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Aerodynamik Top Ten: Optimiere Dein Radmaterial

7. Juni 2016 von Sebastian Weber

Lukas Bartl, freiPerfektioniert, windschnittig, schnell. Unsere Aerodynamik Top Ten versprechen über 100 Watt an Sparpotenzial. Mit diesen Tipps könnt ihr eure zweite Disziplin materialtechnisch auf höchstes Niveau bringen. Aber auch das hat seinen Preis. Was euch welche Verbesserung in etwa kostet, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.


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Der Triathlonsport galt und gilt als Wegbereiter vieler aerodynamischer Neuentwicklungen. In den Anfängen des Sports war es noch eine kleine Sensation, wenn etwa der schief sitzende Giro Helm von Mike Pigg drei neue Belüftungsschlitze hatte oder beim Felt Rad von Kenny Souza das Unterrohr platt gedrückt wurde. Damals kamen die ersten Trinksysteme zur Montage hinter dem Sattel auf dem Markt, HED und Zipp verkauften die ersten Aerowheels – später auch vermehrt in 26 Zoll – Mark Allen siegte auf dem legendären Kestrel 4000 und Raketen wie Jürgen Zäck verwendeten eine spezielle Hooker Vorderradgabel mit nur 60 anstatt 100 Millimetern Flanschabstand.

Mehr Triathleten, mehr Auswahl

Nun, damals war die Wahl des aerodynamischen Equipments recht leicht – es gab keine große Auswahl. Für Aerolaufräder, tropfenförmige Helme oder spezielle Rahmenformen gab es meist nicht mal eine Hand voll Anbieter, sondern nur ein paar wenige kleine Ausrüster deren Produkte man auch nicht in jedem beliebigen Radladen erstehen konnte.

Lukas Bartl, freiHeute sieht die Welt des Triathlonmaterials anders aus. Trotz, oder gerade aufgrund der stark regulierend eingreifenden UCI beim „großen Bruder“ in Sachen Material, dem Radsport, kommen die meisten wirklichen High-End Entwicklungen heute aus dem Bereich des Straßenradsports. Und weil z.B. die vor 15 Jahren im Triathlon zum guten Ton gehörenden Zipp Laufräder heute Standard im Peloton sind, tummeln sich mittlerweile zahlreiche Anbieter für diverses Aeroequipment auf dem Markt. Nicht zu vergessen: die Triathlongemeinde ist um ein vielfaches größer und damit kaufkräftiger als noch vor 15 Jahren, damit ist der Markt größer und entsprechend interessanter auch für größere Hersteller.

Karbon statt Kondition

Die Vorteile für den Triathleten sind offensichtlich: Konkurrenz belebt das Geschäft. Entsprechend ist die Auswahl an Aeroequipment größer, die Preisgestaltung wird mehr durch den Markt geregelt und der Entwicklungsdruck auf die Hersteller ist wesentlich größer. So wundert es nicht, dass jedes Jahr zahlreiche Neuentwicklungen auf dem Markt kommen, die tatsächlich – wenn auch nur kleine – messbare Vorteile gegenüber dem bereits vorhandenen Aeroequipment bringen.

Der Triathlet hat damit die Qual der Wahl: Wo anfangen, die hart verdienten Taler zu investieren? Welcher Ausrüstungsgegenstand lohnt sich am meisten und wo ist nur die Optik und nicht die Technik herausragend?

Aerodynamik Top Ten

Lukas Bartl, freiHier wollen wir ansetzen und weiterhelfen – mit der Top Ten der besten Ausrüstungsgegenstände. Basierend auf zahlreichen Messfahrten auf der geschlossenen Radrennbahn (einem Standardverfahren für aerodynamische Material und Sitzpositionsuntersuchungen), dem Know-how aus dem Windkanal sowie jahrelanger Erfahrung aus diversen Workshops und Seminaren mit Freizeittriathleten haben wir eine Aufstellung gemacht: wo und wie investiert man am besten in das edle Material?

Von kostenlos bis 500 Euro pro Wattersparnis wird einiges geboten. Hier die ultimativen Tipps zur Optimierung eurer Aerodynamik …

Platz 10: Position des Speichenmagneten
Platz 9: Triathlonlenker mit flachem Unterlenker
Platz 8: Aerotrinkflasche
Platz 7: Aerobremshebel
Platz 6: Aerorahmen
Platz 5: „Doppelbauch“-Scheibenrad
Platz 4: Tri- oder Fourspoke
Platz 3: Brems – und Schaltzüge neu verlegen bzw. durch Nokon ersetzen
Platz 2: Aerohelm
Platz 1: Optimierung der Sitzposition 

Fotos: Ingo Kutsche, Reynolds


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Sebastian Weber ist Autor des Artikels. Sebastian verfügt über mehr als 14 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Ausdauer-leistungsdiagnostik. Nach mehreren Jahren der Forschung auf den Gebieten der Leistungsdiagnostik und der Anpassungsprozesse durch Ausdauertraining, entwickelte er die STAPS Methoden.
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