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Challenge Roth Special: Doppeltes Abschiedsrennen

9. Juli 2013 von Christine Waitz

Foto: Christine Waitz,   freiGleich zwei große Athletinnen werden am 14. Juli in Roth vom Leistungssport Abschied nehmen. Beide Damen haben in Roth Geschichte geschrieben und sich die Sympathien des Publikums erlaufen. Nicole Leder und Belinda Granger wollen zum letzten mal als Profiathletinnen hinter der Startlinie im Rhein-Main-Donau Kanal stehen. 


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Nicole Leder wird am 14. Juli im blauen Erdinger-Trikot abschied vom Leistungssport nehmen. Besser kennen die Rother sie jedoch ganz in Gelb. Denn im Anzug, mit Post Logo feierte die Darmstädterin ihre größten Erfolge am Rother Festplatz.

Emotionale Momente

Foto: Christine Waitz,   frei2003 und 2004 trug Nicole Leder den Sieg bei der Challenge davon, 2005 beendete sie den Wettkampf nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen als Zweite. Schon diese drei erfolgreichen Jahre qualifizieren das Rennen in Franken als Bühne für das Karriereende der 41-jährigen. Doch spätestens dann, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass sie am 6. Juli 2003 zusammen mit ihrem Mann Lothar Leder einen Doppelsieg feiern konnte, kann man verstehen, wie sehr ihr das Rennen am Herzen liegen muss.

Doppelsieg in Gelb

2003,  im Jahr der großen Emotionen setzte sich Nicole Leder bei Laufkilometer elf an die Spitze des Rennens und ließ Heike Funk und Erika Csomor hinter sich. In neuer persönlichen Bestzeit konnte sie ihren ersten Sieg auf deutschem Boden feiern. Zuvorgegangen war das dramatische Herzschlagfinale, bei dem Lothar Leder im Zielsprint Chris McCormack um winzige drei Sekunden besiegte. Das Stadion feierte in Gelb den Festtag für der Familie Leder.

Zuletzt sicherte sie sich beim Stadtriathlon Erding den vierten Rang. Ob es in Roth für die Spitze reicht, gilt es zu beweisen. Neben den internationalen Favoritinnen dürfte schon die Konkurrenz im eigenen Team schwer zu schlagen sein.

Rekord-Starterin und Partyqueen

Für Belinda Granger ist Roth ein zweites zu Hause. Und das ist von einem Weltenbummler, wie es die Australierin seit Jahrzehnten ist, eine große Auszeichnung. Bereits zum zehnten mal in Folge zieht der Rother Publikumsliebling bei seinem Homestay, der schon fast zur Adoptivfamilie wurde, ein.

Sportliche Erfolgsgeschichte

Foto: Christine Waitz, freiDie zehnjährige Erfolgsgeschichte der 42-jährigen Australierin lässt sich sehen: 2005 konnte sie ihren einzigen Sieg feiern. Daneben lief sie aber zweimal auf Rang zwei, einmal auf Rang drei und immerhin viermal unter die besten zehn.
Die wahre Paradedisziplin Grangers zeigte sich aber stets abseits des Rennens. Wenn es etwas zu feiern gab, war Belinda topfit und unermüdlich am Start. Ob zur Hüttenparty im Dirndl, zur Siegerehrung mit anschließender Profi-Feier bis in die Morgenstunden, oder zum Helferfest. Belinda hatte sich schnell zur Party-Königin Roths und damit natürlich auch zum Publikumsliebling gemausert.

Große Abschiedsfeier

Kein Wunder also, dass sich der Abschied des, wie sie sich selbst nennt, „Triathlon Dinosauriers“, mit Getöse ankündigt. In diesem Jahr plant Belinda in Roth ihren letzten Auftritt über die Langdistanz hinzulegen. Das Rennen rückt dabei schon fast in den Hintergrund, wenn am Mittwoch vor dem Wettkampf zur „Belinda Granger Welcome Party“ geladen wird.
Eine Rückkehr nach Roth scheint allerdings nicht ausgeschlossen „vielleicht nicht unbedingt als Starter“, kommentiert Granger in ihrer Facebook-Fotogalerie.

Zum Challenge Roth Special.

Bilder: triathlon.de

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