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No Guts no Glory

Christine Waitz testet alternative Trainingsformen:
No Guts no Glory

11. Dezember 2011 von Ralph Schick

Christine Waitz ist eine junge Profi-Triathletin und Team-Mitglied beim Pro-Team TBB. In diesem Jahr konnte sie krankheitsbedingt nicht bei Triathlons starten. Wie immer macht aber Christine aus der Not eine Tugend und ließ sich den Hindl-Brüdern von Wechselszene überreden, einen Wettkampf der etwas anderen Art „No Guts no Glory“ mitzumachen. Hier ist folgerichtig der Wettkampfbericht der etwas anderen Art.


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Die Zeit in der ich mich über meine Größe geärgert habe ist lange vorbei. Tatsächlich finden sich sowohl im triathletischen als auch im normalen Alltag genügend Vorteile meiner Nicht-Größe.

Am vorletzten November-Wochenende allerdings, gab es mehrere der seltenen Situationen, in denen ein paar Zentimeter mehr nicht geschadet hätten. Denn ich habe mich wieder einmal zu einem Wettkampf für das Wechselszene-Team hinreißen lassen.
Natürlich „nur zum Spass“ und „zusammen und ohne Stress“. Beides Standartsätze, wobei ersterer immer zutrifft und der zweite EIGENTLICH NIE. Das Eintreten dieser von Sportlern so gerne gebrauchten Floskel ist so sicher wie ein Sechser im Lotto.

"Ein Biss von der Spidermanspinne hätte geholfen"

Vollgas los

Deswegen bin ich auch nicht verwundert, als sich mein Puls wenige Meter nach dem Start bereits dem Maximalwert nähert und von meinen Teammitgliedern nicht mehr viel zu sehen ist. Soviel also dazu. Es läuft alles wie bei Läufen üblich: Vollgas los und dann hoffen, dass möglichst vielen vor mir die Puste ausgeht. Juhe!

Doch schon nach der ersten Kurve wird es noch spaßiger als sowieso schon. Vor mir türmt sich eine riesen Rampe aus Baumstämmen auf. Gut, die ist auch mit meiner Größe ein überwindbares Hindernis. Schuhe mit Profil wären hilfreich – aber wer will es schon einfach, wenn es auch anspruchsvoll geht.
Mit der Eleganz eines Elefanten überwinde ich die folgenden querliegenden Baumstämme. Bei meiner Sprungkraft, die geradeso reicht um die Wochenendausgabe der Zeitung zwischen Boden und Füße zu schieben, bin ich froh, dass ich überhaupt hinüber komme.

Zwischen den Hindernissen schneller laufen

Deswegen bin ich auch reichlich ratlos als ich vor der ebenso reichlich hohen Bretterwand stehe – oder scheint die nur von meiner Perspektive aus so hoch? Mag mich mal eben eine Spinne beißen, bitte? Oder wie sonst soll ich da drüber kommen?
Na gut, irgendwie schaffe ich es dann auch – in ungefähr der doppelten Zeit, die meine Mitstreiter benötigen. Macht nichts, dann muss man eben schneller laufen zwischen den Hindernissen.
So langsam hab ich dann auch raus wie ich am besten über die Barrieren, die sich mir in den Weg stellen, komme. Nicht die grazilste und auch nicht die schonendste (meine armen Schienbeine!) Methode, aber die zweckdienlichste.

Knietiefer Moarst

knietiefer Morast

Um noch einmal auf meine Einleitung zurück zu kommen – hat eigentlich irgendjemand bedacht, dass der Sprung in die Tiefe nach den Hangelstangen für mich mindestens 30 Zentimeter tiefer ist, als für den Rest?!? Hätten meine Armmuskeln nicht schlapp gemacht, würde ich da heute noch hängen.
Kurz vor dem Ziel geht es dann noch durch einen Wassergraben, dessen knietiefer Morast mir ein Bad im eiskalten Wasser beschert – egal, auf ein bisschen Schlamm hin oder her kommt es jetzt auch nicht mehr an. Und in Dreckpfützen habe ich als Kind schon gerne gespielt.

Außerdem habe ich mir die Dusche nach dem Rennen jetzt redlich verdient.

Ach ja, und das nächste Mal lasse ich mich entweder vorher von der Spidermanspinne beißen oder am besten nicht wieder zu so einem Unsinn verleiten….

…. bis zum nächsten Mal….

Fotos: Einzelbilder SOG-Events, Gruppenbilder Wechselszene Sportpromotion

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