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Challenge Roth Spezial: Sister Madonna Buder – Eine Nonne auf Rekordjagd

19. Juli 2014 von Christine Waitz

Foto: ingo Kutsche,   freiDie Geschichte von Sister Madonna Buder ist die Geschichte eine Nonne, die Langdistanz-Triathlon betreibt. Das klingt zugegebenermaßen spektakulär. Doch die Erzählung hat erst begonnen: Mit 83 Jahren wird Sister Madonna Buder dieses Jahr, nur vier Tage vor ihrem 84. Geburtstag, erstmals in Roth am Start stehen. Und will die Messlatte der ältesten Langdistanz-Finisherin der Welt noch ein Stück höher setzen.


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Alle ehrgeizigen Jungspunde aufgemerkt – Sister Madonna Buder verliert selten ihr strahlendes Lächeln, selbst im Rennen nicht. Über 340 Triathlon-Rennen hat Sister Madonna Buder bereits bestritten, davon 45 Langdistanzen, und vereint dabei ihrer Meinung nach “mind, body and spirit”, also Seele, Körper und Geist.?Zur beeindruckenden Zahlensammlung kommen elf nationale Titel, 16 Weltmeistertitel, davon zwölf Altersklassensiege auf Hawaii.

Herausforderungen machen das Leben lebenswert

Erst mit 48 Jahren begann die Ordensschwester aus Spokane im Bundesstaat Washington auf ihre ganz eigene Art und Weise Gott Tribut zu zollen: in Marathonrennen. Bereits mit 28 Jahren war sie in einen Konvent eingetreten und Ordensschwester geworden. Wie man aus dieser ungewöhnlichen Situation heraus zum Ausdauersport kommt, erklärt Sister Madonna Buder mit ihrer steten Suche nach Herausforderungen. „Denn Herausforderungen machen das Leben erst lebenswert“.


Wer ihr Hawaii-Finish 2006, knapp eine Minute unter dem Zeitlimit erlebt hat, kann verstehen, welch Faszination die stets fröhliche Dame umgibt. 2012 konnte sie in der Altersklasse der über 80-jährigen den Ironman Canada in 16:32:00 Stunden beenden und sich den Titel der ältesten Langdistanz-Finisherin zurückerobern. Nur ein Grund, warum sie einen Platz in der Hall of Fame der amerikanischen Triathleten inne hat.

Wer mehr über ihre Motivation, ihren Glauben, der ihr auch im Sport die Kraft gibt, und zahlreiche andere Geschichten erfahren will, der schmökert am besten einmal in ihrem Buch „The Grace to Race“.

„Ich werde weiter Rennen machen“

Im Frühjahr hatte sich Sister Madonna Buder bei einem Sturz im Radtraining einen Beckenbruch zugezogen. Eine Verletzung, die den geplanten Start beim Boston Marathon verhinderte. Unterkriegen lässt sie sich jedoch auch durch so etwas nicht: Wenige Wochen später stand sie bei einer Halbdistanz am Start und konnte sie finishen. „So lange ich keine Entschuldigung, wie einen Beckenbruch habe, werde ich wohl weiter Rennen machen“, ließ sie in einem Interview verlauten.

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Foto: Ingo Kutsche

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