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Vorgestellt: BlueFox ST1 – Lebensretter für Schwimmer am Handgelenk

27. Mai 2016 von Christine Waitz

DBL_BlueFox_03Schwimmen in offenen Gewässern hat seine Tücken. Nicht nur, wenn man alleine unterwegs ist, sondern auch im Renngetümmel. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sicherheits-Maßnahmen, die sich besonders für das Training eignen. Bei aufkommender Panik kann dann schnell die Notfall-Reißleine gezogen werden. Was jedoch, wenn das nicht mehr möglich ist? Das BlueFox ST1 Armband soll hier Abhilfe schaffen und im Notfall schnelle Hilfe herbeirufen. Wir haben uns das Gerät erklären lassen.


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Sich im Wasser etwas sicherer fühlen, im Notfall schnell bemerkt werden, voll automatisch. Und das alles, ohne durch Bojen, Gürtel oder andere Tools im Schwimmen eingeschränkt zu werden. Die schweizer Deep Blue AG hat sich zum Ziel gesetzt, einen effektiven, sicheren und kleinen Schutz vor dem Ertrinken zu kreieren. Verpackt haben ihn die Spezialisten in – ganz landestypisch – eine uhrenähnliche Konstruktion. Zeit kann man an dem Armband zwar nicht ablesen. Sekundengenauigkeit spielt bei dem Gerät dennoch eine Rolle.

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Schnelle Aufmerksamkeit im Notfall 

Im elektronischen Sicherheitsarmband ist ein kleiner Computer verborgen, der durch rechtzeitige Alarmierung verhindern soll, dass Schwimmer ertrinken. Dabei ist die BlueFox ST1 nicht nur für Sportler, sondern durchaus für  jede Altersgruppe gedacht, angefangen vom Kleinkind bis zum Senior.

„Ertrinkungsunfälle geschehen meist lautlos und unsichtbar und werden oft erst viel zu spät bemerkt,“ machten sich die Hersteller Gedanken. Ein wirkungsvolles Gerät müsste im Notfall also rechtzeitig die Aufmerksamkeit der umgebenden Personen wecken, und so eine frühe Rettung ermöglichen. Eben darauf ist das BlueFox ST1 Armband ausgelegt. Egal ob im Schwimmbad, am Meer, oder am See. Das Armband wird wie eine Uhr getragen und stört so auch nicht weiter beim Schwimmen.
DBL_BlueFox_02-bDie ST1 misst dann während des Aufenthalts im Wasser permanent die Tiefe. Bleibt der Schwimmer länger als eine vorgegebene Zeitspanne unterhalb einer definierten Tiefe, löst sich eine Kapsel mit einem Ballon von der Basis und eine im Ballon enthaltene Sirene wird aktiviert. Die 100 Dezibel laute Sirene ist für  Menschen in der Umgebung unüberhörbar. Zum Vergleich: Eine Motorsäge ist ähnlich laut. Die Basis bleibt währenddessen am Handgelenk und ein sehr starkes LED Licht weist auch in trübem Wasser auf den Ertrinkenden hin. So können Trainer, Begleitpersonen oder Menschin in der Nähe sofort reagieren und die Person retten.

Von Kleinkind bis routinierter Schwimmer

Mit Hilfe einer USB-Verbindung und dem Computer können im Vorfeld die Sicherheits-Parameter selbst angepasst werden. Die Parameter Tiefe und Dauer unter Wasser werden entsprechend dem Alter und der Schwimmfertigkeit des Nutzers angepasst. Wählen kann man zwischen fünf verschiedenen Vorschlägen wie: «Kleinkind», «Kind Nichtschwimmer», «Kind Schwimmer», «Erwachsener Nichtschwimmer» und «Erwachsener Schwimmer». Oder aber man programmiert Tiefe und Zeit individuell.

BlueFox, einmalig

Das Beispiel zeigt die Programmierung von Blue Fox ST1 für einen erwachsenen Schwimmer mit durchschnittlichen Schwimmkenntnissen. Es ermöglicht dem Schwimmer zusammenhängend bis 15 Sekunden tiefer als 50 Zentimeter zu tauchen. Bleibt der Schwimmer mehr als 15 Sekunden unterhalb der Tiefe von 50 Zentimetern, löst der Microcontroller den Alarm aus und gibt den Ballon frei, der auf der Wasseroberfläche ein Alarm abgibt. Es wird kein Alarm ausgelöst, wenn der Schwimmer wieder aus dieser Tiefe auftaucht.

Wurde ein Alarm ausgelöst, kann die Kapsel mit dem Ballon ersetzt, und einfach in die Basis eingeklickt werden. Nach dem Laden der Batterie mittels USB ist der ST1 wieder einsatzbereit.

Der Markteintritt ist für August/September 2016 vorgesehen. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 199 Euro.

Zur Website des Herstellers.

Fotos: BlueFox

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