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Challenge Roth: Legenden, die nicht nur das Rennen in Roth geprägt haben, kommen zurück

6. Juli 2011 von Meike Maurer

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triathlon.de hat mit dem heute 49-jährigen Aschmoneit vor dem Rennen in Roth gesprochen.

Wie ist deine Vorbereitung auf den Challenge Roth 2011 gelaufen? Wann war deine letzte Langdistanz?

Die Vorbereitung war den Umständen entsprechend gut: Dieses Jahr wollte ich einfach zuerst meine Gesundheit überprüfen lassen, da ich nach 18 Monaten in ärztlicher Behandlung erst im Februar dieses Jahres wieder die Erlaubnis zum Training bekommen habe.

Im Mai setzte mich dann eine Sehnenentzündung im rechten Knie für sechs Wochen außer Gefecht.  Also ehrlich gesagt, habe ich noch nie zuvor mit so wenig Kilometern und Trainingsstunden eine Langdistanz versucht … es wird auf jeden Fall interessant.

Meine letzte Langdistanz habe ich übrigens November 2008 beim IM Arizona gemacht.

Wie hast du dich vorbereitet? Aufs was hast du im Training besonders geachtet?

Meine Vorbereitung ist grundsätzlich immer von meiner Arbeit und meiner Familie abhängig. Ich folge einem groben Rahmenplan, aber kann wirklich nicht einem täglichen Trainingsplan nachgehen. Das Wichtigste für mich ist, nicht frustriert zu sein, wenn Arbeit und Familie mir nicht das Training erlauben, das ich gerne machen würde.

Am Ende wird schon alles klappen und ich habe ja meine Karriere  auch schon hinter mir. Jetzt geht es mehr darum, Spaß zu haben und andere Athleten zu treffen.

Vor welchem Moment hast du bei einer Langdistanz am meisten Respekt?

Die ersten 3 bis 5 Kilometer auf der Laufstrecke finde ich immer besonders hart – auf diesen 5 Kilometern muss man dem Körper Zeit geben, um vom Radfahren aufs Laufen umzuschalten.

Mit welchen Erinnerungen/Gefühlen startest du in Roth?

Roth war für mich der Anfang meiner Karriere und ich glaube, dass meine Erfolgen in Roth 1986 (Internationalen Deutschen Meisterschaften über 2.5 Kilometer Schwimmen, 100 Kilometer Radfahren und 25 Kilometer Laufen) und 1988 sehr wichtig waren für die Entwicklung des deutschen Triathlon-Sports. Viele Leute haben damals schon zu mir gesagt, dass ich eine Art Kultfigur für den Sport bin und wenn man sich heutzutage die Kommentare zu meinem Start in Roth auf meiner Facebook-Seite ansieht, sprechen immer noch viele Leute von der DM 1986 oder dem IM 1988 und dass die Berichterstattung damals der Grund für sie war, selbst mit Triathlon anzufangen.

Wann war deine letzte Teilnahme in Roth?

1991

Wie oft bist du in Roth schon gestartet?

Mit den Bayrischer Meisterschaft, der DM usw. sechs Mal.

Was waren deine größten Erfolge?

5ter Weltmeisterschaften Nizza 1985
DM 1986
7ter Hawaii 1988
1ster IM Neuseeland 1991

Schlechteste Erinnerung?

Der etwas sinnlos inszenierte Zweikampf in den Medien mit mir und Jürgen Zäck.  Jürgen und ich sind seit 1984 die besten Freunde und so ist es auch heute noch.  Ich habe einen wahnsinnigen Respekt vor Jürgen und er ist einer der besten Triathleten, die unser Sport gesehen hat.  Ich war auch nie der Sportler, der in den Wettkampf ging, um andere Athleten zu schlagen. Für mich war und ist der Wettkampf ein Event, um meine Leistungsgrenzen zu testen. Alles andere ist und war immer nebensächlich!

Wie lautet dein persönliches Ziel für den Challenge Roth 2011? Was hast du dir vorgenommen?

Unter 10 Stunden wäre derzeit super für mich.

Wie sieht deine Rennstrategie aus?

Spaß haben, Spaß haben und noch mal Spaß haben und falls es mir nicht so gut geht auf der Strecke, genug Kleingeld dabeizuhaben, um ein Bier kaufen zu können und etwas mit den Zuschauern zu schnacken und dann gemütlich zu finishen.

Wie lautet dein Tipp für Rookies?

10 Minuten langsamer auf dem Rad,  bedeutet 20 Minuten schneller auf der Laufstrecke.  Was viele vergessen ist, dass man auf der Laufstrecke keine Erholungspausen hat wie auf dem Rad. Wenn man es also auf dem Rad schon zu hart angegangen ist und keine Körner mehr fürs Laufen übrig sind, wird`s  auf der zweiten Marathonhälfte nicht leichter.

Was ist das Besondere an der Langdistanz in Roth?

Die Zuschauer und Helfer. Ich habe kein anderes Rennen auf der Welt erlebt, das diese Begeisterung für unseren Sport widerspiegelt.

Dein Tipp: Wie geht das Duell Kienle gegen Raelert aus?

Raelert gewinnt mit mehr als 5 Minuten Vorsprung.


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