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Viva Mexico – Peggy Kleidon über den Ironman Cozumel

3. Dezember 2010 von Meike Maurer

Cozumel, November 2010 – Letztes Wochenende fand auf der beliebten mexikanischen Urlaubsinsel Cozumel – übrigens ein Paradies für Taucher – das vorletzte Ironman-Rennen der Saison 2010 statt. Auch eine handvoll deutscher Starter war dabei. Die 35-jährige Peggy Kleidon aus Lüneburg schildert ihre Eindrücke vom Wettkampf.


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Auf Cozumel ist es mit circa 27 Grad angenehm warm, die Luftfeuchtigkeit ist hoch und auch die Wassertemperatur sind mit ungefähr 24 Grad alles andere als kalt, so dass die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke normaler Weise ohne Neopren zurückgelegt werden muss.

Die Schwimmstrecke im sehr klaren Wasser verläuft parallel zum Ufer, wobei zuerst rund 500 Meter gegen die Strömung geschwommen wird, anschließend geht es ungefähr 2.000 Meter mit der Strömung und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Schwimmstart und –ausstieg befinden sich rund um ein Delphinbecken und liegen noch mal circa 300 Meter auseinander.

Das Schwimmen verlief für einen Wettkampf mit ungefähr 2.300 Athleten erstaunlich ruhig. Der Wasserstart war etwas anstrengend, da alle Age-Grouper direkt nach dem Profi-Start um 6 Uhr 40 ins Wasser geschickt wurden. Somit war eine Viertelstunde Wassertreten angesagt. Trotzdem war alles relativ entspannt.

Flach, aber windig

Der Radkurs führt auf einer komplett gesperrten Runde rundum die Insel und muss dreimal bewältigt werden. Die Strecke ist zwar flach, aber auch extrem windanfällig: „In der ersten Runde war es noch nicht so windig, der Wind wurde aber jede Runde stärker. Leider nutzen auch viele Sportler die hohe Dichte der Athleten aus, um in großen Gruppen über die Insel zu fahren. Ich selbst habe versucht, die 5 Meter Abstand ( der Abstand zum Vordermann wurde bei den Age-Groupern auf 5 Meter heruntergesetzt, weil man wohl das Problem erkannt hatte) einzuhalten, da man selbst dann noch einen Windschattenvorteil hat, aber noch die Regeln einhält. Ich persönlich empfand die Radstrecke übrigens aufgrund des Windes als sehr anstrengend und auch sehr Kräfte zehrend“, so Peggy.

Vorallem beim Laufen, merkt man die Hitze

Die zweite Wechselzone befindet sich in der Stadt San Miguel. Die Laufstrecke verläuft flach als Wendepunktstrecke parallel zur Küste in Richtung eines Golfplatzes und muss dreimal durchlaufen werden. Verpflegungsstellen gibt es auf der Laufstrecke ziemlich viele, was bei der Hitze, die auf der Insel zumeist gegen Mittag herrscht, aber auch nötig ist. Fast jeden Kilometer gibt es Wasser, Gatorade, Cola, Gels, Riegel, Nüsse, Brezeln, Orangen und Eis.

Fazit: Alles in einem ist der Ironman auf Cozumel ein schöner Wettkampf für Leute, die die Hitze mögen,  beim Radfahren mit großen Gruppen leben können und gerne ohne Neo schwimmen. Die Organisation des Wettkampfes ist gut und die Helfer sind alle super freundlich, auch wenn viele kaum Englisch sprechen, verstehet man sich trotzdem irgendwie.

Anmerkung der Redaktion: Peggy finishte als 23. Frau overall und wurde 5. in ihrer AK mit 10:36.06. Einmal mehr verpasste sie um einen Platz und äußert unglücklich mit 77 Sekunden einen Hawaii-Qualiplatz.

Austragungsort: Die Insel Cozumel liegt vor der östlichen Küste der mexikanischen Halbinsel Yucatán und gehört zum mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo. Die kleinen Karibikinsel misst 45 auf 15 Kilometer. Die meisten Touristen zieht es an das Palancarriff zum Schnorcheln und Tauchen, aber auch die Unterwasserhöhlen vor der Chankanaablagune sind für ihre tropische Tier- und Pflanzenwelt bekannt.

Die Verbindung zum Festland ist dank zweier Fluglinien sowie mehrerer Fährschiffe ab Playa del Carmen ausgezeichnet. Verkehrsknotenpunkt ist die Inselhauptstadt San Miguel de Cozumel an der Westküste.

Text und Bilder: Peggy Kleidon

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