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VOZWEIMAX: Die maßgeschneiderte Jacke, die ihrem Namen alle Ehre macht

3. Januar 2017 von Christine Waitz

Christine Waitz, freiVor knapp einem Jahr lernte ich das Konzept rund um die VOZWEIMAX-Jacken kennen. Ein Konzept, das sich von den meisten anderen Konzepten des aktuellen Markts unterscheidet. Denn es geht nicht darum, billig produzierte Massenware an den Sportler zu bringen. Nein, es geht darum, dem Sportler die Möglichkeit eines perfekt auf ihn abgestimmten, möglichst langlebigen Produkt anzubieten. Zunächst einmal war es die Theorie, die mir gefiel. Die Einstellung in Sachen Produktion, Nachhaltigkeit und der damit verbundenen „Fairness“ allen Beteiligten gegenüber. Ob die Jacke auch in der Praxis das hält, was sie verspricht?


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Wer sich ein maßgeschneidertes Kleidungsstück zulegen möchte, muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass es dieses nicht für einen Discounter-Preis gibt. Denn sind wir ehrlich. Hinter so einem Kleidungsstück stecken allerlei Arbeitsschritte und viel Sorgfalt.

Los geht alles mit dem Aufnehmen der individuellen Maße – damit die Jacke am Ende auch ordentlich sitzt. In meinem Fall wird das Stück dann ungewöhnlich klein, hat ziemlich lange Ärmel, ist bitte nicht zu lang und hat einen etwas höheren Kragen. Außerdem hätte ich gerne das leichtere Material in der Farbkombination Schwarz-Grün! Vor der Jacke steht das Wunsch-Konzert!

Transparent und fair

Das Material für das Sportgewand, erzählte mir Chef Michael Sigl schon im Vorfeld, kommt ausschließlich aus der Schweiz vom Premiumhersteller Schoeller. Ein leichteres zweilagiges oder ein dickes dreilagiges Softshellmaterial steht in aktuell zwei verschiedenen Farben zur Auswahl. Somit kann auf jedes Temperaturempfinden eingegangen werden. Die Vermessung kann anhand einer Anleitung selbst vorgenommen werden, bei einem Wettkampf auf dem VOZWEIMAX präsent ist geschehen, durch Partner, oder Sigl führt die Vermessung gleich selbst durch – kommt dazu extra zum Sportler. Der Nähbetrieb, der die Teile im Anschluss schneidet und zusammensetzt, sitzt in Deutschland. Gefällt mir!

Christine Waitz, frei

Was mir auch gefiel, war die Jacke, die ich nach wenigen Wochen in der Hand hielt. Das zweilagige Softshell fühlt sich angenehm an. Weich, leicht flexibel und dank der etwas angerauten Innenseite schön warm. Definitiv keine kalte Kunststoff-Pelle.
Hingucker, ganz klar, sind die grünen Reißverschlüsse: Der lange, Durchgehende in der Mitte, die der zwei Taschen zu beiden Seiten und der der kleinen Brusttasche links. Zusammen mit den silbernen, reflektierende Paspeln und den in leuchtendem Grün abgesteppten Nähten, wird die schwarzen Jacke zum Blickfang. Das beste: auch dann, wenn es dunkel ist. Die grobzahnigen Reißverschlüsse leuchten nämlich im Dunkel neongrün. Mir persönlich machen solche Details einfach Spaß. Die zusätzliche Sicherheit, die es für die winterlich dunkle Laufeinheit gibt, ist ein netter Nebeneffekt.

Passt!

Gut, eine Maßjacke kaufe ich mir nun nicht primär wegen ihres Aussehens. Vor allem, muss sie perfekt passen. Kurz und knapp: genau das Kriterium erfüllt sie. Die Größe ist perfekt, alle Extrawünsche meinerseits wurden übernommen.
rvAls nächstes schaue ich mir die Verarbeitung im Detail an. Ich persönlich finde nichts schlimmer, als sich nach dem ersten Tragen lösende Nähte, oder herausstehende Faden-Enden. Die Handarbeit, die man der Jacke ansieht, ist jedoch an allen Stellen tip-top sauber. Auch in durchaus kritischen und viellagigen Bereichen, wie dem Kragen, wo eine kleine Lasche das Reißverschluss-Ende überdeckt. Hier wurde mit Ruhe und Sorgfalt gearbeitet. Das finde ich schön! Auch die Reißverschlüsse und die Klettverschlüsse an den Ärmel-Enden machen einen sehr stabilen Eindruck.

Als kleine Anregung bleibt mir eigentlich nur noch der Wunsch nach einigen Schnitt-Varianten. Für Damen zum Beispiel ein taillierterer Schnitt. Oder die Auswahl zwischen weiteren oder engeren Ärmeln.

Der Action Test

Nun geht es also vor allem noch darum, ob die Jacke ihre Funktion auch während des Laufens erfüllt. Sie ist etwas fester und schwerer als meine gewohnten Laufjacken. Was ich bald feststellen sollte, aber auch deutlich wärmer. Eine echte Winterjacke für meinen Geschmack.

jacke1Schon im Vorfeld wurde mir die „perfekte Atmungsaktivität“ angepriesen – der Name sollte also wahrlich zum Programm werden. Doch sind wir einmal ehrlich: Welche Jacke verspricht das nicht. Egal wo, egal für wieviel Geld man das Laufgewand kauft, „atmungsaktiv“ steht in garantiert jeder Produktbeschreibung. Mit etwas Glück fühlt man sich dann hinterher weniger, mit etwas Pech mehr wie in der kleinsten Plastik-Sauna der Welt. Ich war also skeptisch.

Mein erster Lauf mit der VOZWEIMAX fand an einem kalten Morgen in der Schweiz statt. Mein Laufpartner jagte durch die Schweizer Berge, was mich als Flachland-Läufer ordentlich ins Schwitzen brachte. Zu Hause angekommen, zog ich die Jacke, die mittlerweile von außen deutlich feucht war, aus. Das Shirt darunter war zu meinem Erstaunen vollständig trocken. Schön, wenn der Name tatsächlich Programm ist.

Wem ich eine Maßjacke empfehlen würde? All denjenigen, die nicht in 0815-Größen passen (wer tut das schon?). All denjenigen, die eine gut sitzende und perfekt funktionierende Laufjacke schätzen. Vor allem aber denjenigen, die nicht jedes Jahr eine neue Jacke brauchen (?) weil die Lebenszeit des Gewands dem Wechsel der aktuellen Mode-Farbe angepasst ist.

Zum Interview über das Konzept der Jacken.

Zur Website von VOZWEIMAX.

Fotos: triathlon.de

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