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Typische Triathlon Verletzungen: Wenn´s mal weh tut

18. Mai 2016 von Philipp Peter

Foto: Christine Waitz,   freiDie erfolgreiche Teilnahme am Triathlon erfordert eine umfang- und intensitätsreiche Trainingsvorbereitung. Diese führen häufig zu einem Mißverhältnis zwischen der individuell möglichen Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlichen erfolgten Belastung durch Training und Wettkampf. Die Folge: Verletzungen treten auf. Wir stellen die häufigsten Verletzungen im Triathlon vor.


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Triathlonspezfische Verletzungen

Studien haben festgestellt das bis zu 50 Prozent aller Triathleten schon mal mit Verletzungsbeschwerden zu kämpfen hatten. Grundsätzlich lässt sich dabei zwischen Verletzungsarten unterscheiden. Zum einen zwischen akut während des Sporttreibens auftretenden Problemen und zum anderen Überlastungsschäden, die aus mittel- bis langfristigen Fehlbelastungen resultieren.

Viele Triathlonsportverletzungen ergeben sich letztendlich aus den einzelnen drei Disziplinen. Allerdings gibt es auch triathlonspezifische, die durch die Summe von Schwimm-, Rad- und Lauftraining entstehen. Beispielsweise haben Studien ein erhöhtes Risiko für Achillessehnenentzündungen feststellen können wenn zusätzlich zum Lauftraining auch noch Schwimmen und Radfahren trainiert wird.

8 bis 10 Stunden Training am günstigsten

Foto: Christine Waitz/freiWissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Verletzungshäufigkeit bei einem Trainingsumfang von 8 bis 10 Stunden pro Woche am niedrigsten ist. Mehr oder weniger Training erhöht das Risiko für das Auftreten von Verletzungen. Die Verletzungshäufigkeit hängt aber nur teilweise mit der aktuellen Trainingsbelastung zusammen, auch andere Faktoren wie Umwelt, Ernährung, psychologische und biomechanische Faktoren können eine Rolle spielen.

Hauptfaktoren für ein erhöhtes Verletzungsrisiko sind:

  • zunehmende Zahl an Jahren seit denen Triathlon betrieben wird
  • erhöhtes Laufpensum in der Vorbereitung (insbesondere ab >80km/Woche)
  • eine verletzungsbedingte „Vergangenheit“

Vorteil für Triathleten

Einen Vorteil haben wir Triathleten allerdings: Bei Verletzungen kann häufig der Fokus immer noch auf eine der anderen Sportarten gelegt werden kann. Beispielweise kann bei vielen Überlastungsschäden der unteren Extremität immer noch geschwommen werden. Dies kann sogar in vielen Fällen den Heilungsprozess beschleunigen. Allerdings ist dabei äußerste Vorsicht geboten, um durch die Trainingsbelastung das Ausheilen der Verletzung nicht zu behindern.

Laufen birgt das größte Risiko

triathlon.deAm häufigsten betroffen sind die unteren Extremitäten also Hüfte (5%), Oberschenkel (11%), Knie (15%), Unterschenkel (19%), Sprunggelenk (16%) und die Füße (14%), aber auch der untere Rücken (13%). Schwimmspezifische Verletzungen sind eher selten und betreffen meist die oberen Extremitäten (Schwimmerschulter). Verletzungen beim Radfahren sind meist auf ein direktes Trauma, also zum Beispiel einen Sturz, zurückzuführen. Die meisten Überlastungschäden treten im Zusammenhang mit dem Laufen auf.

Fotos: triathlon.de

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