshauer, Rainer (GER), 03:10:27
6. Veit, Simon (GER), 03:15:12
7. Bleisteiner, Sebastian (GER), 03:16:54
8. Gäbler, Lars (GER), 03:18:14
9. Lüddecke, Kai (GER), 03:18:48
10. Klotz, Benjamin (GER), 03:19:22

Top-Ten Frauen

1. Steffen, Caroline (SUI), 03:21:34
2. Krebs, Meike (GER), 03:31:10
3. Rabe, Katja (GER), 03:31:40
4. Renner-Schneck, Michaela (GER), 03:33:16
5. Vatlach, Mignon (GER), 03:36:46
6. Moser, Miriam (SUI), 03:38:21
7. Wolff, Katharina (GER), 03:42:40
8. Jenke, Nina (GER),             03:47:10
9. Löw, Jutta (GER), 03:53:22
10. Hajek, Branka (GER), 03:55:48

Alle Ergebnisse

Auch Pietro hat es geschafft

Eine gefragte Person im Ziel - Pietro Giomblanco steht Rede und Antwort zu seinem ersten Triathlon

Glücklich im Ziel angekommen ist auch Pietro Giomblanco mit seinem Trainer Patrick Adam. Das bedeutet für den 17-jährigen Schüler nicht nur, dass er seinen ersten Sprint-Triathlon erfolgreich gefinisht hat, sondern auch, dass er nun als Lohn für sein Durchhaltevermögen einen Ausbildung bei der Firma M-Log beginnen kann. Sein Trainer Patrick Adam äußerte sich im Ziel sehr zufrieden über seinen Schützling: „Beim Schwimmen und Radfahren waren wir schneller als geplant – beim Laufen war es dann zwar noch mal hart, aber ich konnte Pietro überzeugen, langsam durch zu joggen.

Pietro selbst war begeistert von seinem ersten Triathlon-Event, „es hat Spaß gemacht und ich möchte auf jeden Fall weiter machen,“ verkündete er glücklich im Ziel

Fotos: Meike Maurer


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