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Triathlon und Blutspenden

9. April 2016 von Ann-Christin Cordes

Herbert Käfer_pixelio.de,   freiBlutspenden rettet Leben – doch es verträgt sich nicht so gut mit hartem Training und hohen sportlichen Zielen. Das ist kein Grund, Angst vor einer Blutspende zu haben – dennoch gibt es Einiges zu beachten, um gesund zu bleiben und fit durch die Saison zu gehen. triathlon.de verrät euch, was ihr berücksichtigen solltet.


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Eine Blutspende beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und -entwicklung des Körpers durchaus – gerade deswegen wird das wertvolle Gut ja auch gebraucht. Je ambitionierter und aktiver ein Sportler ist, desto mehr sollte er sich auch damit beschäftigen, ob und wann er spendet. Noch viel wichtiger ist: Neben der sportlichen Leistung kann in Verbindung mit umfangreichem Training auch die Gesundheit leiden.

Vorsicht in der Wettkampfsaison

Der Körper braucht bis zu sechs Wochen, um die gespendeten 500 Milliliter Blut wieder neu zu bilden. Der Sauerstofftransport ist durch die reduzierte Zahl an roten Blutkörperchen beeinflusst. Auch der Verlust des Spurenelements Eisen fällt ins Gewicht. Das wird zur Bildung des sauerstofftransportierenden Hämoglobins in den roten Blutkörperchen benötigt – hier kann der Ausgleich des Eisenhaushaltes durchaus acht Wochen dauern. Das Immunsystem ist in der Zeit ebenfalls geschwächt – denn auch weiße Blutkörperchen müssen neu gebildet werden.

Während der Saison und vor allem in der direkten Wettkampfphase haben Blutspenden also einen stärkeren negativen Einfluss auf Gesundheit und Leistung – bei gleichzeitigem Training sind die regenerativen Prozesse langsamer und die Gefahr eines Infektes ist höher. Wer Blut spendet sollte also auf sich achten und dies nicht unmittelbar vor oder nach einem Wettkampf tun. In der Off-Season und Saisonvorbereitung sind die Auswirkungen auf die Leistung nicht so stark.

Herbert Käfer_pixelio.de, frei

Die positiven Seiten

Dennoch: Blutspenden hat auch viele positive Effekte. Zunächst einmal: Das Blut kann Leben retten – und deswegen darf man sich auch gut fühlen, wenn man einen wichtigen Teil von sich dafür zur Verfügung stellt.
Außerdem bekommt man einen kostenfreien Gesundheitscheck: Das Blut wird nach der Entnahme auf verschiedene Erreger und Krankheiten getestet, z.B. auf Leber- und Geschlechtskrankheiten. Sollte außerdem etwas auffällig sein, wird der Hausarzt sofort informiert. Schon vor der Spende werden Eisenwert und Temperatur, sowie der Blutdruck gemessen. Wer nicht voll fit ist, darf und sollte auch nicht spenden. Es gibt außerdem Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass regelmäßige Bluterneuerung die roten Blutkörperchen leistungsfähiger mache, sie also mehr Sauerstoff transportieren können.

Das sollte man beachten

Genau wie jeder andere Spender sollten Sportler gut hydriert sein, wenn sie Blut spenden und auch danach eine große Menge Wasser sowie Säfte zu sich nehmen. Von Training und Sauna am gleichen Tag ist abzuraten – auch der Arm, von dem das Blut entnommen wurde, sollte geschont werden. Direkt nach der Spende wird eine Ruhephase verordnet, meist gibt es Essen und Getränke vor Ort – erst nach ca. 30 Minuten sollte man frühestens wieder Auto oder Fahrrad fahren. Der Regeneration zu Liebe solltet ihr in den Tagen vorher nicht hart oder sehr lang trainiert haben und auch keine großen Einheiten einplanen. Am besten bietet sich die Off-Season oder eine Ruhewoche an. Schwindelgefühle nach der Spende sind normal, auch beim Duschen oder leichtem Schwimmen.

Foto: Herbert Käfer, pixelio.de

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