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Bodenseetri 2006: Ein guter Tag zum Finishen

9. September 2006 von Christian Friedrich

ammorgenSamstag:

Der Papst kommt nach München….ein laut Stoiber „Jahrtausendereignis“ und ich fahr an den Bodensee. Tja, aber gebucht is gebucht. Am Samstagmorgen los, damit man dann vor Ort in aller Ruhe alles vorbereiten kann.


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Pension bezahlt und ab in die Stadt Unterlagen holen. Und da fällt es mir irgendwie ein….scheiße der Neo hängt noch im Schrank in München. Ahhhh. Sören dachte erst ich Scherze. Nein. Kein Scherz und schon verfalle ich in größte Nervosität. Mei was für ein Fehler. Zum Glück bieten sie dieses Jahr einen Neoausleihservice an. Also gleich hin und schaun, ob es noch einen für mich gibt. Ich bekomme einen Aquashpere Rookie, nicht vergleichbar mit meinem „Ferrari“ zu Hause im Schrank.

pauseNun gut, wenigstens komm ich so über die Schwimmdistanz ohne zu erfrieren. Noch das Rad einchecken, bei gerade mal 150 Langdistanzlern ist es eine lockere Atmosphäre, aber damit werben sie ja auch. Danach geht es dann zur Wettkampfbesprechung und anschließender Nudelparty.

Die Wettkampfbesprechung lässt die Rad- und Laufstrecke ein wenig so aussehen, als könnten die ein oder anderen Orientierungsprobleme auftreten. Dafür ist die Riesenportion Nudeln danach echt supi und auch hier gibt der kleine Rahmen der Veranstaltung einen gemütlichen Touch. Am Bodenseetri „kennt“ man noch seine “Gegner“.

Sonntag:

neovergessen4 Uhr klingelt mein Handy, d.h. ich bin eigentlich schon 2 Minuten vorher wach. Vier Scheiben Toast mit Honig und alles klar machen, dass ich dann losdüsen kann. Um 5 Uhr bin ich (zwar nicht erster) an der Wechselzone und mach meinen Bock klar. Dann rechtzeitig zum Start. Diesmal mit kurzem Warmlaufen (in Roth kaum machbar) und dann rein in die Pelle (Neo). Sören kommt noch rechtzeitig zum Start und ab an die Startlinie. Landstart, wobei man eher auf großen Steinen nach unten krabbeln muss. Dann geht´s los. Die erste Boje ist direkt nach 50 Metern, also volle Pulle. Ich bin etwas ungünstig am rechten Rand gestartet, dafür hab ich aber keine Keilerei an der Boje, nur etwas mehr Strecke. Ich finde gleich am Anfang gute Füße denen ich 1500 Meter gut folgen kann und die mich gut durchs Feld nach vorne ziehen. Dann sind sie doch irgendwann weg. Am Rückweg gibt es die aufgehende Sonne direkt ins Gesicht, aber es geht immer irgendwie und nach 1:05 Std. bin ich durch und das mit ´nem Leihneo!

startIch wechsel so schnell es geht und bin ratz fatz auf der Radstrecke. Erst noch eine kleine Steigung und dann 40km flach. Dann kommt der Scheidegg. Aber so schlimm wie im Höhendiagramm war der nicht. Am Ende bin ich die 182 Kilometer in 5:57 Std. gefahren. Ich freu mich regelrecht auf´s laufen, weil einem da der Hintern nicht so schmerzt.

Dann wieder Wechsel. Radhose aus, Laufhose an und Socken, Schuhe, Kappe und los. Ich lauf locker los und es geht erstmal alles gut an. Nach ein paar Kilometer in immerhin 5:00 – 5:30 min/km treffe ich Norbert, den km42ich zwar noch überhole, aber ich komme nicht wirklich weg. Also „verbünden“ wir uns und laufen unser Tempo gemeinsam und quatschen halt über alles Mögliche. Nach der Hälfte sind wir noch frohen Mutes und sind schon am Endzeitenhochrechnen.

Ich fühl mich immer noch gut und beschließe ab km 30 noch mal Gas zu geben. Die letzten 12 lauf ich mit 4:30 min/km und lass noch den ein oder anderen vor mir laufenden stehen. Ab km 38 muss ich dann beißen und es wird schwer, aber da outofwaterhab ich keine Zweifel mehr das es heute klappt und laufe am Ende mit 3:35 Std. Laufsplit in 10:41 Std. Endzeit ins Ziel. Der Sieger Olaf Sabatschus stand zu der Zeit im Ziel und überreichte mir die Medaille. So lass ich mir den Saisonabschluß gefallen. Nach ein paar Getränken steige ich in einen der drei Wirlpools im Ziel und genieße meinen Erfolg. Die schnellste Frau und der Chefredakteur des Triathlon Magazins sitzen auch dabei und Norbert kam dann auch noch dazu (7 Minuten nach mir), aber das ist halt das besondere am Bodenseetri.

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