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Cannes International Triathlon: Molinari siegt, Frodeno vor Kienle

20. April 2015 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche, freiCannes, 20. April 2015 – Eine Überraschung auf dem roten Teppich von Cannes: Es war keiner der deutschen Topfavoriten, der als erster über den Zielstrich lief. Nein, es war der amtierende ITU Europameister über die Mitteldistanz, Giulio Molinari. Er stahl Jan Frodeno und Sebastian Kienle ein klein bisschen die Show. Das mit Spannung erwartete erste Aufeinandertreffen der Saison entschied Jan Frodeno vor Sebastian Kienle für sich.


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„Auf dem Rad einfach keine Chance gehabt. Aber ein solider Test für die größeren Ziele in 2015“, schrieb Jan Frodeno. „Mit einem dritten Platz muss ich glücklich sein“, schrieb Sebastian Kienle. Keine Begeisterungsstürme bei den deutschen Topstartern?
Zugegeben, kaum einer hätte erwartet, dass jemand in das deutsche Duell eingreifen oder es gar gewinnen könnte. Der Italiener Giulio Molinari bewies zum Saisonstart jedoch die frischesten Beine.

Kurzdistanz-Spezialist Frederic Belaubre führte das Feld nach dem kühlen Schwimmen an. In seinem Schlepptau fanden sich Jan Frodeno, Giulio Molinari und Romain Guillaume wieder. Auf dem anspruchsvollen und technischen Radkurs war es dann nicht etwa Sebastian Kienle, der die Aufmerksamkeit auf sich zog und durch das Feld an die Spitze flog. Es war der Italiener Molinari, der die Konkurrenz verblüffte. Bis zum zweiten Wechsel hatte er 4:38 Minuten Vorsprung auf den ersten Verfolger Romain Guillaume und fünf Minuten Vorsprung auf Jan Frodeno herausgefahren. Kienle hatte sich zwar bis an Position fünf nach vorne gearbeitet – dem starken ITU Europameister konnte jedoch auch er nicht Paroli bieten.

Vorsprung reicht für Molinari

Auf der Laufstrecke zeigte sich schnell, dass an Molinari kein Herankommen war. Das Polster war zu groß, das Trainingslager steckte vielleicht noch in den Beinen. Nach fünf Kilometern jedoch, hatte Jan Frodeno Romain Guillaume eingefangen und sich auf den zweiten Platz vorgeschoben. Auch Sebastian Kienle legte einen guten Lauf auf das mondäne Parkett Cannes‘ und holte sich Platz drei.
3:46:33 Stunden standen schlussendlich für den Sieger Molinari auf der Uhr. Frodeno benötigte knapp eineinhalb Minuten länger, Kienle lief weitere drei Minuten später durch das Ziel. Faris Al-Sultan wurde Achter.

Cave klar vorne

Foto: Ralph Schick freiFavoritin Leanda Cave wurde den Erwartungen in Cannes gerecht. Die Weltenbummlerin schien sich in an der Côte d’Azur besonders wohl zu fühlen und legte ein überlegenes Rennen hin.
Vom Start weg dominierte sie die Konkurrenz, die mit Michelle Vesterby, Charlotte Morel oder Jeanne Collonge im Vorfeld nicht ganz außer Acht gelassen werden musste. Am Ende jedoch, zeigten sich die Genannten nicht an der Spitze. Cave siegte in 4:18:42 Stunden. Alexandra Tondeur konnte nach 4:22:20 Stunden als erste Verfolgerin ein starkes Rennen zeigen, vor Vanessa Raw, Charlotte Morel und Michelle Vesterby.

Ergebnisse Herren

1. Giulio Molinari, 3:46:33
2. Jan Frodeno, 3:48:09
3. Sebastian Kienle, 3:51:15
4. Romain Guillaume, 3:53:01
5. Hervé Banti, 3:54:20

Ergebnisse Damen

1. Leanda Cave, 4:18:42
2. Alexandra Tondeur, 4:22:20
3. Vanessa Raw, 4:25:16
4. Charlotte Morel, 4:26:28
5. Michelle Vesterby, 4:30:48

Zu den Ergebnissen.

Fotos: Ingo Kutsche, Ralph Schick

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