Der richtige Plan: Training für den zweiten Saisonhöhepunkt
Neuaufbau statt Formerhaltung
Wie eine Saison mit einem Wettkampfhöhepunkt periodisiert werden kann, haben wir euch in den letzten Artikeln vorgestellt. Doch wie sollte eine Saison mit zwei Wettkampfhöhepunkten strukturiert werden? Im Artikel „Wettkampfperiode“ haben wir bereits festgestellt, dass ein hohes Leistungsniveau nach einem Saisonhöhepunkt maximal über 4 bis 6 Wochen aufrecht erhalten werden kann. Liegen also wichtige Wettkämpfe zeitlich zu weit auseinander macht es keinen Sinn zu versuchen die Form des ersten Saisonhöhepunkts bis zum zweiten zu „konservieren“.
Sinnvoller ist es die Form neu aufzubauen. Dafür ist ein Zeitraum von mindestens 8 bis 10 Wochen zwischen den Wettkampfhöhepunkten notwendig. Für diesen Neuaufbau wird nach der ersten Wettkampfperiode eine Erholungswoche mit lockerem und regenerativem Training eingeplant. Der Trainingsumfang liegt unter 50% des „normalen“ Trainingsumfangs. Anschließend werden die bereits vorgestellten Vorbereitungsperioden 1 bis 3 mit ihren spezifischen Trainingsinhalten nochmals in Kurzform durchlaufen. Gefolgt von einer zweiten Taperphase vor dem zweiten Saisonhöhepunkt. Wie dies im Detail aussieht hängt allerdings von vielen individuellen Faktoren ab.
Ein Beispiel
Nehmen wir an ein Athlet hat den Ironman Lanzarote im Mai und den Ironman Germany 70.3 in Wiesbaden im August als Saisonhöhepunkte anvisiert. Zwischen beiden Wettkämpfen liegen 12 Wochen. Die Periodisierung zwischen den beiden Wettkämpfen könnte dann wie unten aufgeführt aussehen.
- Woche 1: Regeneration
- Woche 2 bis 4: VP1 (allgemeines Grundlagentraining)
- Woche 5 bis 7: VP2 (spezifisches Grundlagentraining)
- Woche 8 bis 10: VP3 (wettkampfspezifisches Training)
- Woche 11 bis 12: Unmittelbare Wettkampfvorbereitung









