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Challenge Roth Special 2012: Der Strecken-Check

6. Juli 2012 von Christine Waitz

Foto:Christine Waitz/freiWer nach Roth kommt, um beim Challenge zu starten, spekuliert nicht selten auf eine neue persönliche Bestzeit. Die Strecke gilt als schnell – sehr schnell – was nicht zuletzt der doppelte Weltrekord im letzten Jahr beweist. Das liegt nicht nur an den häufig guten Bedingungen was Wetter und Wind angeht, sondern vor allem an den Strecken. Wir stellen Euch die Hochgeschwindigkeitskurse im einzelnen vor.


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Die Schwimmstrecke – die Wasserstraße wird zur Rennstrecke

Foto:Christine Waitz/freiEinfacher als in Roth kann eine Schwimmstrecke kaum sein. Der Schwimmkurs im Rhein-Main-Donau-Kanal  startet an der Anlegestelle Hilpoltstein und führt mit leichter Linkskurve in Richtung Schleuse Hilpoltstein. Nach der Wende geht es den gleichen Weg zurück, etwas über den Startpunkt hinaus zur zweiten Wende kurz vor der Schleuse Eckersmühlen, von dort aus zurück zum Schwimmausstieg.

Motivationsfaktor: hoch!
Nicht nur die Zuschauer auf der Brücke und links und rechts der Startlinie lassen Gänsehaut wachsen, auch können sie die Athleten während des Schwimmens begleiten, indem sie am Kanal entlangfahren.

Schwierigkeitsgrad: einfach!
Die Orientierung am Kanal fällt durch das nahe Ufer auf beiden Seiten recht einfach. Verschwimmen ist praktisch nicht möglich!

Abhängigkeit von äußeren Bedingungen: nicht vorhanden!
Außer zum Wettkampf herrscht am Rhein-Main-Donau-Kanal stets Schleusenbetrieb. Das heißt, das Wasser ist immer in Bewegung und frisches, kühles Wasser wird nachgeliefert. Neoverbot ist damit vom Tisch.

Hier geht’s zu den Streckenplänen.

Die Radstrecke – schnell aber nicht zu unterschätzen

Foto: Christine Waitz/FreiDie Radstrecke führt quer durch den Landkreis. Von Hilpoltstein aus geht es zunächst, auf welligem Gelände Richtung Heideck, wo der erste Anstieg auf die Sportler wartet. Über den Selingstädter Berg hinüber führt die Strecke auf ein flacheres Stück, auf dem man bei richtiger Windrichtung zum Hochgeschwindigkeitsexpress nach Greding zusteigen kann.
Dort allerdings wartet der berühmte Kalvarienberg. Für das fränkische Flachlandverhältnisse ist der Kalvarienberg ein ausgewachsener Berg, der steil beginnt, sich dann gemütlich hinaufzieht und in einem welligen Plateau gipfelt, auf dem man meist mit unangenehmen Seitenwind begrüßt wird. Eine schöne Serpentinenabfahrt durch den Wald führt zurück hinunter auf ein teils flaches, teils welliges Stück, das zurück nach Hilpoltstein führt.
Die zweite Radrunde schon in Schlagweite, geht es dann allerdings noch einmal auf eine kleine Schleife. Zum Trost aber auch zur Motivation darf vorher noch Applaus am legendären Solarer Berg getankt werden.
Zurück am Ausgangspunkt geht es über die Biermeile Eckersmühlen in die zweite Runde. Diese absolviert, geht es von Eckersmühlen nach Roth – Achtung, hier scheint die Strasse hin und wieder mit Kaugummi überzogen. Aber es sind ja nur noch zwei Kilometer bis zum Wechsel.

Motivationsfaktor: Hoch!
In Roth muss man unbedingt den Motivationsspeicher einpacken. Denn neben den Hot-Spots für Applaus, Jubel und Zurufen gibt es auch stille und abgelegene Streckenabschnitte!

Schwierigkeitsgrad: nicht zu unterschätzen!
Die Strecke ist zwar schnell, aber nur, wenn man sich an den Anspruchsvollen Stellen nicht übernimmt. Im fränkischen heißt es: „logger bleim am Berch“ (locker bleiben in den Anstiegen). Dafür darf auf den Flachstücken die Kette ganz Rechts positioniert werden.

Abhängigkeit von äußeren Bedingungen: vorhanden!
Vor allem die Windrichtung spielt in Roth eine Rolle, ob das Rennen schnell oder sehr schnell wird. Im Idealfall steht der Wind von Süd/Südost. Dann rollt der Express.

Hier geht’s zu den Streckenplänen.

Die Laufstrecke – Der gravel highway am Kanal

Von Roth aus geht es den kürzesten Weg zum Kanal, ein kleiner Anstieg gleich bei Kilometer eins – und ein Drittel der zu überwindenden Höhenmeter ist schon geschafft.
Dann befindet man sich auch schon auf dem Highway Richtung Schwand. Dort angekommen kann man eine kleine Dorfbesichtigung genießen, etwas Applaus tanken und direkt auf die lange Gerade Richtung Haimpfarrich durchstarten. Dort nimmt man die erste Ausfahrt vom Highway und muss eine kurze Passage überland nach Eckersmühlen überwinden. Im Partydorf sollte dann unbedingt noch einmal Motivation für das letzte Stück Highway nach Roth gesammelt werden.
Der bekannte Weg zurück hält noch einen letzten Anstieg nach Roth hinein bereit. Dort gibt es mit einer Runde über den Marktplatz eine behutsame Vorbereitung auf den überwältigenden Zieleinlauf im Rother Stadtgarten.

Motivationsfaktor: Punktuell!
Man sollte sich unbedingt vorher die Partypunkte Lände, Schwand und Eckersmühlen einprägen und auskosten. Denn abseits davon kann es einsam werden. Die langen Geraden am Kanal entlang halten auch wenig Motivation bereit.

Schwierigkeitsgrad: einfach!
Da die Strecke weitestgehend flach ist, ist sie (im Idealfall) problemlos zu meistern. Der überwiegend zu laufende Schotteruntergrund ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Abhängigkeit von äußeren Bedingungen: vorhanden!
Wenn es heiß ist, dann bietet die Strecke entlang des Kanals kaum Schatten. Erbarmungslos ist man hier Wetterkapriolen ausgeliefert. Kopfbedeckung wird dringend empfohlen.

Hier geht’s zu den Streckenplänen.

Fotos: Christine Waitz

 

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