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Challenge Roth 2010: Rasmus Henning vor Kienle und Llanos

18. Juli 2010 von Christian Friedrich

Bei bestem Triathlonwetter wurde die neunte Challenge Roth ein Tag der Rekorde. Gewonnen hat der Däne Rasmus Henning mit einer Endzeit von 7:52:37. Zweiter wird nach großem Kampf der Roth-Debütant Sebastian Kienle, der den Radrekord einstellt und unter 8 Stunden bleibt. Dritter wird der Spanier Eneko Llanos.


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Pünktlich um 6 Uhr morgens wurde die Startgruppe mit den Profis auf die Reise in den 22, 9 Grad warmen Main-Donau-Kanal geschickt. Da es die Nacht vor dem Start doch noch ordentlich geregnet hatte lag die Außentemperatur am Morgen bei bewölktem Himmel bei angenehmen 16 Grad. Optimale Bedingungen für ein schnelles Rennen – und das sollte es werden.

Bild: Rasmus Henning

Die schnellen Schwimmer Pete Jacobs (USA), der 2009 nach 45:57 der erste aus dem Wasser war, und der Däne Rasmus Henning setzten sich zu Anfang der ersten Disziplin an die Spitze des Feldes. An ihren Fersen der Spanier Eneko Llanos. Schnellste Frau zur Mitte des Rennens im Wasser war die Tschechin Tereza Macel, die alleine hinter den schnellsten drei Männern ihre Bahn zog.

Am Ende sicherte sich auch 2010 Pete Jacobs den Titel „First out of water“ bei den Männern. Kienle und Stadler, die alle auf dem Rad fürchteten folgten mit knapp fünf Minuten Abstand.

Top 5 nach dem Schwimmen Männer (ohne Agegrouper)
1. JACOBS, Pete (AUS) 46:51
2. HENNING, Rasmus (DEN) 46:57
3. LLANOS, Eneko (ESP) 47:01
4. SUNDBERG, Swen (GER) 50:36
5. STADLER, Normann (GER) 51:58

Auf der Radstrecke kam es dann wie vorauszusehen war zur großen Aufholjagd von Sebastian Kienle und Normann Stadler, die etwa zeitgleich dem Wasser entstiegen. Es dauerte aber gute 120 Kilometer bis sie die beiden Radexperten Henning und Jacobs an der Spitze eingeholt hatten. Im Hintergrund hielt sich zu diesem Zeitpunkt Eneko Llanos, der auf die Führenden mit geringem Abstand folgte.

Bild: Sebastian Kienle mit Radrekord

Nach gut 140 Kilometern konnte sich Sebastian Kienle erstmals von seinen Verfolgern Rasmus Henning, Pete Jacobs und Eneko Llanos absetzen. Bei der Zwischenzeit bei 153 Kilometer konnte Kienle bereits zwei Minuten auf Henning herausfahren. Normann Stadler der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Ergebnislisten auftauchte, hatte das Rennen auf Grund von Muskel-Problemen beendet und sein Scott Plasma schon vorzeitig parken müssen. Laut Aussagen von der Strecke hatte der Norminator beim Schwimmausstieg sein Bein verdreht, und sich dabei den Oberschenkel gezerrt oder einen Muskelfaserriss zugezogen. Nach 130 Kilometer waren die Schmerzen so groß, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Er gab enttäuscht auf.

Mit neuem Radrekord beendete Sebastian Kienle die zweite Disziplin und gab sein Rad nach 4:14:07 Stunden in der Wechselzone ab. Gefolgt vom Dänen Henning, der vier Minuten später auf die Laufstrecke wechselte. Ebenfalls in aussichtreicher Position kam der laufstarke Spanier Llanos als Dritter aus dem Wechselzelt. Auch weit vorne zu diesem Zeitpunkt war der Radexperte Wolfgang Teuchner.

Kienle verbesserte den Radrekord von Jürgen Zäck aus dem Jahre 1999 (4:14:16) um neun Sekunden.

Bild: Sebastian im Ziel

Top 5 nach dem Rad
1. KIENLE, Sebastian (GER) 5:07:45
2. HENNING, Rasmus (DEN) 5:11:44
3. LLANOS, Eneko (ESP) 5:13:15
4. TEUCHNER, Wolfgang (GER) 5:14:00
5. JACOBS, Pete (AUS) 5:14:06

Entscheidung beim Marathon
Aus der Wechselzone entlassen schoss Kienle förmlich über die ersten 21 Kilometer mit einer Halbmarathonzeit von etwa 1:18 Stunden. Bis Kilometer 30 konnte Kienle das Tempo noch hochhalten, dann kam der Einbruch und Rasmus Henning übernahm die Führung. Der schnellste Marathon des Tages mit 2:39:43 geht an den Sieger des Challenge Roth. Nach 7:52:37 gewinnt Rasmus Henning das legendäre Rennen in Roth vor Sebastian Kienle (7:59:06) und Eneko Llanos. Den schnellsten Marathon in einer Langdistanz ist  1997 der Belgier Luc van Lierde gelaufen mit unglaublichen 2:36:49.

Sebastian Kienle ist somit auch der neue Deutsche Meister auf der Langdistanz. Neuer Feuerwehrweltmeister wird der Franzose Sylvain Rota. Deutsche Meisterin wird Dagmar Matthes mit einer Zeit von 9:32:05 vor Mareen Hufe, die mit 9:44:32 zweite wird in der DM-Werung.

Ergebnisse

Top 10 Herren
1. HENNING, Rasmus (DEN) 07:52:36
2. KIENLE, Sebastian (GER) 07:59:06
3. LLANOS, Eneko (ESP) 08:02:33
4. JACOBS, Pete (AUS) 08:08:56
5. GÖHNER, Michael (GER) 08:13:09
6. CUNNAMA, James (RSA) 08:18:47
8. VIENNOT, Cyril (FRA) 08:22:20
9. USSHER, Richard (NZL) 08:24:56
10. BASTIE, Christophe (FRA) 08:25:58


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