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Challenge Copenhagen 2010: Martin Jensen – Langdistanzdebüt

13. August 2010 von Christian Friedrich

Dänemark hat einige gute Triathleten zu bieten. Neben Tørbjörn Sindballe und Rasmus Henning gehört auch Martin Jensen zu den dänischen Triathlonaushängeschildern. Vor allem bei diversen ITU-Weltmeisterschaften hat sich Martin schon einen Namen erkämpft. Am Sonntag will er beim Challenge Kopenhagen sein Langdistanz-Debüt geben.


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Was war bei der ITU-Langdistanz WM in Immenstadt. Du warst am Start und auf dem Rad noch in einer sehr guten Positon?
Vor der WM war ich noch drei Wochen im Trainingslager in Font Romeu, Frankreich, um mich speziell auf die Steigungen bei der WM in Immenstadt vorzubereiten. Das verlief sehr gut und ich war meiner Meinung nach bestens in Form. Auf der letzten Trainingseinheit in Font Romeu, vor der Abreise nach Deutschland, ging allerdings mein Triathlonrad kaputt. Die Schelle, die den Umwerfer hält, ging ab und fiel vom Rahmen.

In Deutschland hab ich mir eine Zange gekauft mit der ich die Nieten wieder reindrücken konnte und die Schelle wieder befestigen konnte, aber das hielt leider nur ein paar Tage. Und am Abend vor der WM musste ich feststellen, dass der Umwerfer sich wieder löste und ich war gezwungen auf einem anderen Rad zu fahren. Deswegen fuhr ich im Rennen auch ein normales Rennrad mit einem Mini-Auflieger dran. Das war allerdings ein Last-Minute-Entscheidung, und das Rad war dementsprechend schlecht eingestellt. Es ein Scott Addict mit integrierter Sattelstütze, so das die Einstellmöglichkeiten begrenzt sind. Auf Grund dessen schmerzte es, als ich die langen flacheren Stücke in Aeropositon gefahren bin. Nach 60 Kilometern war ich so verspannt, das mein Leistungsoutput dramatisch sank und ich im Feld zurück fiel. Da sagte ich mir, das ich mich nicht zwingen werde, die letzten 30 Kilometer zu laufen nur um das Rennen zu finishen – egal – mit Blick auf die Challenge Kopenhagen hab ich so natürlich die beste Vorbereitung.

Ich hab gelesen auf Facebook, das Du oder ihr die ganze Nacht nach Dänemark zurück gefahren seid?
Wir mussten nach dem Rennen so schnell wie möglich zurück nach Dänemark, da unsere Jugendnationalmannschaft den Bus brauchte, um zu den nordischen Meisterschaften zu fahren. Da ich ja der war, mit den frischesten Beinen, fuhr ich den ganzen Weg nach Dänemark, wo wir um 6:30 Uhr morgens am nächsten Tag ankamen (1400km, Anmerk. D. Red). Das war ein langer Tag, da ich ja bereits um 3:45 Uhr am Wettkampftag wach war.

Ist es vielleicht nicht Glück im Unglück das Du in Immenstadt aufgehört hast und Du nun viel frischer in Kopenhagen an den Start gehst?
Klar ist das ein Vorteil. Ich trainiere schon wieder normal seit Dienstag nach der WM und kann nun noch Langdistanz spezifische Trainingseinheiten in den Plan nehmen in dieser Woche. Ich fühle mich gut gerüstet für den Challenge.

Wer sind die größten Konkurrenten im Rennen?
Es ist ein generell schweres Starterfeld bei den Pros in Kopenhagen. Es gibt sowohl gute Dänen als auch gute Ausländer. Die größten Favoriten meiner Meinung sind Jimmy Johnsen (DK), Tim Berkel (AUS), Luke Dragstra (CAN), aber es sind auch andere dabei, die wenn sie einen guten Tag haben, das Rennen gewinnen können.


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