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Triathlon im Elsass

Challenge France:
Triathlon im Elsass

27. Mai 2008 von Christian Friedrich

Am Sonntag dem 25. Mai 9 Uhr und 30 Minuten war es endlich soweit. Der Challenge France ging bei optimalem Triathlonwetter, wie Felix Walchshöfer (Rennleiter Challenge Roth) es am Vorabend noch versprochen hatte in die erste Runde. Aber fangen wir mal von vorne an.


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Das 5000 Seelenstädtchen Niederbronn-les-bains (quasi Bad Niederbronn) war vorbereitet auf die knapp 1200 Triathleten, auch wenn noch nicht alles ganz so optimal ablief, wie es der ein oder andere vom Challenge Roth kennt und schätzt. Nett war auf jeden Fall die Idee mit den Challenge-Badeschlappen und dem Buff-Tuch im blauen Challenge-Look, die im Starterset lagen. Durchaus nützliche Accessoires.

Am Samstagvormittag gab es die Wettkampfbesprechung in drei Sprachen, wobei jedes Mal die Informationen auf Französisch vorgetragen und anschließend in Englisch oder Deutsch übersetzt wurden. Allerdings von Leuten, die noch nie was von Triathlon gehört (bis zu dieser Wettkampfbesprechung jedenfalls) hatten, dementsprechend chaotisch waren dann auch die Übersetzungsfehler oder Missverständnisse auch wenn es die Athleten mit Humor nahmen (wer eine Mitteldistanz macht „kennt“ sich ja schon etwa aus). Somit wusste die französische Rennleiterin nicht was die Deutschübersetzerin teilweise falsch „umwandelte“ und … naja es war lustig.

Pressekonferenz der Profis
Als Tri4u-Redaktion haben wir uns die Pressekonferenz mal angehört. Die Profi-Triathleten machten einen eher gelangweilten Eindruck während der offiziellen Pressekonferenz, die in einem Kinosaal stattfand. Vor allem Belinda Granger und Rutger Beke kamen während dieser zu Wort und natürlich die Franzosen, hier vor allem Francois Chabaud (der spätere Sieger). Aber so wirklich viel zu sagen gab es auch nicht. Die Strecke ist anspruchsvoll und alle freuen sich beim ersten Challenge dabei zu sein.

Die Eröffnungsfeier sollte dann um 18:30 Uhr starten im Werk in dem auch der TGV (der schnelle Zug aus Frankreich) gebaut wird. Gut 15 Minuten später ging es dann auch wirklich los. Auf der Eröffnungsfeier wurden dann noch mal alle gelobt und auch der ein oder andere Profi wurde vorgestellt.

Felix Walchshöfer gab seine Rede in drei Sprachen zum Besten und versprach wie schon mal erwähnt, dass am Sonntag Challenge-Wetter sein sollte. Zu diesem Zeitpunkt regnete es schon den halben Tag lang. Die Nudelparty (14 Euro das Ticket) war in der 400 Meter entfernten Kantine des TGV-Werkes. Da erst gegen 19:30 Uhr die Feierlichkeiten beendet waren, war es sinnvoll gewesen, sich zu sputen, um nicht erst um 21 Uhr was zu essen zu bekommen. Hier wäre doch die Nudelparty, so wie in Roth auch ein gutes Vorbild gewesen, bei der ja die offiziellen Vorstellungen und Danksagungen währenddessen ablaufen. Übrigens durfte jeder nur einmal Essen fassen, also eine Portion Nudeln, ein Salat und ein Dessert….und Wasser natürlich.

Der Wettkampftag
Noch in der Nacht auf Sonntag regnete es ausgiebig, aber wie Felix versprochen hatte kam tatsächlich zum Start noch die Sonne raus und auch die Radstrecke wurde trocken.

Das Schwimmen und die erste Wechselzone waren im etwa 18 Kilometer entferntem Moutherouse. Der See hat ungefähr eine Länge von 1000 Metern und war mit 14 Grad am Wettkampfmorgen sehr frisch. In vier Gruppen wurde zu Wasser gelassen. Nach den ersten 900 Metern kam die größere Wendeboje an der das Wasser allerdings so flach war, das der ein oder andere eine kleine Laufpassage daraus machte. Vielleicht war auch die Streckenlänge nicht ganz korrekt. 22 Minuten bei den Profis auf die 1,9 Kilometer wären sonst schon sehr schnell, oder?

Halb so schlimm
Die Radstrecke war dann gleich zu Anfang mit einem guten Anstieg versehen, allerdings waren Aerohelm und Scheibenrad durchaus berechtigt auf der ansonsten eher welligen Strecke. Das „größere“ Problem war mehr der ruppige Asphalt, der ein „entspanntes“ rollen nicht immer ermöglichte. Auch ein Grund dafür dass wohl einige mit Plattfüßen zu kämpfen hatten oder der ein oder andere Ersatzschlauch verloren ging.

Der anstrengende Teil
Der eigentliche Hammer sollte aber erst auf der Laufstrecke folgen. Was das Streckenprofil bereits andeutete war dann ein heftiger Anstieg von knapp 4 Kilometern auf einer 10,5 Kilometer-Runde, die ja zweimal durchlaufen werden musste. Auf der anderen Seite durften die Athleten auch 4 Kilometer bergab rennen und das teilweise mit dem extremen Gefälle. Auch sehr spannend war eine sehr kleine steile Brücke, die über die Radstrecke führte. Wer hier nicht genug Schwung hatte musste sich am Geländer hochziehen. Wer also mit Krämpfen zu kämpfen hatte kam voll auf seine Kosten.

Was gerade auf der Laufstrecke noch nicht so gut funktionierte, war die Ausgabe der Trinkbecher und der Schwämme. Hier muss noch nachgebessert werden.

Premiere mit noch kleineren Problemen
Alles in allem kann wohl auch der Veranstalter mit der ersten Ausgabe des Challenge France zufrieden sein. Das Wetter hat gepasst, die Rad- und Laufstrecke war gut gesichert und markiert und die Versorgung war okay. Die angesprochenen Probleme werden mit Sicherheit noch ausgemerzt. Sehr lecker: Im Zielbereich gab es jede Menge für den regenerativen Hunger – Pizza, Nudeln, Obst und allerlei andere Schmackerl.

War im Startpaket schon jede Menge, gab es im Ziel noch ein schönes praktisches Kappi, ein Minihandtuch und ein Finisher-T-Shirt.

Info: Challenge France

Fotos: Gitte Jensen

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