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Challenge Roth: Legenden, die nicht nur das Rennen in Roth geprägt haben, kommen zurück

6. Juli 2011 von Meike Maurer

Große Namen kehren zum Jubiläum zurück nach Roth: Dirk Aschmoneit, Jürgen Zäck und Lothar Leder geben sich zum Jubiläumsrennen die Ehre.  Dirk Aschmoneit wurde 1988 Zweiter beim ersten Langdistanzrennen in Roth. Jürgen Zäck prägte das Rennen Ende der 80er bis Ende der 90er und auch Lothar Leder stand von 1995 bis 2003 insgesamt acht Mal auf dem Podium.


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Jürgen Zäck 2005 beim Ironman Frankfurt

Drei Athleten, über deren Erfolge man ganze Bücher schreiben könnte. Drei völlig unterschiedliche Typen mit drei ganz unterschiedlichen Geschichten. Für alle, die damals den Triathlon-Sport noch nicht verfolgt haben – eine kurze Vorstellungsrunde der drei großen Namen, die unseren Sport damals wie heute verkörpert und vorangebracht haben.

Jürgen Zäck –  Zäck-Attack

Der Koblenzer beendete im Juli 2007 mit 40 Jahren seine Karriere als Profisportler. Seit dem ist er als Coach und Trainer dem Triathlon-Sport erhalten geblieben und bietet unter anderem Trainingslager in Thailand an.

1997 war eines der erfolgreichsten Jahre des heute 45-jährigen: Er wurde im legendären Rennen in Roth in 7:51:42 Zweiter hinter dem Belgier Luc von Lierde, der mit seiner Siegerzeit von 7:50:27 14 Jahre lang den Weltrekord auf der Langdistanz innehatte (IM Kärnten 2011 – Vanhoenacker mit neuem Weltrekord). Sieger der Herzen war damals aber sicherlich Zäck. Zusammen mit Thomas Hellriegel hatte der Koblenzer auf dem Rad mächtig Gas gegeben und war den Marathon in 2:52 gelaufen – für damalige Verhältnisse eine absolute Sensation. Erst kurz vor dem Ziel wurde er vom Belgier noch abgefangen. Bis letztes Jahr hielt Zäck zudem den Radrekord über 180 km mit 4:14:16 h (Roth 1999),  die allerdings von Sebastian Kienle 2010 ebenfalls in Roth um nur neun Sekunden verbessert wurde.

1997 wurde Zäck außerdem Zweiter beim Rennen auf Hawaii. Seinen ersten Triathlon bestritt er im Alter von 18 Jahren. Acht Ironman-Siege  (5 x IM Euroe in Roth, 2 x IM Austria 1 x IM Australia ) konnte er unter anderem erringen.

Lothar Leder –  Der erste Triathlet unter 8 Stunden

Lothar Leder ist der einzige des Trios, der seine aktive Triathlon-Karriere noch nicht beendet hat, das heißt – nie aufgehört hat, Triathlon-

Lothar Leder in Buschhütten 2011

Wettkämpfe zu machen.  Seit 1994 ist er Profi und konnte bisher viele Erfolge feiern: 1996 war der heute 40-jährige in Roth der erste Triathlet, der in 7:57:02 unter der magischen 8 Stunden-Marke blieb. 2003 konnte der Wormser seinen letzten Sieg im berühmten „Herzschlagfinale“ im Frankenland feiern. Bis km 39 lag er damals zusammen mit Chris McCormack in Führung und konnte das Rennen erst auf den letzten 200 m im Spurt für sich in 8:11:50 entscheiden. Auch seine Frau Nicole konnte das Rennen damals in 9:15:01 für sich entscheiden – so dass es ein Doppelerfolg für die Leders zu feiern gab.

1997 und 1998 wurde er jeweils Dritter beim Ironman Hawaii. Den Ironman Europe in Roth bzw. dessen Nachfolgeveranstaltung Challenge Roth gewann er insgesamt fünfmal (1996, 2000, 2001, 2002 und 2003).

Seit einigen Jahr betreibt er unter anderem neben dem Sport noch zwei Sportgeschäfte und organisiert selbst ein großes Triathlon-Event und tritt sportlich etwas kürzer.

Dirk Aschmoneit – „Dirkinator“ und nicht „German Rambo“

Dirk Aschmoneit war der allererste deutsche Triathlet, der 1991 einen Ironman-Sieg im neuseeländischen Taupo feiern durfte. Er begann bereits 1983 und gehörte in den 80ern zu den besten deutschen Triathleten. Zusammen mit Jürgen Zäck und Wolfgang Dittrich bildete er die alles dominierenden „Big Three“ über die Langdistanz. 1994 beendete er seine Karriere. Aschmoneit hatte während seiner Karriere oft mit Rückenproblemen zu kämpfen. Erst Jahre später wurde eine Fraktur der Wirbelsäule nach einem Sturz vom Baum als Kind diagnostiziert. Heute lebt der gebürtige Neumünsterer mit seiner Familie in Kalifornien.

Die Erklärung zu Dirk : inator von Aschmoneit selbst

1. Ich hab mehr Titan im Körper als Arnold Schwarzenegger in dem Klassiker Terminator. – aufgrund einer  Lendenwirbel-Versteifung aus dem Jahr 2003 … die Schrauben sind noch heute drin. Mit soviel Eisen in der Wirbelsäule bin ich wohl ein richtiger Ironman.

2. Meine Freunde in Amerika gaben mir den Nickname Dirkinator nachdem ich nach 15 Jahren Ruhestand 2008 den IM in Arizona hinter mich brachte (Anmerkung der Redaktion: hinter sich bringen bedeutet hier in 9:35:24)

3. Ich bin die moderne Version des German Rambos

Fotos: Ingo Kutsche – www.sportfotografie.biz

Zum Interview mit Dirk Aschmoneit

Quick and dirty mit Lothar Leder


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