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Alles in Butter: Was ist gesünder – Butter oder Magarine?

5. Mai 2011 von Andreas Mai

Des Deutschen liebstes Streichfett! Margarine versus Butter – Wer hat die Messerspitze vorne?


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Als Konsument hat man es manchmal nicht leicht! Gerade bei diesem jahrelang umstrittenen Thema: „Soll ich mir nun Butter oder Margarine aufs Frühstücksbrot schmieren?“ Am Anfang meiner Recherche für diesen Artikel beschloss ich, einfach mal in den Supermarkt zu gehen um festzustellen, wie viele unterschiedliche Butter und Margarinesorten es eigentlich gibt.

Danach kam ich mit einem rauchenden Kopf wieder aus dem Geschäft. Eine Vielfalt an Sorten lachte mich an und ich wusste nicht, wohin ich greifen oder von welchem Produkt ich lieber die Finger lassen sollte. Wenn es mir schon so geht, möchte ich nicht wissen, wie es einem ernährungsbewussten Konsumenten geht. Um ein bisschen Licht in die Streichfettvielfalt zu bringen, werden wir im Folgenden beide Produkte im Vergleich genauestens unter die Lupe nehmen!

Wie setzt sich Butter zusammen?

  • Butter enthält mindestens 80% Fett was ungefähr 720 Kilokalorien je 100 Gramm     entspricht.
  • Da Butter ein tierisches Produkt ist, enthält es viel Cholesterin. 240 mg pro 100 Gramm Butter muss der Körper verwerten. Früher wurde gerne behauptet, dass dieses Cholesterin zu einer Erhöhung von Herz-Kreislauf Problemen führen kann. Dies wurde mittlerweile widerlegt, da man inzwischen weiß, dass der Körper einen gewissen Anteil davon verwerten kann.
  • Butter besteht zu großen Teilen aus verschiedenen gesättigten Fettsäuren, welche ernährungstechnisch nicht zu empfehlen sind, von denen jedoch gewisse Typen leicht verdaulich zum Aufbau von Energie beitragen.
  • In geringen Mengen sind auch Transfettsäuren in der Butter zu finden.
  • Mutter Natur liefert mit der Butter die Vitamine D, A, E und K.

Wie setzt sich Margarine zusammen?

  • Normale Margarine enthält mindestens 80% Fett. Bei der beliebten Pflanzenmargarine, stammt das Fett zu 98% aus der Flora. Bei gewissen Margarinen enthält der Name auch den Pflanzennamen aus welcher das Fett zur Produktion gewonnen wurde, z.B. Sonnenblumenmargarine.
  • In Pflanzenmargarine ist wenig Cholesterin enthalten.
  • Je nach verwendetem Öl kann man bei Margarine unterschiedlich viel oder wenig ungesättigte Fettsäuren finden. Margarinen, die mit Olivenöl hergestellt wurden, fallen durch positive Fettsäuren auf. Je höher der Fettgehalt der Margarine, desto geringer war der Anteil an guten ungesättigten Fettsäuren. Gerade bei Margarinen wird auf eine hohe Streichfähigkeit geachtet. Dies geht auf Kosten der gesunden Fettsäuren. Hierfür werden gerne Kokos- oder Palmfette verwendet, welche viele gesättigte Fettsäuren enthalten.
  • Aufgrund der Tatsache, dass Margarine früher häufig aus nur teilgehärteten Ölen hergestellt wurde, konnte man als unerwünschtes Nebenprodukt einen hohen Anteil an ungesunden Transfetten genießen. Heutzutage sind die Hersteller dazu übergegangen, dass Sie vollständig  gehärtetes Öl verwenden. Dadurch sind weniger Transfettsäuren in den Produkten enthalten.
  • Im Gegensatz zur Butter müssen Vitamine bei Margarine künstlich zugeführt werden. Vitamin A, Vitamin E und Vitamin D werden gerne speziell beworben. Ein Großteil der Vitamine wird dem Körper auch durch eine normale ausgewogene bedarfsgerechte Ernährung ausreichend zugeführt!
  • Um Margarine für den Konsumenten schmackhaft zu machen, werden Aromen und Zusatzstoffe zugesetzt. Kurz vor Ablauf des Verfallsdatums hat man oft das Problem, dass der einsetzende Fettverderb der Margarine einen ranzigen Geschmack verleiht.

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Autor: Andreas Mai (geb.1977) ist Diplom Sportwissenschaftler und Offizier im Dienste der Bundeswehr. Er verbindet jahrelange Erfahrungen als Leistungssportler und Trainer diverser Schwimmgruppen. Momentan befindet er sich im Masters Studium Gesundheitsmanagement und erlangt nebenbei u.a. die Ausbildungen zum Lehrer für Ernährung und zum Mental Coach. Sein persönliches Steckenpferd ist es sich mit aktuellen Ganzkörpertraining wie TRX oder Kettlebell zu beschäftigen, um den ganzen Körper fit zu halten und fit zu machen.
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