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8. indeland-Triathlon: Triathlon Prominenz und Breitensportler erkunden die Region

19. Juni 2015 von Christine Waitz

indeland triathlon,   einmaligEschweiler, 19. Juni 2015 – Am 21. Juni zeigt sich das indeland wieder von seiner sportlichen Seite. Rund 1.300 Triathletinnen und Triathleten werden die Region bei ihrem Dreikampf erkunden. Geschwommen wird im Blausteinsee in Eschweiler, dann geht es für die Athleten auf den Radkurs durch die Tagebau-Region und zum Abschluss steht die Laufstrecke in Aldenhoven auf dem Programm. Ambitionierte Sportler messen sich auf den längeren Distanzen, Hobby-Sportler können auf der Volksdistanz Triathlon-Luft schnuppern. 


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Der erste Startschuss fällt am Sonntag um 10 Uhr am Blausteinsee. Ab 13:00 Uhr werden die ersten Sportler im Ziel in Aldenhoven erwartet. In Aldenhoven ist zudem ein buntes Rahmenprogramm in der ganzen Stadt geplant. Die Dürener Kreisbahn wird Teilnehmer und Zuschauer kostenlos vom Blausteinsee nach Aldenhoven und zurück bringen, so dass man das Geschehen unkompliziert von mehreren Orten beobachten kann.

Große Triathlon-Prominenz hat sich angekündigt.

indeland triathlon, einmaligSportlich sind spannende Duelle zu erwarten. Auf der Mitteldistanz möchte ein Pärchen ganz vorne stehen. Die mehrfache Ironman Siegerin Yvonne van Vlerken und ihr Lebensgefährte Per Bittner haben ihr Kommen angesagt. Beide haben in diesem Jahr schon gute Ergebnisse bei großen Triathlon-Veranstaltungen in Australien für sich verbuchen können. Am vergangenen Wochenende siegten sie beide beim Triathlon in Ingolstadt, bei dem sie gemeinsam an den Start gegangen waren. Für van Vlerken, die einige Zeit sogar die Weltrekordzeit über die Ironman Distanz innehatte, ist der indeland-Triathlon zudem nahezu ein Heimspiel. Die aus den Niederlanden stammende Sportlerin freut sich schon auf den Start in der Grenzregion: Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein Rennen in der Nähe meiner Heimat Holland machen kann. Daher ist der indeland Triathlon eine super Gelegenheit. Ich kann hier mit alten Bekannten und Freunden starten und gleichzeitig mal wieder ein wenig Niederländisch reden. Meine Eltern haben es auch nicht weit und haben schon angekündigt, vorbeizukommen und uns anzufeuern“, so die fliegende Holländerin, Yvonne van Vlerken.

Hufe, Ganzow und Grohmann am Start

Auch locken die 1.800 € Siegprämie, die die Gewinner über die Mitteldistanz einstreichen. Aber auch einige andere Sportler erheben Anspruch auf die vorderen Plätze. Die Vorjahressiegerin über die Mitteldistanz, Mareen Hufe, Altersklassen Weltmeisterin 2011 beim Ironman Hawaii, möchte ihren Titel verteidigen. Und auch die Vorjahres-Dritte, Katharina Grohmann hat sich einiges vorgenommen. Astrid Ganzow (DLC Aachen) möchte ihren Heimvorteil nutzen.

Bei den Männern haben neben Per Bittner unter anderem auch Fabian Rahn vom Kölner Triathlon Team 2001 e.V., Matthias Epping vom SC Bayer 05 Uerdingen und Sven Bergner (PV Triathlon Witten) Ambitionen auf den Sieg. Der fünfte Titelaspirant ist Simon Jung (EJOT Team TV Buschhütten), der 2013 im indeland-Triathlon bereits gewinnen konnte.

Kurzinterview mit Yvonne van Vlerken und Per Bittner

In den letzten Monaten präsentierte sich die 36-jährige mit dem Spitznamen „the flying blonde dutch girl“ in Topform: Anfang 2015 belegte sie den 2. Platz beim Ironman in Melbourne und einen 1. Platz bei der Challenge Batemans Bay. Beflügelt wird sie davon, dass ihr Lebensgefährte, Per Bittner, ebenfalls erfolgreicher Triathlet, bei vielen Wettkämpfen gemeinsam mit ihr startet. So auch beim indeland-Triathlon, für den sich die beiden Sportler einiges vorgenommen haben.

Yvonne van Vlerken, einmalig

Sie starten bei Triathlon-Rennen auf der ganze Welt. Was reizt Sie an einem Start im indeland?

Yvonne van Vlerken: Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein Rennen in der Nähe meiner Heimat Holland machen kann. Daher ist der indeland Triathlon eine super Gelegenheit. Ich kann hier mit alten Bekannten und Freunden starten und gleichzeitig mal wieder ein wenig Niederländisch reden. Meine Eltern haben es auch nicht weit und haben schon angekündigt, vorbeizukommen und uns anzufeuern.

Per Bittner: Natürlich ist es immer schön in Deutschland zu starten. Es ist ein schneller Kurs, der einem alles abverlangt. Außerdem reizt es mich, außerhalb der Challenge Serie oder Ironman Serie zu starten und neue Triathlon-Veranstaltungen kennen zu lernen.

Worin liegt der Reiz des Triathlon-Sports?

Yvonne van Vlerken: Ich betreibe diesen schönen Sport jetzt schon seit 2000 und ich liebe einfach das, was ich tue. Der Triathlon-Sport hat mir so viel gegeben und ich bin dankbar, dass ich diesen schönen Sport auf solch hohem Level betreiben darf. Der Reiz liegt für mich vor allem darin, dass ich mich immer noch verbessern kann und will.

Per Bittner: Der Reiz liegt ganz klar in der Abwechslung in den einzelnen Disziplinen und den unterschiedlichen Wettkampfstrecken. Es ist auch immer toll, bei einem neuen Wettkampf zu starten und neues Wettkampfgelände zu erforschen. Man kann sich keine großen Schwächen erlauben und kann und muss bei diesem Sport immer alles geben.

Beim indeland-Triathlon werden nicht nur eine Kurz- und eine Mitteldistanz angeboten, auf der Volksdistanz können auch Anfänger erste Triathlon-Luft schnuppern. Was würden Sie einem Anfänger raten? Und wie sind Sie zum Triathlon gekommen?

Per Bittner: Man sollte sich langsam an die Streckenlängen heran tasten und sich bei Wettkämpfen vorher immer gut über den Wettkampfkurs informieren. Und man sollte sich den Spaß am Triathlon behalten. Das fängt schon bei einem abwechslungsreichen Training an. Seit ich sieben Jahre bin, bin ich Triathlet, das war schnell klar bei einem Vater der diesen Sport ebenfalls ausübte.

Yvonne van Vlerken: Ich habe erst relativ spät mit Triathlon begonnen. Erst mit 21 Jahren, man kann also auch dann noch einsteigen. Ich habe früher Fußball gespielt, aber ich bin mehr eine Einzelkämpferin. Ich geben immer 200% und früher beim Mannschaftssport habe ich mich immer geärgert, wenn das bei den anderen nicht so war. Jetzt beim Triathlon kann ich mich nur noch über mich selber ärgern, wenn es mal nicht so läuft.

Sie sind gemeinsam auf Wettkämpfen unterwegs und trainieren zusammen. Was bewundern Sie am jeweils anderen und was können Sie von einander noch lernen?

Per Bittner: An Yvonne bewundere ich ihre Professionalität und wie sie den Triathlon-Sport lebt. Auch hat ein sehr gutes Gefühl für ihr Training und ihr Trainingspensum. Wenn es nicht läuft, lässt sie auch einfach mal etwas weg und versucht, es nicht zu erzwingen.

Yvonne van Vlerken: Was ich unglaublich an Per bewundere ist, wie er sich selbst pushen kann, sowohl im Training als auch in Rennen. Ich habe selten jemanden gesehen, der so leiden kann und über Grenzen hinausgeht. Außerdem würde ich unglaublich gerne so schwimmen wie Per. Ich versuche immer wieder, kurz an ihm daran zu bleiben, aber mein „Fisch-Mann“ ist einfach genau das, ein Fisch!

Fotos: indeland Triathlon, Bob Foy

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