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Bluetooth In-Ear Kopfhörer adistar by Monster im Test: Let there be bass

27. Januar 2016 von Christine Waitz

Christine Waitz, freiIch geb’s zu. Musik ist ein essentieller Bestandteil meines Trainings. Schon vor MP3-Player-Zeiten lief ich mit dem neuesten, flachsten und leichtesten Modell eines Walkmans durch die Gegend. Mit der Zeit wurden nicht nur die Geräte immer kleiner und leichter, sondern auch die Kopfhörer. Während man Mini-Format und Fliegengewicht heute als selbstverständlich ansieht, gibt es eines, das alles andere als selbstverständlich ist: guter Klang. Ob die Adidas-Monster Kombination damit aufwarten kann, haben wir getestet.


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Der erste Eindruck

Wie viele Kopfhörer ich in gut über 15 Jahren aufgearbeitet habe, weiß ich nicht. Umso wichtiger wird irgendwann der erste Eindruck. Denn erscheint der Kopfhörer schon beim Auspacken „klapprig“, bereitet er meist nicht lange Freude. Oft wartet das Grauen gar beim ersten Anstöpseln und blechernem Klang.
Den ersten Freudentanz mit dem Adistar, noch ganz ohne Musik, gab es demnach beim Auspacken. Die Kopfhörer kommen mit einem gewissen „Gewicht“. Sie sind nicht schwer – lediglich 15 Gramm wiegt die Kombination aus Ohrstücken, Kabel und Steuerung. Ein robuster und klanglich guter Kopfhörer ist meist jedoch nicht „Plastik-leicht“, sondern fühlt sich kompakt und stabil an. Damit können die Kopfhörer auf jeden Fall aufwarten. Ein kleiner Vergleich: Der kabelgebundene Kollege zum Adidas Adistar, den ich persönlich nutze, wiegt exakt doppelt so viel.

Guter Klang beginnt beim Sitz

Ein Kopfhörer, der nicht perfekt sitzt, trübt das Hörerlebnis deutlich. Ganz entscheidend wird das natürlich beim Sport. Nicht nur leidet der Klang stark unter wackelnden Kopfhörern, auch ist es unangenehm, die Ohrstücke ständig korrigieren zu müssen.

Christine Waitz, freiDie Ohrstücke des Adidas Adistar by Monster sind verhältnismäßig groß und gefühlt auch „gewichtig“. Die Technik des Geräts verbirgt sich in den zwei knapp zwei Zentimetern tiefen, zylinderförmigen Buchsen, an deren Außenseite das bekannte Adidas-Logo natürlich nicht fehlen darf. Dass das kein Mangel ist, wird sich gleich herausstellen.
Teils umhüllt werden die Buchsen von den „SportClips“. So nennt Adidas die Konstruktion, die für einen festen und komfortablen Sitz sorgen soll. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich je ein weicher, flexibler Gummi-Tentakel. Zwei weitere dieser „Tentakel“, sowie zwei weitere Ohrstöpsel, in unterschiedlichen Größen, sind in der Packung enthalten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Hat man einmal die passende Stöpsel-Kombination und die ideale Position im Ohr gefunden – und das geht dank der einfachen Handhabung sehr schnell –  sitzen die Kopfhörer perfekt. Kein Wackeln, kein Verrutschen, kein Nachkorrigieren. Das Kabel, das die beiden Ohrstücke verbindet, verläuft hinter dem Kopf und lässt sich dank eines Gummi-Stoppers einfach verkürzen. Auch das kleine Steuerungselement an der rechten Kabelhälfte stört den festen Sitz nicht – denn trotz seiner handlichen (wichtig!) Größe, ist es nicht sehr schwer.

Hörgenuss mit Vorsicht

Musik-Genießer wissen einen Vorteil perfekt sitzender In-Ear-Kopfhörer zu schätzen: Die Abschirmung von Umgebungsgeräuschen. Schon beim ersten Probieren des Adistar wird klar, dass er da mithalten kann. Die Ohrstöpsel passen sich perfekt an, die kleinen Tentakel klemmen die Ohrstücke regelrecht fest – es folgt reiner, ungestörter Musikgenuss… Eines jedoch sollte Nutzern auch bewusst sein: Wer so abgeschirmt von den gewohnten Umgebungsgeräuschen außen Sport macht, kann sich und Andere in Gefahr bringen.

Christine Waitz, frei

Zunächst jedoch, geht es daran, den Bluetooth-Kopfhörer mit einem mobilen Endgerät zu verbinden. Das könnte einfacher kaum sein. Mit einem langen Druck auf die Steuertaste meldet die Stimme „Power On“ und schon wenig später „Phone connected“.
Nun geht es an die erste Bewährungs- also Hörprobe. Einige Hörbeispiele liefert Adidas gleich mit: Von Klassik (Korsakoff – Dance of the Tumblers), über Pop (R. Kelly – The World’s Greatest), bis hin zur Chill Out Music (Downhill Racer im Kenny Dope Remix). Der Klang: Glasklar, knackig, präzise und – wie zu erwarten – mit sattem, sauberen Bass.
Wer sich im Training gerne von elektronischer Musik antreiben lässt, ist hier genau richtig. Rund fünf Stunden kann man die Kopfhörer mit einer Akkuladung betreiben. Aufgeladen wird danach über den USB-Anschluss am Steuerelement.

Kann auch sonst viel

Christine Waitz, frei

Sitzt perfekt.

Völlig unvermittelt bricht beim Test die Musik ab. Düdülüdüüü. Düdülüdüüü. „Answer?,“ fragt die Dame. Mit einem Druck auf die Steuertaste nehme ich den Anruf an. Klappt bestens, auch ohne zuvor die Bedienungsanleitung studiert zu haben. Auch die Freisprech-Einrichtung scheint reibungslos zu funktionieren.
Apropos abbrechen: Die Bluetooth Verbindung erweist sich als recht stabil, selbst, wenn man sich etwas vom mobilen Endgerät entfernt. Gelegentlich waren zwar kurze Unterbrechungen in der Verbindung festzustellen. Diese schienen jedoch vor allem dann aufzutreten, wenn der Akku zuneige ging.

Die Steuerung zeichnet sich übrigens, wie bereits erwähnt, durch einfache Bedienung aus. Drei erhabene Zeichen (Minus, Plus, Punkt), lassen sich selbst mit dünnen Handschuhen ertasten und haben einen gut spürbaren Druckpunkt. Einer Bedienung, ohne Blick darauf, steht also nichts im Wege. Auch erwähnenswert, und alles andere als selbstverständlich, ist die laut Herstellerangaben schweißresistente und abwaschbare Konstruktion. Selbst schweißtreibendem Training mit Musik steht nun nichts mehr im Wege.

Fazit

Der Adidas adistar by Monster macht durchwegs Spaß. Nicht nur im Training, sondern, dank einfachem Gebrauch und gutem Sitz, auch einmal im Alltag. Natürlich müssen Kopfhörer, die die Umgebungsgeräusche so stark mindern, wie dieser Kopfhörer, beim Sport im Freien mit Vorsicht genossen werden. Dass man sie genießen kann, daran besteht jedoch kein Zweifel.
Die 99,95 Euro, die für die Kopfhörer über den Tisch gehen, sind zwar kein Schnäppchen. Guter Klang hat jedoch einfach seinen Preis…

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Fotos: triathlon.de

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