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Anti Doping Agentur: Erneut verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel entdeckt

14. Mai 2014 von Christine Waitz

Köln, 14. Mai 2014 – Die Anti Doping Agentur vermeldete heute erneut erneut den Fund verunreinigter Nahrungsergänzungsmittel. So fand das Zentrum für Präventive Doping Forschung der Deutschen Sporthochschule Köln laut NADA ein mit Oxilofrin verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel. Die Substanz war nicht auf der Zutatenliste deklariert. Oxilofrin gehört zur Substanzklasse 6b der WADA-Verbotsliste. Somit ist der Einsatz im Wettkampf verboten.


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Bereits bei früheren Untersuchungen fand das Institut in verschiedenen Produkten Oxilofrin (Synonym u.a.: Methylsynephrin, Hydroxyephrin, Oxyephrin), aber auch weitere Stimulanzien wie Sibutramin und Methylhexanamin. Besonders unter Verdacht stehen, laut Meldung der Nada, Produkte, die extremen Fettabbau (Fatburner), eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit (Neuroenhancer) oder Motivationssteigerung (Pre-Training Formula) versprechen. Der verbotene Stoff Oxilofrin war bei den Produkten nicht auf der Zutatenliste deklariert. Ebenso vermeldete die Australische Anti-Doping Agentur Verunreinigungen in einem Energy Drink. >Zur Pressemeldung.

Positiver Dopingbefund möglich

So warnt die Anti-Doping Agentur davor, dass solch scheinbar unbedenkliche Produkte zu unabsichtlichen positiven Dopingbefunden führen können und warnt  vor unüberlegter Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Sollten Mangelerscheinungen durch einen Arzt diagnostiziert werden, kann dieser ausgewählte Präparate empfehlen. Diese haben Arzneimittelzulassung und sind dadurch garantiert frei von Verunreinigungen.
Sollten dennoch anderweitig Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden, sollte vom Athleten zumindest überprüft werden, ob das gewünschte Produkt von einer unabhängigen Institution auf das Vorhandensein von verbotenen Substanzen getestet wurde oder eine Selbstauskunft des Herstellers zur Produktreinheit vorliegt. Die Kölner Liste kann dazu Aufschluss geben.

Abschließend vermerkt die NADA in ihrer Meldung: „All diese Aspekte tragen dazu bei, das durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorhandene Doping-Risiko zu reduzieren, gänzlich auszuschließen ist es jedoch nicht.“

Zur Website der Deutschen Anti-Doping Agentur.

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