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„Vita – Amine“: Ein kleines Glossar

18. Juni 2013 von Doris Kessel

Jeder braucht sie und Triathleten erst recht: Vitamine. Deshalb sind sie essentiell. „Vita“ kommt übrigens aus dem lateinischen und bedeutet „Leben“. „Amine“ steht für Stickstoffverbindungen. Und wie gut, dass Triathleten gerne essen, denn Vitamine stecken in vielen Lebensmitteln. Die meisten Vitamine sind wasserlöslich, einige fettlöslich (A, D, E und K). Welche es gibt, für was sie gut sind und in welchen Lebensmitteln sie reichhaltig vorkommen, erfährst du hier.


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Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäure, Retinylpalmitat)
Bei diesem Vitamin denkst du sofort an das „Augenvitamin“? Richtig gedacht! Jedoch steht die Bezeichnung mehr für eine Summe an Verbindungen, die eine Vitamin-A-Wirkung haben. Die Fachbegriffe für diese Verbindungen sind Retinal, Retinol, Retinsäuren und Retinylpalmitat. Die Begriffe erinnern stark an die Bezeichnung „Retina“ (= Netzhaut). Und Retinol hat tatsächlich einen großen Einfluss auf den Sehvorgang. Vitamin A unterstützt jedoch auch das Immunsystem und die Entwicklung der Zellen. Außerdem reguliert es den Aufbau von Haut und Schleimhäuten. Aber auch Provitamin A kann der Körper in Retinol umwandeln. Ein geläufiger Alternativbegriff für Provitamin A ist „Beta-Carotin“.

Gute Quellen: Leber, Karotten, Milch, Butter, Käse, Eigelb, grünes und gelbes Gemüse

Achtung: Vitamin A ist empfindlich gegen Licht und Sauerstoff – und fettlöslich, d.h. damit dein Körper es aufnehmen kann, benötigt er ein wenig Fett, z.B. Karotten mit Frischkäsedip. Der Nachteil der fettlöslichen Vitamine ist, dass der Körper einen Überschuss nicht abbauen und ein „Zuviel“ schädlich sein kann.

Vitamin B1 (Thiamin)
Mit diesem Vitamin bekommst du Nerven wie Drahtseile – dafür sind die B-Vitamine allgemein bekannt, ebenso Magnesium. Aber auch für den Kohlenhydratstoffwechsel spielt dieses Vitamin eine wichtige Rolle – und ist somit ein essentielles Vitamin, vor allem für Triathleten.

Gute Quellen: Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, Getreideprodukte, Erbsen, Schweinefleisch

Achtung: Muskelkrämpfe in der Ruhe können auch auf einen Magnesiummangel hindeuten. Hast du jedoch Krämpfe während des Trainings, kann dies ein Hinweis auf einen Salzmangel sein. Thiamin ist außerdem wasserlöslich, wie alle B-Vitamine und Vitamin C, d.h. ist die Aufnahmekapazität überschritten, scheidet dein Körper den Überschuss einfach aus. Es ist extrem empfindlich gegen Hitze.

Vitamin B2 (Riboflavin)
Dieser kleine Vitaminhelfer unterstützt den oxidativen Stoffwechsel und ist somit für den Aufbau von rotem Blutfarbstoff zuständig und von großer Bedeutung für viele Stoffwechselreaktionen, z.B. den Abbau von Kohlenhydraten, Fett- und Aminosäuren. Riboflavin ist ebenso gut für Haut, Schleimhäute, Nerven, Augen und das Wachstum.

Gute Quellen: Milch und Milchprodukte, Muskelfleisch, Fisch, Eier, Broccoli, Spargel, Spinat, Vollkornprodukte (jedoch kann der Körper das Vitamin aus tierischen Produkten besser aufnehmen)

Achtung: Vitamin B2 ist zwar hitzestabil, aber wird durch Licht inaktiviert. Das heißt: Wenn du Milch aus Glasflaschen trinkst, dann solltest du die Milch entsprechend lagern, damit du die volle Vitamin-B2-Dosis bekommst.

Vitamin B3 (Niacin oder Nicotinsäure)
Ein weiteres Vitamin, das am Energiestoffwechsel beteiligt ist und sich um Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate kümmert. In Form von Coenzymen (NAD/NADP) ist es ebenso an der Atmungskette beteiligt. Außerdem unterstützt Nicotinsäure die Regeneration der Haut, Muskeln und der Nerven.

Gute Quellen: Erdnüsse, Kalbfleisch, Fisch, Brot- und Backwaren, Bier, Kartoffeln, Milch- und Milchprodukte (ebenso kann der Körper Vitamin B3 aus tierischen Lebensmitteln besser aufnehmen)

Und weiter geht`s mit den B-Vitaminen


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Doris Kessel ist Autorin dieses Artikels: Sie kommt aus der Triathlonhochburg Roth, ist Triathlon B-Lizenz-Trainerin, Wettkampfrichterin, Mentalcoach für Sport und Business und ist seit 20 Jahren Triathletin aus Leidenschaft von der Sprint- bis zur Langdistanz.
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