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WTC lanciert neue Anti-Doping Initiative

19. November 2009 von Christian Friedrich

Die World Triathlon Corporation (kurz WTC) geht neue Wege in der Bekämpfung des Dopingmissbrauchs. Was in anderen Sportarten wünschenswert wäre, wird im Triathlon Realität.


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Vor kurzem hat die WTC eine neue Anti-Doping Initiative lanciert, bei der die Profi-Athleten sowie die besten Amateure in ihren Trainings nach dem Stichproben-Prinzip sowie am Wettkampftag getestet werden können. Koordiniert werden die Tests durch unabhängige Organisationen wie die WADA und die nationalen Anti-Doping-Agenturen.

Zusätzlich zum verschärften Anti-Doping-Programm führt die WTC für Profi-Athleten neu ein Ironman Pro Membership Program ein mit dem Ziel, die Ironman-Events weltweit zu standardisieren. Ab Februar 2010 muss daher jeder Profi-Athlet, um weiterhin an Ironman und 70.3-Ironman Veranstaltungen teilnehmen zu können, dem neuen Profi-Athleten-Programm beitreten. Mit Hilfe dieses Programms erhofft sich die WTC eine lang erwartete Konsistenz in Sachen Preisgeld, WM-Qualifikation sowie Grösse und Qualität des Teilnehmerfeldes zu erreichen. Der Jahresbeitrag für das Pro Membership Program kostet den Profiathlet 750 US $, womit er automatisch die Berechtigung erhält, an allen Ironman und 70.3-Ironman Events sowie an den Weltmeisterschaften zu starten. Entscheidet sich ein Profi-Athlet für das Pro Membership Programm, erklärt er sich gleichzeitig mit dem neuen Anti-Doping-Programm einverstanden und kann jederzeit im Training oder im Wettkampf kontrolliert werden.

Obschon das neue Profi-Athleten-Programm einige Veränderungen beinhaltet, so wird es sowohl aus Veranstalter als auch aus Athletensicht begrüsst. So zeigt sich Craig Alexander, aktueller Ironman Weltmeister, zufrieden: “The Ironman Pro Membership Program is good for the athletes and good for our sport. The implementation of its Anti-Doping initiative is long overdue and hopefully will ensure a fairer sport.“

Das neue Programm bringt auch für die Veranstalter einige Neuerungen mit sich (Preisgeldstruktur und Slotverteilung). Auch Patrick Schmid, Renndirektor der Ironman-Events in der Schweiz , steht den Änderungen positiv gegenüber: „Mit dem neuen Ironman Pro Membership Program werden hinsichtlich der Qualität des Profistarterfeldes sowie im Kampf gegen das Doping klar neue Standards gesetzt. Dadurch wird der Triathlonsport nicht nur professioneller, sondern wir signalisieren gleichzeitig, dass wir als Ironman Veranstalter strikt gegen den Dopingmissbrauch vorgehen und fairen, aber vor allem sauberen Sport möchten.“

Info: Ironman Switzerland

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