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Arena Wettkampfanzug Powerskin Carbon Pro: Carbon für Kondition

20. Juni 2014 von Christine Waitz

arena,   einmaligDie Wunderwaffe für Tempomacher, Geschwindigkeits-Junkies und Bestzeitjäger ist unumstritten Carbon. Das wird spätestens dann klar, wenn man seinen Blick über eine beliebige Wechselzone schweifen lässt. Was im Rad-Bereich längst zur Grundausstattung geworden ist, hält nun auch in der Bekleidung Einzug: Mit Carbonfasern verstärkte Textilien sollen nicht nur am Rad Sekunden herausholen. Wir haben Arenas neuesten Wettkampfanzug getestet. Carbon für Kondition?


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Ein Hingucker ist der Arena Powerskin Carbon Pro auf jeden Fall. In leuchtendem Orange kommt der Einteiler daher, der besonders auf die Bedürfnisse der ambitionierten Athleten über Sprint- und Kurzdistanz abgestimmt sein soll. Doch was braucht man auf der Sprint- oder Kurzdistanz? Möglichst wenig von allem!

Minimalist ist sein zweiter Name

Entsprechend minimalistisch zeigt sich das edle Gewand in jeder Hinsicht. Bereits beim Auspacken des Einteilers mit Reißverschluss am Rücken fallen das extrem geringe Gewicht und der hauchdünne Stoff auf. Auf Chamois oder bremsende Taschen hat man gänzlich verzichtet. Wer auf der Kurzdistanz schnell unterwegs sein mag, braucht das auch nicht.

Im Detail weniger minimalistisch, dafür hochtechnisch soll der Stoff laut Hersteller sein. Das Gitternetz der hauchdünnen Kohlefaserstränge ist mit bloßem Auge zu erkennen. Der so verstärkte Stoff verspricht ideale Kompression bei uneingeschränkter Bewegungsfreiheit, Muskelunterstützung an besonders belasteten Stellen und zudem beste Gleiteigenschaften im Wasser, sowie ein schnelles Trocknen an Land.

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen

Christine Waitz, frei

Dass Arenas Expertise im Schwimmbereich liegt, das merkt man spätestens beim Anziehen des Anzuges. Etwas Zeit sollte man sich dazu auf jeden Fall einplanen. Kurz vor dem Start noch einmal Austreten? Damit besser nicht! Denn der Anzug, der am Ende perfekt sitzt, zeigt sich beim anziehen ziemlich störrisch. Wo anderes Material noch einmal nachgibt und dank der hohen Elastizität einfach überzuziehen ist, scheint der leuchtend orange Stoff keinen Millimeter mehr herzugeben.
Dieser Faktor, ersteinmal an Nerven und Material zerrt, wird spätestens dann, wenn man sich in Bewegung setzt, zur angenehmen Überraschung. Von mangelnder Elastizität keine Spur. Der Stoff gibt dort, wo es nötig ist genügend Raum und Bewegungsfreiheit. Bietet andererseits jedoch auch einen angenehmen Halt und bombenfesten Sitz. Zu verdanken hat man das, Laut Arena, der Carbonfaser, die bis zu einem gewissen Grad dehnbar ist, dann jedoch eine weitere Ausweitung verhindert. Auch der Schnitt, der an einigen Stellen etwas elastischere Einsätze, an anderen feste Carbon-Bänder aufweist, trägt dazu bei. Im Test war das Gefühl der zweiten Haut auf jeden Fall angenehm.

Carbon für Kondition?

Mittlerweile weiß man Kompressions-Technologien so genau einzusetzen, dass lediglich an den Stellen, an denen Kompression effektiv ist, solche auch angewandt wird. Der Vorteil liegt im erhöhten Bluttransport über das venöse System. Das heißt, der eng anliegende Stoff, der Druck ausübt, sorgt dafür, dass Blut schneller Richtung Herz zurück transportiert wird. Damit einher geht eine bessere Sauerstoffversorgung der Muskulatur, was wiederum eine geringere Ermüdung, verbesserte Kraft und schnellere Erholung ermöglicht. Ob man die Kompression angenehm oder eher störend findet, das muss natürlich jeder Sportler selbst entscheiden.

Keine Reibereien

Dicke Nähte sind beim Tri-Suit Carbon Pro nirgends zu finden. Alle Teile sind verklebt, sodass der Anzug fast wie aus einem Guss erscheint. Sogar an den Beinenden merkt man kaum, dass der Stoff einmal umgeschlagen ist. Ein schmaler Silikonstreifen an der Oberschenkelaußenseite verhindert Verrutschen – doch eigentlich sitzt der Anzug so gut, dass das wohl kaum nötig gewesen wäre. An Arm- und Halsausschnitten bekommt der Anzug ein festes, schwarzes Tape verpasst, das Ausleiern und auch Reibereien verhindern soll. Wir jedenfalls hatten nicht mit Scheuerstellen zu kämpfen, bei längeren Belastungen könnte die dünne, feste Kante aber durchaus bissig werden.

Christine Waitz, frei

Und Action!

Wer nun die kurze Rennstrecke dank warmer Wassertemperaturen ohne Neo absolvieren muss, der schwimmt/fährt mit dem Powerskin Carbon Pro ebenfalls gut. Das Wasser perlt an der Oberfläche sichtbar ab, auch beim Schwimmen nimmt das Gewebe nur wenig Feuchtigkeit auf und ist im Nu wieder trocken.
Persönlichen Bekleidungsvorlieben wird mit einer Auswahl an unterschiedlichen Herren- und Damenmodellen entgegengekommen. So ist das edle Gewand in Orange oder Schwarz, als Zweiteiler oder Einteiler, mit Reißverschluss am Rücken oder als Racerback erhältlich.

Ein Wermutstropfen für alle Technikfreaks ist sicherlich der Preis. Denn das gute Stück kostet als Einteiler mit Reißverschluss 399 Euro. (Nein, wir sind nicht in die Spalte mit den Neoprenanzügen gerutscht).

Zur Website von Arena.

Fotos: triathlon.de, Arena

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