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Wird Sebastian Kienle jetzt auch noch neuer Xterra-Weltmeister?

26. Oktober 2012 von Ralph Schick

xterre germany einmaligMaui, 25. Oktober 2012 – Zwei Wochen nach dem Ironman Hawaii tritt die Xterra-Serie aus dem Schatten der großen Rennserien wie Ironman oder ITU Worldchampionship Series hervor. Denn auf Maui bedeutet Cross-Triathlon nicht nur Cross-Country, sondern auch die Mischung von Kurz- und Langdistanz-Spezialisten. In diesem Jahr können wir auf Maui das Aufeinandertreffen von Vize-Olympia-Sieger Javier Gomez mit Ironman 70.3 Weltmeister Sebastian Kienle beobachten. Aber auch die Xterra-Spezialisten, allen voran der Südafrikaner Conrad Stoltz, werden ein Wörtchen mitreden.


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1,5 Kilometer Schwimmen, 30,4 Kilometer Radfahren und 9,5 Kilometer Laufen hört sich erst einmal nicht besonders wild an. Ein bisschen wilder wird es dann aber, wenn man sieht, dass das Schwimmen im offenen Meer stattfindet, das Radfahren sportliche 1.000 Höhenmeter und das Laufen ebenfalls noch mal knappe 300 Höhenmeter beinhalten. Wenn man sich dann noch die Rad- und Laufstrecke anschaut, sieht man, dass die Strecken überwiegend knallharte Trails sind. Kurz gesagt, der Xterra Maui ist eine echte Herausforderungen, die gewöhnlich von den Top-Profis in etwas weniger als 2:30 h absolviert wird. Die Rekordzeit von 2:22:55 wird von Xterra-Star Conrad Stoltz seit 2002 gehalten. Auch in diesem Jahr greift Stoltz wieder nach der Krone.

Zu den Streckenplänen

Conrad Stoltz

Der 39-jährige Stoltz kommt aus Stellenbosch Südafrika. Bereits in den frühen 90er Jahren war Stoltz als Triathlet und Duathlet aktiv. In den Jahren 2000 und 2004 nahm er an den Olympischen Spielen teil. Seit 2001 ist Stoltz Mitglied der Xterra-Familie und hat ihr mit seinen vier Weltmeisterschaften 2001, 2002, 2007 und 2010 seinen Stempel aufgedrückt. Aufgrund seines Backgrounds aus dem Olympischen Kurztriathlon bringt er offensichtlich alle Voraussetzungen mit, um ganz vorn dabei zu sein.

Javier Gomez

Ebenfalls am Start bei der Xterra Weltmeisterschaft ist der der frischgebackene ITU Vize-Weltmeister, Vize-Olympia-Sieger und Europameister Javier Gomez aus Spanien. Gomez‘ Sieg beim ITU World Championship Series Rennen in Auckland und damit der zweite Platz in der ITU Worldchampionship Series liegt gerade einmal eine Woche zurück, sodass Gomez wohl in absoluter Top-Form anreisen dürfte. Fraglich ist, wie Gomez vor allem mit dem harten Mountainbike-Kurs zurechtkommen wird.

Sebastian Kienle

Wahrscheinlich zum letzten Mal in seiner sportlichen Karriere kann Sebastian Kienle bei einem Triathlon als „Dark Horse“ an den Start gehen, also als der Athlet, der aufgrund seiner Unerfahrenheit und/oder Unbekanntheit nicht ganz vorn erwartet wird. Dass es ein Fehler ist, ihn zu unterschätzen, hat Sebastian bereits in Las Vegas und Kona gezeigt, wo er einen Weltmeistertitel und – trotz Platten – den vierten Platz abräumte. Es wird sich zeigen, wie gut Kienle nach Kona erholt ist. Ebenfalls wird man beobachten können, ob sich hochintensive Rennen wie Xterra mit einer Vorbereitung auf ein Langdistanzrennen auf höchstem Niveau kombinieren lassen.

Zusätzlicher Anreiz für Kienle sollte auch die Kombinationswertung aus Ironman Hawaii und Xterra Maui sein. Hier hat Kienle von allen Startern die beste Ausgangsposition.

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Ebenfalls im Auge behalten sollte man den Vorjahres Dritten, Eneko Llanos und den deutschen Xterra Spezialisten Felix Schumann.

Die Damen kommen

Bei den Damen sind auch in diesem Jahr wieder die Top-5-Platzierten des Vorjahres am Start. Wie im letzten Jahr ist auch heuer wieder die Entscheidung auf der Laufstrecke zu erwarten. Im letzten Jahr sicherte sich Lesley Paterson dank überragender Laufzeit, die sogar im Herrenfeld konkurrenzfähig gewesen wäre, den Sieg.

Allen voran wird Marion Lorblanchet versuchen beim Laufen dran zu bleiben. Aber auch Renata Bucher, die nur knapp auf den undankbaren vierten Platz verwiesen wurde wird wie Helena Erbenova ihre Chance suchen.

Zur Website der Xterra Weltmeisterschaft auf Maui

Morgen auf triathlon.de: „What to do on Maui“

Bilder: Xterra

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