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Challenge Heilbronn: Böcherer mit Höhenflug, Philipp überglücklich

21. Juni 2015 von Christine Waitz

Ingo Kutsche, einmaligHeilbronn, 21. Juni 2015 – Das Gipfeltreffen der deutschen Profiathleten fand an diesem Wochenende in Heilbronn statt. Rund um die Weinstadt wurde um prestigeträchtige Ränge gekämpft. Seine Form bestätigte erneut Andi Böcherer, der sich auf der Radstrecke absetzen konnte, und gegenüber Michael Raelert triumphierte. Im Rennen der Damen stand eine strahlende Siegerin im Ziel: Laura Philipp konnte ihren ersten großen Profisieg feiern.


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Einiges Neues hatte man sich in Heilbronn für die erste Auflage unter dem Challenge Label einfallen lassen. So wurde die Wechselzone in ein Parkhaus verlegt – ein sicherlich außergewöhnliches Vergnügen für die Sportler – und der Zielbereich wurde umgestaltet.

Zunächst jedoch war alles wie beim alten, nur das Wetter zeigte sich in diesem Jahr äußerst kühl und bedeckt. Doch die dicken Wolken blieben sportlerfreundlich und behielten die Regentropfen für sich. Im Wasser des Neckars sammelte sich die Profi-Menge um neun Uhr zum Schlagabtausch. In der ersten Runde des Tages ging es erwartungsgemäß schon zur Sache. Eine fünfköpfige Gruppe kletterte die lange Treppe zur Neckar-Brücke hinauf und machte sich auf den Weg zu ihrem Rad-Parkplatz. Michael Raelert, Giulio Molinari, Nils Frommhold und Andi Böcherer schoben ihre Räder dann gemeinsam die Rampe hinunter.

Böcherer im Tiefflug

Molinari und Böcherer machten das Tempo, die Stadt schnell hinter sich lassend. Michael Raelert dahinter, Nils Frommhold hielt sich ebenfalls zurück. Er war es auch, der als erster den Anschluss an das Führungsduo verlor, dann Michael Raelert. Böcherer und Molinari machten zunehmend Boden gut und der Freiburger, der aktuell mit einer Erfolgsserie über die Mitteldistanz aufwarten kann, schien nur darauf zu warten, seinen Konkurrenten abschütteln zu können. Ein Gegenwind-Stück schließlich reichte, um die unsichtbare Leine zu reißen, und von da an fuhr Andi Böcherer erneut alleine vornweg.

Mit 3:10 Minuten Vorsprung ging er auf die Laufstrecke. In seiner Verfolgung nun Michael Raelert und Giulio Molinari. Andreas Dreitz folgte erst 5:35 Minuten nach der Spitze, Sebastian Kienle gar 6:56 Minuten später.

„Ich bin heute rundum zufrieden“

Ingo Kutsche, einmaligEin souveräner Andi Böcherer drehte seine Runden dann auch auf der Laufstrecke. Mit hoher Schrittfrequenz und aufrechtem Oberkörper ließ er Michael Raelert nicht herankommen. So lief er nach 3:56:06 Stunden mit gleichem Vorsprung wie zu Beginn des Laufes durch den Zielbogen in Rot am Heilbronner Marktplatz. „Und wenn heute ein vierter Platz herausgekommen wäre, dann wäre ich auch zufrieden“, kommentierte er strahlend. „Ich habe nochmals an meiner Lauftechnik gearbeitet, daran, weniger Bewegung im Oberkörper zu haben. Das konnte ich heute gut umsetzen“.
Hinter ihm erreichte Michael Raelert Platz zwei. Vorjahressieger Andi Dreitz wurde Dritter.

Laura im siebten Himmel

Celine Schärer hatte die schnellste Schwimmzeit im Damenrennen. 23:54 Minuten benötigte sie für die 2,1 Kilometer und hatte nur Svenja Bazlen an ihren Füßen. Etwas länger benötigten Anja Beranek und Ricarda Lisk. Die spätere Siegerin lief nach 26:17 Minuten Richtung Parkhaus und machte sich auf die Verfolgung. Rang für Rang arbeitete sie sich in Windeseile nach vorne und hatte bald die Verfolgergruppe eingeholt. Lediglich Anja Beranek hatte wie gewohnt den Motor angeschmissen und preschte über die Hügel. Über fünf Minuten vor Philipp erreichte sie den zweiten Wechsel. Philipp hatte Svenja Bazlen auf Position drei, um weitere zwei Minuten distanziert.

Ingo Kutsche, einmaligReicht’s?, oder reicht’s erneut nicht? Wie schon im Kraichgau startete Anja Beranek mit gutem Tempo in den Halbmarathon, musste dann jedoch zunehmend um ihre Position bangen. Hinter ihr war Laura Philipp jedoch auch im Höllentempo unterwegs. Am Ende sollte eine Laufzeit von 1:20:16 Stunden zu Buche stehen. Und für Anja Beranek erneut kein Sieg.
Denn auf der letzten Runde lief Philipp an ihr vorbei. 4:29:40 Stunden nach dem Startschuss stand eine strahlende Siegerin im Ziel „Dass ich heute hier gewinnen würde, hätte ich niemals gedacht“, freute sich die 28-jährige.
Anja Beranek konnte Platz zwei vor Svenja Bazlen ins Ziel retten.

Ergebnisse Männer

1. Andi Böcherer, 3:56:06
2. Michael Raelert, 3:59:06
3. Andi Dreitz, 4:00:47
4. Sebastian Kienle, 4:01:19
5. Giulio Molinari, 4:02:07

Ergebnisse Damen

1. Laura Philipp, 4:29:40
2. Anja Beranek, 4:33:03
3. Svenja Bazlen, 4:35:49
4. Daniela Sämmler, 4:45:30
5. Jenny Schulz, 4:53:11

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Fotos: Ingo Kutsche

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