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Cannes International Triathlon: Roter Teppich für Kienle und Frodeno

18. April 2015 von Christine Waitz

Ingo Kutsche,   freiDass in Cannes Größen über den roten Teppich flanieren, das ist sicherlich keine Seltenheit. Dass die Stars salzverkrustet mit nassem Haar angerannt kommen, das sieht man allerdings nicht alle Tage. Am Sonntag trifft sich die Crème de la Crème des Triathlon in der Stadt an der Côte d’Azur. Freuen darf man sich nicht auf fein gekleidete Stars, sondern auf heiße Duelle zwischen Jan Frodeno, Sebstian Kienle, Bart Aernouts und einigen mehr.


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Start neben den teuersten Yachten der Welt

Am Bijou Plage beginnt der Tag. Fast selbstverständlich leuchtet das Wasser der kleinen Bucht am südlichsten Zipfel der Stadt grünblau. Über die hell leuchtenden Steine des Piers zur Rechten ragen die spitzen Masten der teuersten Yachten der Welt. Auf der Landzunge, die die Bucht zur Linken abschirmt, ist das Casino Palm Beach zu sehen. Der feine Sandstrand lädt zum Entspannen ein – das möchte man spätestens dann, wenn man das erste Mal die Füße in das klare Meerwasser gehalten hat. Mit knapp 14 Grad Wassertemperatur lockt es nämlich nicht gerade zum Schwimmen. Nichtsdestotrotz waren die Starterfelder auf allen Distanzen in den vergangenen Jahren ausverkauft.

Cannes International Triathlon, einmaligVielleicht, weil die Radstrecke des Cannes International Triathlon besonders reizvoll ist. Von Palmen und Prachthäusern gesäumt, rollt man die ersten fünf Kilometer der Radstrecke flach aus der Stadt hinaus. Doch dann beginnt die Kletterpartie über knapp 1300 Höhenmeter. Die 80 Kilometer lange Runde führt in das wundervolle Hinterland und die Ausläufer der französischen Seealpen.
Eine vier Kilometer lange Wendepunktstrecke direkt auf der Flaniermeile von Cannes bildet die Laufstrecke. Zwischen Strand und Prachtstraße, die die Promenade d’Anglais in Nizza zum Vorbild hatte, müssen die Sportler nun noch vier Runden absolvieren. Der rote Teppich wartet dann ausnahmsweise nicht auf festlich gekleidete Filmstars, sondern auf verschwitzte Triathleten. Diese dürfen sich nun auf ein reichhaltiges Finisherbuffet freuen. Auf ihre Linie müssen schließlich die wenigsten achten.

Der Text ist ein Auszug aus dem Buch “Traumziel Triathlon” – Die 46 schönsten Wettkämpfe der Welt.

Frodeno vs. Kienle

Zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass Sebastian Kienle und Jan Frodeno beim Ironman Frankfurt erneut aufeinander treffen würden (triathlon.de berichtete). Eine von mehreren Begegnungen der beiden Deutschen, die im vergangenen Jahr für Spannung sorgten. Wie stehen die Duell-Aussichten für 2015?

Ingo Kutsche, freiErste Aufschlüsse darauf soll es in Cannes geben. Für Kienle wird es wohl der erste Formtest nach zwei Trainingslagern. Davon eines auf Fuerteventura und eines im spanischen Palamós. Auch Jan Frodeno hatte seine (Trainings-)Lager zuletzt an der spanischen Küste aufgeschlagen. Im Gegensatz zu Kienle kann er sich jedoch über seine Form bereits recht sicher sein. Beim Ironman 70.3 Oceanside verteidigte er immerhin mit der schnellsten Laufzeit seinen Titel.

Doch wird es beim deutschen Duell bleiben? Mit den Startnummern 3 und 5 sind Bart Aernouts und Romain Guillaume gemeldet. Der Belgier Aernouts hat 2015 bereits ein volles Rennprogramm hinter sich und unter anderem beim Ironman 70.3 South Africa und Ironman Africa je einen dritten Platz abgeräumt. Teamkollege Guillaume startet mit einem zehnten Platz beim Ironman Hawaii 2014 im Rücken, frisch in die Saison.

Ebenfalls am Start und für Top-Platzierungen gut: Faris Al-Sultan, sowie der französische Kurzdistanz-Spezialist und Olympionike Frédéric Belaubre und der amtierende ITU Europameister auf der Mitteldistanz, Giulio Molinari.

Cave, Vesterby, Csomor…

Fast genauso illuster ist das Feld der Damen. Mit Leanda Cave als ehemalige Ironman-Weltmeisterin und Top-Ten-Hawaii-Finisherin Michelle Vesterby, sind zwei internationale Stars am Start. Jeanne Collonge und Charlotte Morel möchten die französische Flagge hoch halten, während Altmeisterin Erica Csomor immer noch für ein starkes Rennen gut ist. 

Weitere Informationen zum Rennen.

Fotos: Cannes International Triathlon, Ingo Kutsche

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