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Winterschlaf für den Neo: So geht’s richtig.

16. Oktober 2016 von Christine Waitz

triathlon.de, freiEs ist so weit. Die Temperaturen sind in dem Bereich, bei dem man am Freiwasser lediglich den herbstlichen Anblick genießt, doch sicherlich nicht mehr schwimmen geht. Die letzten Wettkämpfe sind längst absolviert. Der Neoprenanzug sollte nun schläunigst in den wohlverdienten Winterschlaf. Doch wie ruht der Schwimmanzug am besten?


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Eine lange Saison hinterlässt nicht nur beim Sportler Spuren. Auch der Neoprenanzug muss einiges aushalten. Dreckiges Seewasser, Sand, Salzwasser oder gar Chlor können der Gummihaut zusetzen, ebenso Scheuercremes. Besonders aber Salz und Chlor trocknen das empfindliche Material aus. Um das zu verhindern und alle Rückstände zu entfernen, sollte man den Neoprenanzug vor dem Einlagern noch einmal gründlich wässern. So schadet es nicht, den Anzug einmal länger in lauwarmen, klarem Wasser einzuweichen und anschließend gründlich auszuspülen.

Jörg Schüler, frei

Chlor kann dem Neo schaden.

Zum Trocknen wird der Anzug auf Links gedreht und an einem gut belüfteten, aber dunklen Ort aufgehängt. Denn das Innengewebe speichert Feuchtigkeit besser, als die wasserabweisend beschichtete Außenhaut. Erst wenn die Innenseite vollständig getrocknet ist, wird der Anzug deshalb auf Rechts gedreht. So verhindert man, dass das Material zu riechen, oder gar schimmeln beginnt.

Ist der Neo vollständig getrocknet, gilt es den Reißverschluss zu schließen, um Schäden durch die Zähnchen zu vermeiden. Dann kann man die Schwimmhaut noch einmal auf kleinere Risse überprüfen. Denn wer die Fingernägel-Unachtsamkeiten oder Kratzer jetzt flickt, der kann im nächsten Jahr sofort wieder loslegen, ohne böse Überraschungen vor dem ersten Rennen. Wie immer gilt: kleinere Schäden lassen sich leicht mit Neoprenkleber selbst behandeln. Größere Risse vertraut man am besten dem Fachhändler mit etwas mehr Routine an.

Neoprenkleber gibt’s auch im triathlon.de Shop.

triathlon.de Neoservice: Jetzt Neo reparieren lassen

Wenn der Neoprenkleber nicht mehr reicht, oder ihr ganz sicher gehen wollt, dann überlasst die Reparatur den Spezialisten im triathlon.de Shop. So einfach geht’s: Den Neoprenanzug vorsichtig und sicher verpacken und in den triathlon.de Shop München (Josephspitalstr. 9 80331 München) schicken. Dort werden alle Schäden, von Klein bis Groß repariert. Dann wird der Anzug zu euch zurückgeschickt und ist einsatzbereit für die nächste Saison. Kostenpunkt: 29,95 Euro inklusive Versand.

Hier gibt’s den Neo-Schadensservice.

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Vorsicht bei der Lagerung 

Sauber, trocken, auf Rechts gedreht und geschlossen, ist die Schwimmhaut nun bereit für den Winterschlaf. Doch Vorsicht: Das richtige Quartier mag wohl gewählt sein, um das Material bestmöglich zu schützen.

1) Position

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Hängend, oder liegend schläft der Neoprenanzug am liebsten. Auf jeden Fall jedoch in voller Größe. Nicht gerne wird das Material gefaltet oder gerollt. Denn das gibt nicht nur unschöne Knicke beim Wiederausbreiten – diese Knicke werden später besonders gerne zu Bruchstellen. Auch etwas Freiraum ist dem Anzug wichtig. Gedrückt oder Gequetscht zuunterst eines großen Material-Stapels, wird unter Umständen das aufgeschäumte Material beschädigt – Luftbläschen und Druck – keine gute Idee!

3) Auf dem Kleiderbügel

Wer sich dafür entscheidet, den Schwimmanzug hängend im Schrank aufzubewahren, der sollte die Gummihaut am besten auf einen speziellen Neopren-Bügel hängen. Der hat eine extra breite Auflagefläche und verteilt das Gewicht des Anzuges auf die gesamte Schulterpartie. Außerdem können so in der Schulterpartie keine Knicke entstehen. Wer keinen Solchen hat, der kann beispielsweise zwei Stücke handelsübliche Rohrisolierungen um einen herkömmlichen Kleiderbügel wickeln und erreicht denselben Effekt: Möglichst wenig punktuelle Belastung auf dem Material.

2) Raum

Dunkel sollte der Lagerplatz auf jeden Fall sein. Denn UV-Strahlung setzt dem Neopren böse zu und macht es trocken und rissig. Doch auch hier ist der Anzug wählerisch. Sowohl die Garage, der Schuppen, oder der Heizungskeller sind keine gute Wahl. In Umgebungen, wo sich lösungsmittelhaltige Substanzen befinden, die Dämpfe freigeben können (Keller/Materialschuppen/Abstellkammer usw.), oder in der Garage, wo sich Autoabgase ansammeln können, besteht Gefahr für das empfindliche Material.

Alles beachtet? Wir sagen „Gute Nacht“ und „Bis ins nächste Jahr“!

Fotos: triathlon.de, Jörg Schüler

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