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Wenn es kracht und blitzt: Verhalten bei Gewitter

5. August 2014 von Christine Waitz

Christine Waitz,   freiBei strahlendem Sonnenschein beschließt man abends noch eine kleine Runde laufen zu gehen. „Das ist aber schwül“, denkt man sich noch auf dem Weg hinaus. Keine Stunde später rennt man mit den dunklen Gewitterwolken um die Wette. Denn fest steht: Die Gefahr vom Blitz getroffen zu werden ist zwar gering, riskieren sollte man dennoch nichts.


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Machmal kann man regelrecht zusehen, wie sich der Wolkenberg höher und höher übereinander auftürmt. Erreicht die aufsteigende Feuchtigkeit so kalte Schichten, dass sich kleine Eiskristalle Bilden, fallen diese wieder nach unten, werden zusammen mit der Feuchtigkeit herumgewirbelt. Das erzeugt eine Spannung. Ähnlich wie in einer Batterie, bilden sich zwei Pole. Oben Plus, unten Minus. Wird die elektrische Spannung durch die Reibung der Luftschichten zu groß, dann entlädt sie sich gen Erde – mit deinem Blitz.

Wie weit ist das Gewitter weg?

Wer nun gerade unterwegs ist und hofft, noch schnell nach Hause zu kommen, der kann sich ganz einfach errechnen, wie weit das Gewitter noch entfernt ist.
Der Donner entsteht durch die schlagartige Ausdehnung der Luftschichten rund um den Blitzkanal. Ist das Gewitter noch einige Kilometer entfernt, sehen wir zwar den Blitz, hören den Donner jedoch erst später – der Schall des Donners ist eben langsamer als das Licht des Blitzes.
Mit einem kurzen Blick auf die Uhr und dem Zählen der Sekunden, bevor der Donnerschall nach dem Blitz bei einem ankommt, kann man die Entfernung des Gewitters bestimmen. Die gezählten Sekunden multipliziert man mit 340, der ungefähren Schallgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde, und weiß wie weit das Gewitter nun weg ist.

Christine Waitz, frei

Was tun?

Wenn die Beine nun nicht so schnell tragen können, wie die schwarze Wand naht, dann sucht man am besten Schutz. In einem geschlossenen Gebäude oder Auto. Doch was, wenn man allein auf Feld und Flur ist? Opas Rat „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“ befolgen? Besser nicht! Wald, oder freistehende Bäume gilt es nicht nur wegen der Gefahr des Blitzschlages zu meiden, sondern auch wegen des häufig aufkommenden stürmischen Windes und möglicherweise herabfallenden Ästen. Auch von anderen Erhebungen aller Art, wie Masten oder Zäunen sollte man fern bleiben. Denn häufig sucht sich der Blitz den höchsten Punkt der Umgebung aus, um sich zu entladen.

Also: am besten in einer Senke klein machen! Klein machen bedeutet, in die Hocke gehen und die Füße nah zusammenstellen. Im unwahrscheinlichen Falle eines nahen Blitzeinschlages kann so zwischen den Füßen keine gefährliche Spannung entstehen – die sogenannte Schrittspannung. Eben die ist übrigens auch gefährlich, wenn man doch noch versucht nach Hause zu laufen. Diese Schrittspannung tritt auch Meter neben dem direkten Einschlag auf und erzeugt einen gefährlichen Strom durch den Körper.

Auf den Bademeister hören

Keine Frage stellt sich beim Training im Freibad. Auch wenn es unangenehm ist, wenn der Bademeister mitten im Schwimmset die Trillerpfeife zückt. Durch Lichtmasten, Edelstahlbecken und Zäune ist das Freibad ein gefährlicher Ort bei Gewitter. Im Wasser kann sich der Strom zudem besonders gut ausbreiten.
Was aber, wenn man auf dem See unterwegs ist? Hier gilt noch viel entscheidender wie für jede andere Trainingseinheit: Vor dem Loslegen den Himmel besser zwei Mal eingehend betrachten und zusammen mit dem Wetterbericht abschätzen, ob die Gefahr eines Gewitters besteht.

Foto: triathlon.de

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