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Challenge Roth Spezial: Was war eigentlich mit…?

21. Juli 2014 von Christine Waitz

triathlon.de,   freiRoth, 21. Juli 2014 – Die Hitzeschlacht der Challenge Roth 2014 brachte sicherlich nicht nur das Konzept der ansässigen Getränke-Verkäufer durcheinander, die kaum genug Nachschub organisieren konnten. So waren plötzlich einige Athleten von der Bildfläche verschwunden, die man darauf erwartet hätte. Wir haben nachgeforscht und dabei noch ein paar weitere interessante Persönlichkeiten entdeckt.


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Mit bis zu 33 Grad, brennender Sonne und schwülem Wetter waren die Rennbedingungen alles andere als optimal. Erst am Abend wurden die Sportler, die noch auf der Strecke waren, von strömendem Regen abgekühlt. Es war ein aufregendes Rennen. Nicht nur hatte sich ein erlesenes Feld hinter der Startlinie eingefunden – mehrere Athleten hatten es auf die Krone von Roth abgesehen. Eben das beschwerte vielen auch einen langen Tag. Wir haben nachgeforscht.

Was war eigentlich mit…

…Dirk Bockel?
triahtlon.de, freiGut, der Vorjahressieger wurde immer noch Sechster. Nur wenige wussten jedoch, dass er im Vorfeld aufgrund einer Entzündung in der Hüfte sein Lauftraining nicht optimal absolvieren konnte. So musste der Luxemburger, der zusammen mit Timo Bracht vom Rad ging, den späteren Sieger schnell ziehen lassen. „Die ersten fünf Kilometer waren im Schnitt von 3:40 Minuten. Ich wusste, dass das zu schnell war und nahm Tempo heraus. Bis Kilometer 22 lag ich auf Rang drei, dann wurde der Schmerz in der Hüfte so groß, dass ich einige Male gehen musste“.

… Anja Beranek?
Die Lokalmatadorin verschwand bereits auf der Radstrecke plötzlich von der Bildfläche. Grund für das Ausscheiden in ihrer Paradedisziplin war ein Zusammenstoß mit einem anderen Athleten, der ihr Schürfwunden und einen technischen Defekt am Rad verursachte. Aus der Traum im Kampf um den DM-Titel.

… Pete Jacobs?
triathlon.de„Ich habe gelitten“ und „Heute war es ein Auf und Ab der Gefühle“, twittert der Australier am Abend. Mit einem knapp vierstündigen Marathon kämpfte sich der Australier dennoch ins Ziel. Anstatt sich mit einer Endzeit von 9:32:25 Minuten enttäuscht zurückzuziehen, verteilte er an der Ziellinie noch munter Medaillen an die ebenso erschöpften Finisher. Unter anderen empfing er nach 10:43:33 Stunden seine Frau, die ihre erste Langdistanz finishte.

… Niclas Bock
Mit Respekt ging er an seine zweite Langdistanz. „Letztendlich bin ich nicht der erste und auch nicht der letzte Athlet, der so einen Wettkampf hinter sich bringt,“ sagte er im Interview vor dem Rennen. Er hat es hinter sich gebracht: nach 12:11:25 Stunden hatte er sich durchgekämpft. Wie so viele mit einem langen Marathon.

… Per Bittner?
Dass Per Bittner einen wirklich harten Tag hatte, das war bereits nach zehn Kilometern auf der Laufstrecke offensichtlich. Humpelnd schleppte er sich Kilometer für Kilometer über den heißen Kurs, immer wieder musste er stoppen um zu dehnen. Die letzten drei Kilometer konnte er unter dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“, überwinden. Denn Partnerin Yvonne van Vlerken war auf ihn aufgelaufen. Zusammen liefen sie durch das Ziel im Rother Stadtgarten.

Sebastian Kuhn, frei… Sister Madonna Buder?
Die Nonne aus Spokane, die sich im Handumdrehen zum Publikumsliebling auch in der Rother Triathlon Hochburg entwickelt hatte, musste ihren Rekordversuch bei Laufkilometer 17 leider abbrechen. Mit fast 84 Jahren wollte sie die Marke der ältesten Langdistanz-Finisherin der Welt noch einmal ein Stück höher setzen. Dennoch: Wir ziehen den Hut vor 3,8 Schwimm-, 180 Rad- und 17 Laufkilometern!

… Andreas Niedrig?
Nach seinem Wiederholten Rücktritt vom Rücktritt, zeigt sich Altmeister Andreas Niedrig immer noch stark – zumindest zeitweise. Nach der sechstbesten Schwimmzeit hielt er sich lange unter den besten Zehn. Auf der Laufstrecke hielt er sich dann allerdings etwas länger auf. Trotzdem hatte er immer noch Spaß dabei. Witzchen reißen mit Helfern und Zuschauern kostet eben Zeit. Nach 9:24:51 war er im Ziel.

… Felix Walchshöfer?
Der Challenge Chef, der vor einigen Tagen das gut gehütete Geheimnis, enthüllte selbst an der Startlinie zu stehen, finishte zum ersten Mal „sein Rennen“. 14:04:12 Stunden war er unterwegs. Davon verbrachte er 1:18:04 Stunden im Wasser, 6:35:21 Stunden auf dem Rad und 6:04:41 Stunden auf der Laufstrecke. Im Ziel warteten zur „Prime Time“ großer Jubel, Weizenbier und tränenreiche Emotionen.

… Moderator Till Schenk?
Die bekannte deutsche Stimme auf vielen Triathlonrennen wechselte wieder einmal die Seiten. Der Tag wurde zwar mit 12:49:59 Stunden kaum kürzer als sein normaler Moderatoren-Tag. „It was a very educational day“, witzelte er dennoch danach. Das Familieninterne Duell gegen Bruder Lutz hat er allerdings verloren.

… Faris Al-Sultan?
Inkognito war erneut Faris Al-Sultan auf der Strecke. Er startete für die Bayern 3 Staffel und fuhr die 180 Radkilometer in 4:47:59 Stunden. Zusammen mit seinen Staffelpartnern Wibke Schlecht und Marcel Wagner erzielte er eine Gesamtzeit von 10:30:28 Stunden.

Christine Waitz, frei… triathlon.de Experte Rainer Wittmann?
Zum zweiten Mal trat der Physiotherapeut und Heilpraktiker als Staffelläufer über die Marathondistanz an. Mit Erfolg. Trotz Hitze konnte er nach 3:29:00 Laufstunden das Ziel erreichen. Und verbesserte seine Marathon-Bestzeit um immerhin über fünf Minuten.

… triathlon.de Experten Raphael Keller und Philipp Peter?
Das Team formkurve.de ging in der Besetzung Raphael Keller, Wolfgang Wittmann und Philipp Peter an den Start und finishte noch unter der zehn-Stunden-Marke. Nach 1:15:55 Schwimmstunden legte Wolfgang Wittmann eine 5:05:19 auf das Parkett. Den Abschluss machte Philipp Peter mit einem 3:33:20 Stunden Marathon.

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Fotos: Sebastian Kuhn, triathlon.de

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