Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > eat > Ernährung > Winterzeit ist Suppenzeit: Zwei Power-Rezepte

Winterzeit ist Suppenzeit: Zwei Power-Rezepte

4. November 2016 von Ann-Christin Cordes

Für das Wohlgefühl nach dem Training in der Kälte und gegen den Winterspeck, dazu auch noch günstig zuzubereiten: Winterzeit ist Suppenzeit. Was in der Suppe ist so wertvoll für Sportler? Und wie bereitet man sie zu? Dazu gibt es zwei leckere Rezepte.


Triathlon Anzeigen

Suppe scheint auf den ersten Blick nicht wirklich die optimale Mahlzeit für vieltrainierende Sportler zu sein – die meisten Suppen haben wenige Kalorien bzw. Kohlenhydrate und machen nicht immer satt. Tütenprodukte oder Fertigsuppen enthalten außerdem viele Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Wer seine Suppe aber selbst zubereitet und dabei auf die richtigen Zutaten achtet, bekommt eine gesunde, leckere und günstige Mahlzeit.

Perfekt zum Auftauen

Gerade im Winter tut Suppe besonders gut – Stichwort Wohlfühlfaktor! Perfekt, um nach dem Training in der Kälte körperlich und seelisch wieder „aufzutauen“.
Wer Suppe außerdem mit Abnehmen und Vorspeise verbindet, hat zwar einerseits Recht, denn die meisten Suppen haben sehr wenige Kalorien und wenig Fett, wird der wohltuenden (ganzen) Mahlzeit aber nicht gerecht. Dass man gleichzeitig noch etwas dem eventuellen Winterspeck entgegenarbeitet, schadet ja meistens nicht.

Suppe ist aufgrund ihrer Nährstoffdichte besonders wertvoll für Sportler. Mineralstoffe und Vitamine gehen nicht verloren, sie bleiben größtenteils im Kochwasser enthalten. Brühe als Grundzutat der meisten Suppen enthält demnach schon viele wertvolle Inhaltsstoffe. Vor allem hilft sie uns Triathleten unseren Salzhaushalt wieder auszugleichen. Frisches Gemüse ist ebenfalls eine wichtige Zutat – Basis der meisten Suppen sind Karotten, Zwiebeln und Sellerie.

„Tuning“ bringt Eiweis und Ballaststoffe

Wer dann die Suppe dann noch mit Hülsenfrüchten wie Erbsen, Kichererbsen und Bohnen „tunt“, bekommt wertvolle Eiweiße und Ballaststoffe. Außerdem machen sie ordentlich satt. Natürlich kann man auch Fisch oder Fleisch als Eiweißlieferanten hinzufügen. Indem man saisonales Gemüse einplant, bekommt man dann sehr frisches Gemüse, das wenig gereist und meist auch günstig ist. Allgemein sind die meisten Zutaten sehr günstig zu haben.

Oft wird Suppe auch mit dem Thema Gewichtsabnahme in Verbindung gebracht, vor allem die Kohlsuppendiät ist sehr bekannt, da Kohl wenige Kalorien hat. Zwar führt so eine Diät schnell zu Gewichtsverlust, aber eben auch genauso schnell zum Jojo-Effekt-Erlebnis. Wer über einen längeren Zeitraum zu wenige Kalorien hinzufügt und gleichbleibend viel verbraucht, nimmt sofort wieder zu, wenn er oder sie nach der Diät wieder voll zulangt. Daher ist von einer Suppendiät – vor allem während des Trainingsalltags – abzuraten, ansonsten kommt das Gewicht nicht zur zurück, sondern wir verlieren auch Muskelmasse und strapazieren unser Immunsystem.

Hinweise für die Zubereitung

– pürierte Suppen schmecken lecker, aber wer das Gemüse stückig lässt, hat mehr zu kauen und fühlt sich satter
– eine gute Suppe braucht nicht unbedingt Sahne– diese Zutat kann man gerne weglassen. Notfalls mit Joghurt oder Quark abschmecken.
– Basiszutaten sind Zwiebeln, Karotten, Knoblauch, Sellerie und Brühe. Einfach noch das Gemüse eurer Wahl hinzufügen, abschmecken und fertig!
– Fleisch ist ein guter Eiweißlieferant, aber Würstchen und Frittiertes sind aufgrund ihres Fettgehalts nicht empfehlenswert (zumindest nicht jedes Mal).
– Meist lohnt es sich nur, einen ganzen Topf voll Suppe zuzubereiten, auch wenn man alleine ist. Kein Problem: Den Rest einfach einfrieren.

Rezepte:

Wir haben zwei Rezepte für euch ausprobiert!

Minestrone

– 1 Karotte, klein geschnitten
– 1 große rote Zwiebel, klein geschnitten
– 2 Knoblauchzehen, klein geschnitten
– 2 Stangen Sellerie, klein geschnitten
– Nach Bedarf: 3 Streifen Speck, klein geschnitten
– 700ml Brühe (am besten selbst gemacht oder fertigen Fond)
– 1 Zucchini oder Aubergine, klein geschnitten
– 1 Dose Tomaten
– 1 Dose Cannelinibohnen
– 1 Handvoll Suppennudeln
– 1 Bund Basilikum, gehackt
– 1 Glas Weißwein
– Salz, Pfeffer und Parmesan

Zubereitung:
Karotte, Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und Speck mit Olivenöl in einen Topf geben und langsam weich köcheln (ca. 15min). Tomaten, Zucchini/Aubergine und Wein hinzufügen und noch einmal 10min kochen lassen. Nun die Brühe, die Bohnen sowie den Basilikum und die Nudeln hinzugeben. Kochen lassen, bis die Nudeln gar sind und mit Salz, Pfeffer und etwas Parmesan abschmecken.

triathlon.de

Einfache Tomatensuppe

– 1 Karotte, klein geschnitten
– 1 große weiße Zwiebel, klein geschnitten
– 1 Knoblauchzehe, klein geschnitten
– 2 Stangen Sellerie, klein geschnitten
– 700ml Brühe (am besten selbst gemacht oder fertigen Fond)
– 1 Dose Tomaten
– 10 kleine Rispentomaten, geviertelt
– 1 Bund Basilikum, klein gehackt
– Salz, Pfeffer und Olivenöl
– nach Belieben: getrocknete Tomaten
– nach Belieben: scharfes Paprikapulver und/oder Chiliflocken
– nach Belieben: 1-2 Handvoll Reis

Zubereitung

Karotte, Zwiebel, Knoblauch und Sellerie mit etwas Öl, Salz und Pfeffer in einen Topf geben und ca. 10min anschwitzen. Rispentomaten, Dosentomaten und getrocknete Tomaten hinzugeben und weitere 5min braten lassen. Zuletzt die Brühe, den Reis, die restlichen Gewürze und den Großteil des Basilikums hinzufügen und 20min köcheln lassen.
Wer möchte, kann die Suppe mit einem Pürierstab pürieren und dann die übrigen Basilikumblätter hinzugeben.

Foto: W.R. Wagner/pixelio.de, triathlon.de

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden