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Triathlon-WM: Erstes Rennen misslingt deutschen Herren deutlich – „Das war natürlich ein sehr enttäuschender Auftakt“

5. März 2016 von Christine Waitz

DTU/ Jo Kleindl, einmaligAbu Dhabi, 05. März 2016 – Mit einer Enttäuschung endete in Abu Dhabi das erste Rennen der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie für die deutschen Herren. Steffen Justus kam als einziger DTU-Starter nach 1:49:33 Stunden auf Platz 36 ins Ziel. Gregor Buchholz und Justus Nieschlag beendeten ihre Rennen vorzeitig.


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Buchholz hatte einen rabenschwarzen und kraftlosen Tag erwischt und Nieschlag war auf dem Rad gestürzt. Damit verpassten die drei nicht nur einen guten Saisoneinstieg, sondern auch deutlich die erste Chance auf eine Qualifikation für Olympia in Rio de Janeiro in diesem Jahr. Sieger über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen wurde nach 1:46:39 Stunden der spanische Vize-Weltmeister Mario Mola. Hinter ihm belegte Richard Murray (RSA, 1:46:54 Stunden) Rang zwei, Dritter wurde Joao Silva (1:47:08 Stunden) aus Portugal.

Stärker zurückkommen

„Das war natürlich ein sehr enttäuschender Auftakt“, merkte man DTU-Cheftrainer Ralf Ebli nach dem Rennen an, dass auch er etwas anderes erwartet hatte. „Bedingt durch verschiedene Ursachen, die wir jetzt analysieren müssen. Die drei sind unsere Olympiakandidaten und somit müssen wir sie wieder aufrichten und stärker in den nächsten Rennen zurückkommen.“

Stärker in das Rennen in Abu Dhabi kam vor allem der Franzose Aurelien Raphael. Er übernahm im Wasser das Tempomachen und bekam nach einigen hundert Metern Begleitung, unter anderem von Henri Schoemann aus Südafrika. Die erste Disziplin absolvierte die Spitze schnell, so dass das DTU-Trio Verspätung hatte beim ersten Wechsel. Nieschlag war als 20. noch in Schlagweite, Justus und speziell Buchholz hatten etwas Rückstand.

DTU/ Jo Kleindl, einmalig

Radsturz von Nieschlag – fehlende Kraft von Buchholz

Auf dem Rad ergab sich zunächst eine lange Linie von Athleten, aus der sich die verschiedenen Gruppen bilden mussten: Es wurden erst einmal drei. Nach der ersten Radrunde waren es nur noch zwei und in Runde vier schlossen sich nahezu alle Athleten in einer großen Gruppe zusammen. Zu diesem Zeitpunkt war der Wettkampf für Justus Nieschlag und Gregor Buchholz indes bereits gelaufen. Nieschlag stürzte gleich in Runde eins bei einem der Wendepunkte und Buchholz hatte nach schwachem Schwimmen und fehlender Kraft auf dem Rad ebenfalls den Anschluss verpasst. Letztlich stiegen beide später aus.

Aus der Spitze der großen Radgruppe lancierte zwar der Italiener Alessandro Fabian eine erfolgreiche Attacke, aber die Top-Herren wechselten gemeinsam in die Laufschuhe: mit im Vorderfeld dabei aber nur noch ein Deutscher. Steffen Justus lief als Neunter aus der Wechselzone.

Schnell setzten sich die Favoriten an die Rennspitze. Vor allem Mario Mola, im Wissen um eine 15 Sekunden-Strafe, schlug ein phänomenales Tempo an. Dahinter liefen Richard Murray, Molas Landsmann Fernando Alarza und Portugals Joao Silva. Steffen Justus verlor leider Zeit und somit auch seine gute Platzierung. Nachdem Mola seine Strafe genommen hatte, bildete sich das spätere Sieger-Trio in Runde drei. Justus lief 2:54 Minuten nach dem Sieger als 36. ins Ziel.

Nach dem enttäuschenden Auftakt und der verpassten Olympiaqualifikation haben die DTU-Starter in zwei Wettkämpfen die nächsten Chancen auf einen Startplatz in Rio 2016. Bei den WM-Rennen in Gold Coast (AUS) am 9./10. April und Yokohama (JAP) am 14./15 Mai gilt es wieder, unter die ersten Acht zu kommen

Foto: DTU/ Jo Kleindl

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