Yvonne Van Vlerken:
Ein Ironman-Sieg muss her
Yvonne, in Österreich tobt momentan eine Doping-Seifenoper, die hoffentlich Neuigkeiten und Täter ans Tageslicht bringt. Auf der anderen Seite ist der Hang zu einem Generalverdacht vorhanden, der mittlerweile Profis wie ambitionierte Amateure im Triathlon betrifft und unserem Sport großen Schaden zufügt. Wie ist deine Meinung dazu?
In dem Zeitraum als das passiert ist waren Thomas und ich auf einer viermonatigen Reise, haben aber trotzdem etwas mitbekommen. Natürlich hat Thomas das alles gelesen und mitverfolgt, ich war eigentlich mit meinem Training und der Vorbereitung auf die neue Saison beschäftigt. Thomas hat mir von den Dingen nicht viel erzählt. Natürlich habe ich dann Zuhause schon alles mitgekriegt und ich kann nichts anders sagen als das es wirklich ein riesen Schaden für unseren Sport ist. Thomas und ich haben eine klare Einstellung zu Doping. Du verarscht deine Sports-Kollegen, eines der schlimmsten Dinge die man machen kann, deine Fans, deine Sponsoren.
Ich finde es ein Wahnsinn, daß jeder pauschal verdächtigt wird.
Wie gesagt war das strengere Kontrollsystem vom Ironman Germany mit ein Grund, daß wir uns für das Rennen entschieden haben. Von meiner Seite ist das auch eine Unterstützung für dieses System und ich habe gehört, daß es nun in die ganze Ironman-Serie übernommen werden soll!
Die ganze Doping-Seifenoper ist schlecht für unser Image. Es ist ein Wahnsinn, daß jeder gute Athlet, der ehrlich spielt auch schief angeschaut wird. Ich finde das eine Schande. Und wenn ertappte Doper dann in Interviews davon reden, daß jeder der gut ist was nehmen würde und die Kühlschränke schon bei jedem guten Amateur zu Hause davon voll wären, dann kriege ich wirklich eine Wut. Ich finde es sehr gut, wenn sie alle Hintermänner und Athleten erwischen, die was gemacht haben. Ich finde es ein Wahnsinn, daß jeder pauschal verdächtigt wird.










