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70.3 Wiesbaden 2011: Starkes Profi-Starterfeld gemeldet

11. August 2011 von Meike Maurer

Auch ohne die Anwesenheit des doppelten 70.3-Weltmeisters Michael Raelert, der nach dem Ironman in Frankfurt zu Wochenbeginn auch das Rennen in Wiesbaden verletzungsbedingt abgesagt hat, verspricht das Rennen am Rande des Taunus beim Blick auf das angekündigte Starterfeld sowohl bei den Männern wie bei den Frauen spannend zu werden.


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Zum einen wird Sebastian Kienle direkt aus dem Höhentrainingslager in Davos in Wiesbaden erwartet, zum anderen wird Andi Böcherer, der sich zuletzt nach einer Verletzungspause beim Heidelbergman stark präsentierte, im hessischen Städtchen erneut versuchen, zu zuschlagen. Alleine dieses sportliche Aufeinandertreffen der beiden deutschen Athleten verspricht ein spannendes Rennen, da sich die beiden 2011 bereits beim CityTriathlon in Heilbronn duelliert haben. Damals konnte Andi Böcherer den Sieg einfahren.

Aber wie sieht es rund drei Monate später aus? Kienle konnte im Kraichgau und in Roth jeweils ein starkes – wenn auch vielleicht nicht perfektes Rennen machen und zweimal einen zweiten Platz hinter dem alles dominierenden Andreas Raelert einfahren. Böcherer hingegen siegte ein Woche nach Heilbronn auch beim 70.3 Rennen in der Schweiz – war dann allerdings mit muskulären Problemen einige Wochen außer Gefecht gesetzt und konnte kein vernünftiges Lauftraining absolvieren. Es ist also alles offen am Sonntag.

Internationales Feld

Zu den beiden deutschen Stars der Szene gesellen sich namhafte Athleten aus aller Welt wie Greg Bennett aus Australien, Terenzo Bozzone aus Neuseeland, Paul Amey aus Großbritannien, Matt Reed aus Amerika, Alessandro Degasperi aus Italien oder auch der Schweizer Mathias Hecht, um nur einige Namen zu nennen. Wen man sicherlich auch auf der Rechnung haben sollte, ist der laufstarke Tscheche Filip Ospaly, der diese Jahr bereits den 70.3 Ironman in St. Pölten für sich entscheiden konnte.

Aus deutscher Sicht werden unter anderem noch Thomas Hellriegel – der auf facebook bereits erklärt hat, dass die neue Radstrecke ziemlich hart seien –  Uwe Widman und vielleicht auch Jürgen Stilgenbauer noch ein Wörtchen um die vorderen Platzierungen mitreden wollen.

Vier Schweizer Damen gegen den Rest

Foto: Ingo Kutsche

Im Damenfeld haben sich gleich vier Schweizerinnen angekündigt, die nicht ganz unwichtig sein könnten, wenn es um die Vergabe der Podiumsplätze geht. Natürlich ist Caroline Steffen nach dem bisherigen Saisonverlauf die Favoritin für das Rennen, da sie bis auf Abu Dhabi im März alle Rennen gewinnen konnte, bei denen sie am Start war. Dennoch stand sie sich nach dem Rennen in Frankfurt, das sie beim Marathon viele Körner gekostet hatte, ein, dass ihre Laufperformance aufgrund von Verletzungsproblemen im Frühjahr durchaus noch ausbaufähig wäre.

Die zweite Schweizerin im Bunde ist Karin Thürig – bekannt als äußerst starke Radfahrerin mit Einzelmedaillen bei Olympischen Spielen in dieser Disziplin und Siegerin des 70.3 Rennes St. Pölten 2011. Hinzu kommt Simone Benz, die nicht nur exzellent schwimmen kann, sondern auch stark Rad fährt, was sie allerdings zuletzt beim Ironman Frankfurt bei ihrem DNF nicht zeigen konnte. Vierte im Bunde ist Natascha Badmann,  die große Diva des Schweizer Triathlonsports, die allerdings seit ihrem Radunfall auf Hawaii 2009 gegen einige sportlichen Tiefpunkte und Rückschläge ankämpfen muss und immer noch nicht wieder so richtig in Form gekommen ist.

Außerdem am Start ist der blonde holländische Wirbelwind namens Yvonne van Vlerken, die ihren Sieg von letztem Jahr sicherlich gerne wiederholen möchte. Nicht zu unterschätzen sind zudem Amy Marsh aus Amerika und Catriona Morrison aus Großbritannien.

Aber auch unserer deutschen Mädels sollte man auf der Rechnung haben. Allen voran Kristin Möller, die bereits 2010 in Wiesbaden mit dem dritten Rang glänzte und nicht erst nach ihrem Sieg beim Ironman UK vor zwei Wochen, als sie rekordverdächtig 2:41:56 h über den Marathon rannte, als sehr begabter Lauffloh gilt. Zudem sind die Nachwuchstalente Jenny Schulz und Natascha Schmitt am Start. Auch Anja Ippach ist am Start, der eigentlich die schwere Radstrecke in Wiesbaden liegen könnte.

Ein Auge sollte man zudem auf Eva Wutti haben, die junge Österreicherin konnte in St. Pölten mit einem starken Auftritt überzeugen und wurde dort hinter Thürig und van Vlerken starke Dritte.

 

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