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Challenge Roth: 600 Staffeln sind unterwegs

10. Juli 2011 von Meike Maurer

Nicht nur Faris Al-Sultan und Heidi Jesberger sind am Sontag im Staffel-Einsatz. Insgesamt sind 600 Staffeln unterwegs, die ab 8.40 Uhr ins Rennen gehen. Dabei reicht das Repertoire von der Firmen-, Familien- hin bis zur Fun-Staffel. Auf den nächsten Seiten, stellen wir drei von diesen 600 Staffeln genauer vor.


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Wenn an diesem Juli-Wochenende das 10-jährige Jubiläum der Challenge in Roth stattfindet, sind neben Raelert, Kienle und Co, sowie den zahlreichen Amateurathleten vor allem viele Staffel-Teams am Start. Es gibt sicherlich Staffel-Teilnehmer, die sich eine neue Bestzeit vorgenommen haben, oder sich mit ihrem Team möglichst weit vorn in der Endabrechnung platzieren möchten. Es gibt aber auch Teams, die dieses Event als gemeinsames Erlebnis genießen wollen und vor allem der Spaß eine große Rolle spielt.

Bock‘sche Familienstaffel
(Der Bericht wurde von Jungprofi Niclas Bock verfasst)

Seit ein paar Wochen bereitet sich mein Vater Jürgen nun wieder auf einen Marathon vor. Der ehemalige Fußballspieler weiß, was ihn erwartet, es ist schließlich nicht sein erster – aber dafür wird es ein ganz besonderer. Denn bevor er sich auf die 42,195km lange Laufstrecke begeben kann, wird er zu erst seine Tochter Svenja anfeuern und danach mich, seinen Sohn Niclas. Denn wir drei Ratinger haben uns vorgenommen, als Familien-Staffel ein Teil der „Challenge Family“ zu werden. Meine Mutter Bettina ist natürlich auch live dabei und wird „ihre“ Truppe am Streckenrand unterstützen.

Schwester Svenja
Den Auftakt macht Svenja. Wenn der Startschuss fällt wird sie sich zum ersten Mal auf den Weg machen, um 3,8 km im Wasser zurück zu legen. Eine zeitliche Prognose fällt da denkbar schwer. Svenja hat bisher nur über die Sprint- und Kurzdistanz schon Erfahrungen sammeln können, dennoch gibt sich die 23 Jahre alte Studentin zurückhaltend: „Erst einmal durchhalten, aber das schaffe ich schon irgendwie!“  Das muss sie auch, denn sonst ist der lange Tag schon früh zu Ende.

Niclas selbst
Nach dem Schwimmen bin ich an der Reihe. Im Alter von 20 Jahren versuche ich gerade in der Triathlon-Profiszene auf der Mitteldistanz Fuß zu fassen. Die 180 km auf dem Rad kommen mir sicherlich entgegen und sind außerdem eine willkommene Abwechslung. So lange im Wettkampf-Modus Rad zu fahren ist schon eine tolle Sache! Ich würde natürlich auch noch gerne schwimmen und laufen, aber das kommt erst in ein paar Jahren. Außerdem finde ich es cool, mal einen Triathlon mit der ganzen Familie abzuwickeln. Ein Highlight wird ganz bestimmt der Solarer Berg werden,  an dem Jahr für Jahr die Stimmung überkocht. Allzu ruhig will ich die Sache aber nicht angehen lassen. Der Vergleich mit den „großen Jungs“ ist natürlich Ansporn und eine gute Standortbestimmung in jungen Jahren.

 

Vater Jürgen
Und dann endlich kann Vater Jürgen seinen Marathon beginnen. Bisher hat er immer Marathonstrecken unter die Füße genommen, die durch Städte führten und viel Abwechslung geboten haben. Das wird also eine neue Erfahrung, aber dennoch nicht der erste Kontakt zum Triathlon. Im vergangenen Jahr absolvierte Jürgen seine erste Mitteldistanz – seinen zweiten Triathlon überhaupt: „Der Sprint ist mir zu kurz, da werd‘ ich ja gerade mal warm!“, sagt er selbst mit einem Augenzwinkern. Als Ziel hat er sich eine Zeit von 3:30 Stunden gesetzt. Danach wird er zusammen mit seiner Tochter und seinem Sohn, unter den Augen von Frau Bettina, die Runde im Rother Triathlon-Stadion drehen und einen hoffentlich schönen Tag in Erinnerung behalten. 

Heidi Jesberger für das Nu?rnberger Radioteam

 

Eigentlich wollte Heidi ja sehr gerne mit einer Damenstaffel in Roth an den Start gehen, doch leider hat sie keine Marathonläuferin gefunden. „Entweder waren die Mädels verletzt oder eben so gut drauf, dass sie lieber bei einem „normalen“ Marathon starten wollten, damit die Zeit dann auch für die Bestenliste gilt“, erklärt Heidi die Situation. Vor zwei Wochen war sie dann im Rother Freibad und hat im Pool einem Athleten von ihrer verzweifelten Suche berichtet. Zufällig hat ein anderer Schwimmer die Unterhaltung mitbekommen, der spontan meinte, dass er noch dringend einen Raderatz suche, da sein Radler nicht fahren könne. Sofort wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Erst später erfuhr Heidi, dass der Schwimmer der Geschäftsführer vom Funkhaus in Nürnberg, Alex Koller, war.

Nun war Heidi schon einmal im Funkhaus in der Morningshow bei Radio F und Charivari,

Ihre Staffelkameraden: Charivari 98.6 Moderator „Sport Dippi“ und Funkhaus Geschäftsfu?hrer Alexander Koller. Alexander Koller wird 3,8 Kilometer schwimmen und Sport-Dippi läuft den Marathon. Klares Ziel des „Radio Power Team: Eine Zeit unter 10 Stunden.

Startplatz gewonnen: Die Orthomol Sport Staffel Baden-Baden

 

Vor einigen Wochen gab es auf triathlon.de 5 Staffelplätze von Orthomol Sport zu gewinnen. Rolf Basse aus Baden-Baden hatte sich damals spontan für eine Bewerbung entschieden, ohne wirklich seine Vereinskameraden vom RSV Tria Bühlertal gefragt zu haben, ob sie Zeit und Lust haben: „Ich dachte mir noch, das wäre eine super Gelegenheit einmal die Stimmung in Roth zu erleben, da ich 2012 gerne selbst mein erste Langdistanz in Roth als Einzelstarter machen möchte. Das Glück war auf seiner Seite, einige Tage später kam die Zusage für den Staffelplatz von Orthomol Sport. Und über die Zusage seine Vereinskameraden musste sich Basse keine Sorgen machen – klar waren die dabei. Und so geht es nun auch für die Baden Fraktion am Sonntag los. Rolf Basse schwimmt, Manuel Kolorz, ein erfahrener Hawaii-Starter, radelt und Oliver Frank – auch Langstreckenerprobt – läuft den Marathon.

Das Ziel: Die beste Orthomol Sport Staffel sein und unter 10 h bleiben.

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