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Flache Aero-Flasche

Test: Arundel Chrono –
Flache Aero-Flasche

18. Juni 2008 von Christian Friedrich

Aerodynamische Flaschen, die anstatt der üblichen bauchigen Trinkflaschen im Rahmen sitzen sind noch selten anzutreffen. Tri4u hat sich das Modell Chrono von Arundel angeschaut und traut der Flasche auch eine Langdistanz zu – und das natürlich auch ohne die Flasche wegzuschmeißen.


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Die Arundel Chrono ist wie alle anderen Flaschen auch aus einfachem Kunststoff geformt. Der Durchmesser an der dicksten Stelle ist mit 4,5 Zentimetern etwa 2,5 Zentimeter dünner, als eine übliche Trinkflasche. Dadurch verschwindet die Flasche so gut wie vollständig – auch hinter schmalen Aerorahmenrohren.

Leicht und fest
Die Karbon-Halterung wiegt mit 32 Gramm nahezu nichts und die Flasche kommt mit 83 Gramm noch dazu. Das An- und Ausklippen funktioniert schwergängig genug – die Flasche sitzt fest, lässt sich aber auch einfach entnehmen. Der Verschluss ist wie bei einer normalen Trinkflasche zum Abnehmen und wird durch einen Ring an der Flasche gehalten.

Nicht wegschmeißen
Für den Sprint oder die Olympische Distanz reicht der Inhalt von knapp 560 Millilitern wohl vollkommen aus. Auf der Mittel- oder Langdistanz sieht die Sache anders aus. Wegschmeißen wäre Blödsinn, weil auch keiner der gereichten Flaschen in die Halterung passen würde. Eine andere Lösung muss her.

FOTOSTRECKE

Arundel Chrono

Tri4u hat folgende Idee
Da der Verschluss gehalten wird durch einen Ring könnte folgendes Szenario funktionieren. Vor jeder Verpflegungsstation muss der Athlet die Flasche, die in der Halterung gelassen wird, öffnen. An der Getränkestation schnappt er sich eine angereichte Flasche und füllt nun die Aeroflasche auf. Das sollte eigentlich relativ zügig gehen. Hat der betreffende Fahrer auch eine Aeroflasche am Lenker, kann er auch erst diese befüllen und dann den Rest schnell in die Aeroflasche im Rahmen einfüllen. Die leere Flasche kann dann kurz hinter der Verpflegung entsorgt werden. Fertig. Dadurch käme der aerodynamische Effekt, den die Flasche bringen soll auf auf Mittel- oder Langdistanzen voll zu Geltung.

Ein Test beim Erdinger Triathlon hat bestätigt, dass das oben beschriebene Szenario durchaus machbar ist. Die Flasche lässt sich zwar nicht ganz so einfach greifen und auch das wieder anstecken ist Übungssache, aber es funktioniert. Der Deckel lässt sich öffnen und leicht wieder schließen, also warum nicht auch die Langdistanz so bestreiten?

Ein Flasche ist wie ein Segel, oder nicht?
Den flachen Flaschen wird neben dem aerodynamischen Effekt auch ein Segeleffekt zugeschrieben, wenn der Wind von seitlich hinten bläst. Eine Formel besagt, das die resultierende Kraft das Produkt aus der Fläche des Segels (also der Flasche) und dem Quadrat der Windgeschwindigkeit ist. Inwieweit eine solche Flasche wirklich eine positiven Effekt auf die Geschwindigkeit hat werden wir noch erörtern. Klar ist ja auch – eine Flasche ist auch kein Segel. Aber im Gegensatz zu einer normalen Trinkflasche hat die Arundel Chrono etwa 70 Prozent mehr Fläche, die im Wind steht.

Preis: etwa 60 Euro
Info: Arundel
Gibt es auch bei uns im Shop

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