Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Material > Radfahren1 > Wahoo Kickr: Heimtraining 2.0

Wahoo Kickr: Heimtraining 2.0

30. Oktober 2014 von Christine Waitz

Wahoo,   einmaligVolle Kontrolle via Smartphone. Kaum ein Lebensbereich, in den der kleine Begleiter mittlerweile nicht Einzug gehalten hat. Das Triathlon-Training macht da keine Ausnahme. Zusammen mit dem neuen Wahoo Kickr Powertrainer ergibt das ein Rollentraining 2.0. Alle trainingsrelevanten Daten, inklusive Wattmessung, nimmt der Trainer auf und übermittelt sie auf das Telefon. Selbstverständlich ist das System auch multimedial und interaktiv.


Triathlon Anzeigen

Es ist gar nicht so lange her, da waren Heimtrainer noch lästige Begleiter im winterlichen Trainingsalltag. Unrunder Tritt durch mechanische Bremssysteme, mangelnde Datenerfassung und Langeweile inklusive. Mittlerweile jedoch fährt man bekannte oder unbekannte Strecken virtuell ab, fühlt sich der Tritt fast so rund an wie auf der Straße, kann man interaktiv mit Freunden um die Wette fahren.

Wahoo, einmalig

Wahoo Kickr – Die eierlegende Wollmilchsau?

Auch optisch hat sich der Rollentrainer zum Powertrainer weiterentwickelt. Die recht handliche dreifüßige Konstruktion des Kickrs erfordert keine große Fachkenntnis, um sie aufzubauen. Die drei Füße geben sicheren Halt. Selbsterklärend ist, wo das Rad eingespannt werden muss – Rollen sind Geschichte. Beim Heimtraining 2.0 wird das Hinterrad des Rennrades oder auch Mountainbikes entnommen und das Rad direkt mit dem Hinterbau in den Heimtrainer eingespannt. Die auswechselbare 12-27 Kassette ist sowohl SRAM, als auch Shimano kompatibel. Es kann also sofort los gehen.

Leise und angenehm

triathlon.de, freiWackelte vor nicht all zu langer Zeit noch Nachbar-Omas Kristall in der Vitrine, wenn Triathlet wieder einmal Heimtraining absolvierte, überrascht der Kickr mit relativ geringer Geräuschkulisse – die hauseigene Wisper Tech(nologie) hält, was sie verspricht. Ebenfalls versprochen wird ein Fahrgefühl fast wie auf der Straße. Gut, Fahrtwind generiert der Powertrainer auch noch nicht. Doch der Tritt ist rund, gleichmäßig und angenehm. Ein in nicht allzu großes Schwungrad, das sich unter einer Abdeckung versteckt und ein elektronisch gesteuerter Widerstand machen es möglich. Bis zu 2.000 Watt Widerstand und Anstiege bis gefühlte 15% Steigung sollen so möglich sein.

Watt willst du mehr? 

Der Wahoo Kickr hat einen eingebauten Leistungsmesser, der das Training besonders vielfältig gestalten lässt. Nicht nur hat man die Möglichkeit seine Leistung in Watt zu dokumentieren. Auch bieten vier verschiedene Trainingsmodi die Möglichkeit zielgerichtet zu trainieren, oder seine persönlichen Vorlieben im Training auszunutzen. So lässt sich im „Level“-Modus eine Watt-Kurve auswählen. Ähnlich wie auf einem klassischen Rollentrainer mit Fluid-Wiederstand erhöht sich der Wiederstand mit höherem Tempo. Im „Erg“ Modus wird die persönliche Watt-Leistung vordefiniert, der Kickr hält während des gesamten Trainings die Leistung konstant. Fällt also die Trittfrequenz ab, erhöht sich automatisch der Wiederstand. Der „Simulation“-Modus erlaubt das Nachfahren von Kursen. Unter Berücksichtigung der persönlichen Eingaben und im Zusammenspiel mit einer von zahlreichen Anwendungen/Apps, die virtuelle Streckenführungen anbieten, kann so auf dem Lieblingskurs trainiert werden. Zu guter letzt kann im „Resistance“-Modus der Wiederstand der Bremse zwischen null und 100 Prozent manuell eingestellt werden.

Alles im Blick

Wahoo, einmaligWährend des Trainings ist der Kickr via  ANT+ Sensor oder Bluetooth mit dem Telefon oder Tablet verbunden. Die hauseigene WahooFitness App zeigt alle relevanten Daten von der Wattleistung über Herzfrequenz und Fahrzeit übersichtlich auf einem Bildschirm.
Ausgehend davon sind dem Nutzer kaum Grenzen gesetzt. Eine schier unendliche Zahl an kompatiblen Apps ermöglichen Leistungstests, angepasste Trainingspläne, Fern-Duelle mit Trainingspartnern, Trainingsdokumentation und -auswertung und so weiter.

Besonders interessant kann der Renn-Modus werden, wenn mehrere Fahrer gegeneinander antreten. Neue Programme, wie zum Beispiel Zwift ermöglichen Rennen im Wohnzimmer. Zwift ist weltweit der erste Anbieter, der mit einer Multiplayer-Gaming-Technologie im Indoor-Fitness-Bereich antritt – und dabei die Anbindung an bereits vorhandene Hardware (Rollentrainer, Leistungsmessgeräte, Pulsuhren etc.) durch den offenen ANT+-Standard erzeugt. Die Sportler können ihre individuellen Trainingspläne verfolgen oder in einer von Zwifts aufwändig 3D-generierten virtuellen Welten gegen andere Athleten antreten. Sie können sich gegenseitig fordern oder ein kleines Geplänkel im Rahmen einer „Gruppenausfahrt“ veranstalten.

Die formkurve testet

In München wurde der Kickr von den Spezialisten der formkurve einem Test unterzogen. Das sagen die Profis: „Wir haben den Kickr in den letzten Wochen ein paar Mal getestet. Wir hatten zunächst Probleme die App zu installieren, da sie nur auf den neusten Handy-Systemen funktioniert. Anfangs hatten wir auch ersteinmal Schwierigkeiten die Bluetooth-Verbindung herzustellen. Jetzt wissen wir aber, dass man zunächst das Handy sehr nahe an das Gerät halten muss, damit es funktioniert.

Laut Wahoo soll der Kickr eine Genauigkeit von +/-3% haben, was sehr gut wäre. In einem Vergleichstest (wir haben je eine Diagnostik auf dem Cyclus 2 und auf dem Wahoo gemacht) lagen die Wattwerte beim Wahoo deutlich höher, so dass der Test deutlich früher beendet werden musste und die Herzfrequenz deutlich höher ausgefallen ist. Dies könnte jedoch an der Kalibration liegen… die haben wir aktuell noch nicht durchführen können, sind aber an der Lösung des Problems dran“.
„Ansonsten vom Preis und von der Optik her ein richtig gutes Teil und für das Training auf jeden Fall geeignet. Für eine präzise Diagnostik bin ich jedoch noch skeptisch“.

Fazit

Klein, komplett, kostengünstig. Der Wahoo Kickr bietet zu einem Preis von 1.199 Euro einen stabilen Heimtrainer mit Leistungsmessung – eine in diesem Preissegment unübertroffene Kombination. Die Kompatibilität zu zahlreichen Apps und Anwendungen (ua. Strava, Training Peaks, Garmin Connect, Runkeeper) erlaubt virtuelles Training, Trainingsdokumentation und -auswertung, sowie Interaktion im Web 2.0.

Der Wahoo Kickr ist mit fast allen Mac Geräten (ab IPhone 4, Ipod Touch 5, MacBookPro), einigen Androidgeräten und Windows Geräten via ANT+kompatibel.

Zum deutschen Vertriebspartner von Wahoo.

Der Wahoo Kickr auf Amazon.

Fotos: Wahoo, triathlon.de

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden